Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidatin für Trostberg

18 Fragen an Daniela Baumann (SPD)

Will in Trostberg Bürgermeisterin werden: Daniela Baumann (SPD).

Trostberg - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Trostberg wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Daniela Baumann (SPD).

Homepage/Social-Media-Kanäle:


Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Daniela Baumann


2. Partei

SPD

3. Alter

35

4. Wohnort

Trostberg seit 2014

5. Geburtsort

Traunstein

6. Familienstand

ledig

7. Kinder

-

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Ich bin Quereinsteigerin. Seit Anfang 2019 beim SPD-Ortsverein Trostberg und seit Herbst letzten Jahres im Vorstand.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Annemarie Renger und Franziska Giffey

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Meine Tätigkeit als medizinische Fachangestellte in der Notaufnahme des Kreiskrankenhauses und das Wohnen in der Schwarzau. Trostberg ist eine schöne, historische Stadt mit einem vielfältigen Kulturangebot z.B. im Postsaal, unserem Programmkino und einem tollen Freizeitzentrum.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Es ist höchste Zeit, dass eine Frau die Chance hat, Bürgermeisterin zu werden. Ich bin zielstrebig, kann führen, mit Menschen gut umgehen und auch zuhören. Demokratie auch in der Kommunalpolitik braucht den Wechsel in der Führung.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Mir ist ein freundlicher, offener Umgang mit unseren Bürgern, den Mitarbeitern in der Verwaltung und den städtischen Einrichtungen sehr wichtig. Das gilt ganz besonders auch im Umgang mit den Stadträten. Auf berechtigte Kritik würde ich sachlich und nicht mit Vorwürfen reagieren. Konzepte für viele Bereiche zum Beispiel für Wohnraumbeschaffung oder für notwendigen Schulraum fehlen genauso wie eine langfristige Grundbevorratung durch die Stadt.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Ein großes Plus von Trostberg ist seine historische Altstadt. Meine Vision ist es, dieses "Pfund" verstärkt zu nutzen. Wie wäre es, intensiv die Idee der Wiederansiedlung alter Handwerkskunst oder einiger historischer Geschäfte zu versuchen, die heute wieder attraktiv sind? Vielleicht kann in einem der leerstehenden Gasthäuser eine kleine Wirtshausbrauerei entstehen. Für Belebung würden auch Räume für VHS, Musikschule und ein Ärztehaus sorgen. Eine attraktive Verbesserung der Wohnqualität ist notwendig - in Einzelfällen auch durch die Stadt selbst.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Ich möchte die Lebensqualität in unserer Stadt erhalten. Dazu gehören für mich auch, die Voraussetzungen für Erweiterung oder Neuansiedlung von Gewerbebetrieben zu schaffen durch eine verbesserte Grundstücksbevorratung. Für künftigen Raumbedarf für Schulen oder Kindergärten sind vorausschaueende, langfristige Konzepte zu erstellen. Die weit mehr als tausend Menschen die in der Innenstadt von der Bundesfernstraße direkt betroffen sind, müssen unbedingt entlastet werden, auch wenn die geplante Querung des Alztales sehr problematisch ist. Zwanzig weitere Jahre Planung und Proteste bei steigendem Verkehr wären eine unzumutbare Belastung.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Wir wollen in der Pechlerau zwischen Kanal und Bahn nach der vorgesehenen Aufhebung des Wasserschutzgebietes die einmalige Chance nutzen für den Bau zentrumsnaher, bezahlbarer Wohnungen. Diese Fläche ist seit zwanzig Jahren überwiegend in Stadtbesitz. Wir denken an ein langfristiges Gesamtkonzept für einen sozialverträglichen Geschosswohnungsbau durch die Stadt und nach Möglichkeit auch durch unsere Neue Heimat sowie die Gemeinnützige Baugenossenschaft. Ein Anteil Wohnfläche für Betreutes Wohnen muss mit eingeplant werden.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Trostberg hat ein Klimaschutzkonzept, hinter dem ich voll stehe und für dessen Umsetzung auch entsprechend Zeitpläne erforderlich sind, beispielsweise für den Austausch der Straßenbeleuchtung. Eine Nahwärmeversorgung für neue Wohnanlagen und dicht bebaute Ortsteile ist vertieft zu untersuchen. Die Möglichkeiten von mehr Abwärmenutzung und die bessere Verwertung von Biogas der Industriebetriebe sollen in Zusammenarbeit mit der Stadt intensiv geprüft werden.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Der Zerstörung der Artenvielfalt muss Einhalt geboten werden. Da haben auch unsere Landwirte eine große Mitverantwortung genauso wie für sauberes Grundwasser. Das sind mit die vordringlichsten Probleme, die auch bei uns lebenswichtig sind. Ich glaube auch, dass unsere Bauern hierfür volles Verständnis haben. Es muss halt viel mehr miteinander geredet werden.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Ich will mich ganz bewusst an unserem derzeit leider kaum beachteten Leitbild der Stadt orientieren und dazu auch unsere Mitbürger/innen ermuntern: Wir, die Bürger, der Stadtrat und die Verwaltung sind für das Gemeinwohl verantwortlich, verstehen uns als Partner in einer Vertrauenskultur und wirken aktiv mit an demokratischen Beteiligungsprozessen

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare