Bürgerentscheid: Die Stimmen zur Wahl

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Trostberg - Mit einer deutlichen Mehrheit haben sich die Trostberger am Sonntag beim Bürgerentscheid für den Erhalt der Platanen ausgesprochen. Wir haben die Stimmen zur Wahl:

Die Trostberger haben entschieden: Insgesamt 2060 Einwohner stimmten beim Bürgerentscheid am Sonntag für den Erhalt der vier Platanen in der Heinrich-Braun-Straße. Auch das nötige Quorum von 20 Prozent wurde knapp erreicht. Und somit konnte die Aktionsgemeinschaft "Schutzschirm für die Platanen in der Heinrich-Braun-Straße" den Stadtratsbeschluss vom Mai kippen. "Ich bin sehr froh und erleichtert, dass die Bäume jetzt eine Chance bekommen. Das Ergebnis zeigt deutlich, dass den Leuten das Ortsbild und der Umweltschutz wichtig sind", meinte Walther Heinze, Altbürgermeister und Mit-Initiator der Aktionsgemeinschaft, nach der Wahl. In seiner Zeit als Förster habe er die Platanen liebgewonnen und sich daher auch für deren Erhalt eingesetzt: "Als ehemaliger Förster hat es mich besonders betroffen gemacht, dass so schöne Bäume gefällt werden sollen, obwohl sie kerngesund sind."

Heinze war selbst bei der Stadtrats-Sitzung zugegen, als der Beschluss zur Fällung der Bäume gefasst wurde: "Wir haben daraufhin die Aktionsgemeinschaft gegründet und innerhalb von nur vier Wochen über 2000 Unterschriften für das Bürgerbegehren gesammelt." Der ehemalige Bürgermeister ging damals noch davon aus, dass es damit erledigt sei und der Stadtrat seine Entscheidung zurücknehme. Doch weit gefehlt: "Bürgermeister Karl Schleid war bei der Übergabe der Unterschriften zu keiner Diskussion bereit." Und so musste nun die Wahl am Sonntag eine Entscheidung bringen. "Ich habe schon damit gerechnet, dass wir gewinnen, aber es war bis zuletzt fraglich, ob wir das Quorum auch erreichen." Doch 22,66 Prozent der stimmberechtigten Trostberger entschieden sich für die Platanen und setzten damit nun den Stadtrats-Beschluss außer Kraft.

Bürgermeister Karl Schleid war nicht überrascht über das deutliche Ergebnis: "Es war mir durchaus klar, dass die Befürworter leichter zu aktivieren sind, als die Gegner. Zudem ist es ein Naturschutz-Thema, bei dem die Leute meist aus dem Bauch heraus entscheiden." Obwohl der Beschluss lediglich eine Gültigkeit von einem Jahr hat, ist sich Schleid bereits jetzt sicher, dass "das Thema 'Platanen' nicht erneut aufgerollt wird". Man werde sich höchstens dafür einsetzen, dass die Bäume zugeschnitten werden, um es für die Anwohner verträglicher zu machen.

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