Für bessere Rahmenbedingungen

Landwirte protestieren in Trostberg - Das sind ihre Forderungen

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Über 300 Landwirte versammelten sich mit ihren Traktoren vor dem Zentrallager der Firma Edeka in Trostberg.

Trostberg - In einer bayernweiten Aktion haben Landwirte vor mehreren Zentrallagern einer großen Supermarktkette protestiert. 

Update, 13.40 Uhr - Forderungen des Protests

Wie Christine Heiß, vom Orgateam "Land schafft Verbindung" in München mitteilt, sind gerechtere Preise nicht das alleinige Ziel der Aktion. Das Thema sei dagegen sehr komplex. "Land schafft Verbindung" wolle vielmehr einheimische Lebensmittel von hoher Qualität, die in einer kleinstrukturierten Landwirtschaft erzeugt werden, in Supermärkte bringen. Doch um eine solche Produktion in Deutschland weiterhin zu ermöglichen, brauche man bessere, von der Politik augehende, Rahmenbedingungen.


Verbraucher dagegen brauchen bessere Möglichkeiten, sich einheitlich über die Herkunft und Herstellung von Lebensmitteln zu informieren. Nur gemeinsam mit dem Lebensmitteleinzelhandel könne dies geschafft werden, so Heiß. Die Landwirte streben einen Dialog mit dem Einzelhandel an, denn nur gemeinsam könne man etwas bewegen, betonte sie. 

Update, 11.39 Uhr: Polizei prüft, ob es Spontanaktion war

Die Polizei Trostberg erklärte auf Nachfrage von chiemgau24.de, dass sie derzeit prüfe, ob der Protest in Trostberg als eine Spontanaktion zu bewerten sei, oder nicht. Spontane Veranstaltungen seien grundsätzlich erlaubt. Inwieweit es sich bei dem Protest am Sonntag um eine solche handelt, sei werde nun ermittelt.


Erstmeldung, 11.39 Uhr: Landwirte protestieren vor Supermarkt-Lager in Trostberg

Kurz nach Mitternacht, am 3. Februar, wurde bei der Polizeiinspektion Trostberg kurzfristig eine Protestaktion von Landwirten bekannt gegeben.

300 Landwirte protestieren in Trostberg

Über 300 Landwirte versammelten sich mit ihren Traktoren vor dem Zentrallager der Firma Edeka in Trostberg, um ihren Unmut kundzutun. Die Landwirte positionierten ihre Traktoren so, dass keine Lastwagen mehr in oder aus dem Zentrallager fahren konnten. Die Aktion war gegen 2 Uhr beendet, so die Polizei Trostberg.

Zum Ende der Protestaktion traf dann auch ein verantwortlicher Vertreter der Firma Edeka vor Ort ein. Dieser erklärte abschließend, dass die Firmenleitung Kontakt zu den Verantwortlichen der Protestaktion in den nächsten Tagen suchen werde.

Bayernweite Protestaktion

Nicht nur in Trostberg demonstrierten Landwirte: Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks gab es auch Demonstrationen in Gaimersheim, Eching und Landsberg am Lech sowie an drei weiteren Standorten. Die Landwirte wollen vor dem Lebensmittel-Gipfel in Berlin ein Zeichen setzen.

Die Proteste waren wohl nicht angemeldet. Die Polizei ermittelt nun wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

bcs

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