Von Platz 70 in den Kreistag

Der Durchstarter vom letzten Listenplatz

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Der Mann vom letzten Platz: Markus Fröschl
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Trostberg/Landkreis - Gestartet vom letzten Listenplatz schaffte CSU-Kandidat Markus Fröschl den erneuten Sprung in den Kreistag. In Trostberg gelang ihm das auch - wie macht er das?

Dieses Wahlergebnis verblüffte: Von Platz 70 holte Markus Fröschl sage und schreibe 42 Listenplätze auf und schaffte noch den erneuten Einzug in den Kreistag. Bei seiner Aufholjagd aus dem Niemandsland sammelte er 26.234 Stimmen - und das ist bei ihm fast schon der Normalfall!

Auch bei der Stadtratswahl in Trostberg startete er von ganz hinten und wurde erneut in das Stadtparlament gewählt. Und bei der Landtagswahl 2013 gelang ihm ein ähnliches Kunststück: Vom eigentlich aussichtslosen Platz 23 auf der Oberbayern-Liste der CSU, schaffte er es als Zweitstimmenkandidat noch auf Platz 9 und ist nun erster Nachrücker. Nur 238 Stimmen fehlten zum direkten Einzug ins Maximilianeum!

Wie macht der 48-Jährige das?

Auf Nachfrage von chiemgau24 erklärt sich Fröschl das mit seinem Beruf als Landwirt: "Viele wählen berufsspezifisch", so der CSU-Politiker. Doch es können ja nicht nur andere Landwirte sein, die ihm ihre Stimmen schenken? Woher kommt seine Bekanntheit?

Er sei Mitglied bei den Schützen und bei der Feuerwehr. Außerdem ist Fröschl, der seit 1996 im Kreistag sitzt, Vorstand des Landschaftspflegeverbands im Landkreis.

Es hängt nicht vom Listenplatz allein ab

So wollte er  "einfach mal ausprobieren und beweisen, dass es nicht unbedingt immer vom Listenplatz abhängt". Das ist ihm gelungen!

Über seine weiteren politischen Ambitionen redet Fröschl ungern. "Ich will nicht spekulieren und politische Karrieren kann man nicht planen", meint der Trostberger. 

Auf jeden Fall machen Fröschls Aufholjagden allen Lokalpolitikern Hoffnung: Auch von ganz hinten ist noch einiges möglich - die Wähler allein entscheiden!

mg/ch24

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