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Drei Leichen in Haus bei Trostberg gefunden

Vater (82), Mutter (86) und Sohn (50) tot: Familie lebte zurückgezogen – und war wohl in Quarantäne

Lindach Trostberg drei Tote Tragödie
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In diesem Haus wurden die drei Leichen entdeckt.

Trostberg – Schreckliche Tragödie im Ortsteil Lindach: Am Dienstag (14. Dezember) wurden dort in einem Einfamilienhaus drei Leichen entdeckt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. Viele Fragen sind allerdings nach wie vor offen.

Update, 11.05 Uhr - Pressemitteilung der Polizei

Die Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut:

Am Dienstag (14. Dezember) fanden Helfer in einem Einfamilienhaus im Gemeindebereich von Trostberg drei tote Personen. Es handelt sich dabei um ein älteres Ehepaar und deren erwachsenen Sohn. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft übernahmen Ermittler der Kriminalpolizei Traunstein die Untersuchungen der Todesfälle. Hinweise auf eine äußere Gewaltanwendung oder ein Einwirken durch Dritte liegen derzeit nicht vor

Weil ein Mann nicht zur Arbeit gekommen war, fuhren Helfer am Dienstagmittag zum Wohnanwesen der Familie im Gemeindebereich von Trostberg. Im Haus fand man drei tote Personen. Es handelt sich dabei um den vorgenannten Mann sowie dessen Vater und Mutter, ein älteres Ehepaar.  

Für die Kriminalpolizei Traunstein übernahmen Beamte des zuständigen Fachkommissariats und Beamte der Spurensicherung die Untersuchungen. Auf Anordnung der sachleitenden Staatsanwaltschaft Traunstein wurden die Leichname noch im Laufe des Mittwochnachmittags im Rechtsmedizinischen Institut in München obduziert. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen in dem Fall dauern an.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

>>> Mysteriöse Tragödie um Familie M. - Rätselraten in Lindach: „Man hat sie kaum gesehen“ (Plus-Artikel)

Update, 10.35 Uhr - Das sagt der Oberstaatsanwalt

Auch bei der Staatsanwaltschaft geht man von langwierigen Untersuchungen in dem Fall aus. Man könne zum jetzigen Zeitpunkt „noch nichts ausschließen, da die Todesursache noch nicht feststeht“, erklärte Oberstaatsanwalt Björn Pfeifer auf Anfrage von chiemgau24.de am Donnerstagvormittag. Zu diesem Zeitpunkt waren die Polizei und die Kriminaltechnik für weitere Spurensicherungen in dem betroffenen Haus in Lindach im Einsatz.

Update, 8.25 Uhr - Polizei ermittelt zu Hintergründen

Bei den drei Toten handelt es sich um ein älteres Ehepaar im Alter von 82 und 86 Jahren sowie deren 50-jährigen Sohn. Das hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Donnerstagmorgen auf Anfrage von chiemgau24.de bestätigt. Zu weiteren Details konnte Polizeisprecher Stefan Sonntag noch nicht viel sagen. Die drei Leichen seien am Mittwochnachmittag im Institut für Rechtsmedizin in München obduziert worden. Bis das Ergebnis vorliegt, könnten womöglich noch Wochen vergehen. Daher könnte es bis zu diesem Zeitpunkt dauern, bis die endgültige Todesursache feststeht.

Auch zu den Hintergründen gibt es noch keine neuen Informationen. Die Kriminalpolizei hat nach dem Auffinden der Leichen umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Ob es sich bei dem Vorfall um einen tragischen Unfall/Unglück handelt oder möglicherweise doch (irgendeine Form von) Fremdverschulden vorliegt, gelte es nun zu untersuchen, betonte Sonntag. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es jedoch „keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen“, hieß es weiter.

Bislang unbestätigten Informationen zufolge blieb die Tragödie übrigens wohl aus zwei Gründen einige Zeit unentdeckt: Zum einen soll die Familie sehr zurückgezogen gelebt haben und sich zum anderen wegen Corona zuletzt in Quarantäne befunden haben.

Update, 7.35 Uhr - Tragödie erinnert an Fall in Bernau am Chiemsee

Obwohl noch viele Fragen im jetzigen Fall ungeklärt sind, erinnert das Ganze an eine Tragödie, die sich vor rund zweieinhalb Jahren in Bernau am Chiemsee abgespielt hat (Plus-Artikel): Im Mai 2019 waren im Ortsteil Weisham zwei tote Personen in einem Wohnhaus entdeckt worden. Es handelte sich dabei um ein älteres Ehepaar. Eine ambulante Pflegerin hatte die beiden Leichen entdeckt. Das Ehepaar starb damals durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung (Plus-Artikel), vermutlich ausgelöst durch einen technischen Defekt an der Ölheizung des Hauses.

Update, 16. Dezember, 6 Uhr - Ehepaar und Sohn tot

Nach Informationen von chiemgau24.de handelt es sich bei den Toten um ein Ehepaar (Mann 82 Jahre, Frau 86 Jahre) und deren 50-jährigen Sohn. Staatsanwaltschaft und Polizei hatten sich am Mittwochabend sehr bedeckt gehalten und angekündigt, dass wohl „sehr langwierige Ermittlungen“ zur Aufklärung des Falles nötig seien. Es steht jedoch weiter eine Kohlenmonoxid-Vergiftung als mögliche Todesursache im Raum.

Der jüngere Sohn (48) soll sich laut dem PNP-Bericht zum Zeitpunkt, als die Toten entdeckt wurden, im Haus des Ehepaares aufgehalten haben. Entdeckt wurde der Fall offenbar, nachdem der 50-Jährige nicht zur Arbeit erschienen war. Deswegen sollen sich Arbeitskollegen angeblich telefonisch gemeldet haben, woraufhin der 48-Jährige zu verstehen gegeben habe, dass er Hilfe benötige. Laut PNP gilt der 48-Jährige als schwerbehindert.

Die Erstmeldung:

In Lindach wurden am 14. Dezember drei tote Menschen in einem Einfamilienhaus entdeckt. Die Polizei bestätigte den Fund, konnte am Abend aber noch keine weiteren Details nennen. Einem Bericht der PNP zufolge handelt es sich bei den drei Toten um ein älteres Ehepaar und deren 50-jährigen Sohn. Björn Pfeifer von der Staatsanwaltschaft Traunstein sagte der PNP, dass die Leichen keine Verletzungen aufweisen würden und es keine Hinweise auf ein Verbrechen gäbe.

Mögliche Todesursache sei eine Kohlenmonoxid-Vergiftung nach Angaben des Staatsanwaltes, die Ermittlungen sind aber noch im Gange, wie die Polizei Trostberg auf Nachfrage von chiemgau24.de erklärte. Ein 48-jähriger Sohn der beiden verstorbenen Eheleute soll das Unglück überlebt haben. Die Familie war offenbar in Quarantäne, deswegen wurden die Leichen erst am Dienstag entdeckt, das berichtet jedenfalls die PNP.

*Nähere Informationen liegen derzeit nicht vor!*

bcs/mw

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