Bürgermeisterkandidaten für Trostberg

Trostberg: Kandidaten stellen sich vor

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In Trostberg treten drei Kandidaten zur Bürgermeister-Wahl an: (v.l.n.r.) Karl Schleid, Hans Michael Weisky und Bernd Paetzelt.

Trostberg - Was läuft gut in der Stadt und was gilt es zu verbessern? Diese Fragen haben wir den drei Bürgermeister-Kandidaten für Trostberg jetzt gestellt. Ihre Antworten:

Die Kandidaten:

Karl Schleid, CSU (amtierend): 50 Jahre, 4 Kinder, Bürgermeister seit 2008

Hans Michael Weisky, SPD: 56 Jahre, verheiratet, 2 Söhne, Vorsitzender der SPD Trostberg

Bernd Paetzelt, Bündnis 90/Die Grünen: 59 Jahre, verheiratet, 2 Töchter, Fraktionssprecher seit 2008

Was läuft gut in Trostberg?

Karl Schleid: Die Entwicklungen bezüglich Wirtschaft, Industrie, Mittelstand, Gewerbe und Einzelhandel sind durch Investitionen der örtlichen Wirtschaft und die gute Zusammenarbeit mit der kommunalen Politik sehr gut. Hierbei wurde sowohl der Flächennutzungsplan als auch die Neuanlegung von Gewerbeflächen vorangetrieben und gute Bedingungen für die regionale Wirtschaft geschaffen. Die Entwicklungsmöglichkeiten für junge Familien werden durch Ausweisung von Neubaugebieten gefördert. Der Schulstandort wurde durch einen starken Mittelschulverbund gesichert und ist auf lange Sicht gewährleistet. Die Stadtentwicklung ist durch viele innovative Ideen vorangetrieben. Arbeitsplätze konnten gesichert und neu geschaffen werden. Der Schuldenstand wurde in den letzten 6 Jahren deutlich gesenkt.

Hans Michael Weisky: Die Stadt hat ein Einzelhandelsentwicklungskonzept in Auftrag gegeben und die Ergebnisse liegen zwischenzeitlich vor; wir entwickeln ein neues Gewerbegebiet oberhalb der Hangkante, investieren in unser Freizeitzentrum und in die Schulen um nur Hauptpunkte zu nennen. Die Finanzen sind geordnet und auch im Vorschulbereich gibt es gute und ausreichende Angebote im Stadtgebiet.

Bernd Paetzelt:  Die letzten Jahre hat sich Vieles zum Besseren gewendet. Wir Trostberger werden uns mehr und mehr bewusst, in welch einer attraktiven Stadt wir leben. Viele Impulse des Ortsverbandes und der Stadtratsfraktion der Grünen haben diese positivere Sicht auf unsere Stadt angestoßen oder unterstützt. Drei grundlegende Faktoren heben Trostberg von vielen anderen Städten ab. Der Dreiklang Industrie, Handwerk und Einzelhandel im wirtschaftlichen Bereich, der Dreiklang Fluss, Altstadt und Hochflächen, der unsere Heimat ausmacht und der Dreiklang kompetenter Verwaltung, eigener Stadtwerke und engagierter Bürger in Vereinen mit Ihrem Sinn für das Gemeinwohl. Diese Dreiklänge gilt es gemeinsam zu stärken und weiterzuentwickeln, mit Blick auf die großen Herausforderungen unserer Zeit, die Globalisierung, Klimawandel und demographischer Wandel mit sich bringen. 

Was ist in Trostberg noch zu tun?

Karl Schleid: Infrastrukturelle Maßnahmen müssen verbessert und vor allem schneller realisiert werden. Die Innenstadt ist vom Verkehr zu entlasten. Die Umgehungsstraße B299/304 muss weiter vorangetrieben werden. Es ist auch Ziel, sowohl das erstellte Klimaschutzkonzept als auch das neue Einzelhandelsentwicklungskonzept aufzuarbeiten und nach den finanziellen Möglichkeit in die Realität umzusetzen. Die restlichen Schulden sollen weiter abgebaut werden. Oberstes Ziel ist es wohnen, arbeiten und leben an einem Ort anbieten zu können. Also Kinderbetreuung, Schul- und Ausbildung, Arbeitsplätze und Freizeitmöglichkeiten möglichst so breitgefächert vorzuhalten, dass auch der ökologische Blickwinkel zur Geltung kommt. Eine nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung, auch hinsichtlich des demografischen Wandels, wurde angestoßen und wird in der Zukunft weiter verfolgt.

Hans Michael Weisky: Ich wünsche mir mehr Offenheit in der Kommunikations- und Informationspolitik, mehr Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger (keine Placebo-Beteiligung) und würde mir eine andere Zusammensetzung der Lenkungsgruppe zur Umsetzung des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes wünschen. Außerdem sollten die Referenten im Stadtrat gefördert werden und mehr Gehör finden. Auch die Einbindung der Beiräte (Senoirenbeirat, Kulturbeirat, …) könnte (deutlich) besser sein.

Bernd Paetzelt: In der Stadtpolitik wird zu wenig konzeptionell gehandelt, es wird auf eintreffende Ereignisse reagiert. Es gibt keine Gesamtschau, keine nachhaltige Stadtentwicklung als Ganzes, kein professionelles Standortmanagement. Bislang wird aufgegriffen, was gerade kommt. Zielorientiertes Arbeiten erfordert aber eine klare Vorstellung davon, wohin sich Trostberg entwickeln soll. Welche Art von Mobilität fördern wir, wie erhalten wir Kaufkraft in der Stadt, wie gewinnen wir in Zukunft unsere Energie und nach welchen Prioritäten setzen wir unsere begrenzten finanziellen Mittel ein? Die guten Ansätze im Trostberger Leitbild werden nicht wirklich berücksichtigt. Diesen Defiziten ist auch mit mehr Teamorientierung, mit der Einbindung von externen Fachleuten und mit der Verteilung von Entscheidungskompetenzen beizukommen. Das Ganze in einer Atmosphäre, die alle Menschen, die in Trostberg leben, einlädt, ihre Fähigkeiten, Talente und Potentiale in einem konstruktiven Miteinander einzubringen. 

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