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Nach Fund von drei toten Familienmitgliedern bei Trostberg

Mysteriöse Tragödie um Familie M. - Rätselraten in Lindach: „Man hat sie kaum gesehen“

Kriminalpolizei und Spurensicherung waren auch am Donnerstagvormittag (16. Dezember) noch am Ermitteln im Haus der Familie M. in Lindach bei Trostberg.
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Kriminalpolizei und Spurensicherung waren auch am Donnerstagvormittag (16. Dezember) noch am Ermitteln im Haus der Familie M. in Lindach bei Trostberg. Drei Tote wurden dort zwei Tage zuvor gefunden.

Drei Mitglieder der Familie M. wurden in Lindach bei Trostberg tot in ihrem Einfamilienhaus gefunden - aber was steckt dahinter? Wir haben mit Anwohnern, Polizei, dem Bürgermeister und der Staatsanwaltschaft gesprochen.

Trostberg - Ein alleinstehendes Einfamilienhaus mit verwildertem Gemüsegartl und Vogelhaus, am Rande des kleinen Weilers Lindach - was hat sich hier vor einigen Tagen abgespielt? Egal mit wem man spricht, es herrschen Mutmaßungen und Spekulationen vor. Fest steht, dass drei Angehörige der Familie M. am Dienstag (14. Dezember) in ihrem Haus tot aufgefunden wurden: Das Ehepaar, beide über 80 Jahre alt, sowie ein 50-jähriger Sohn. Ein weiterer Sohn wurde lebend von Helfern im Einfamilienhaus angetroffen. Eine Tragödie, ganz gewiss - aber was steckt dahinter?

Fund dreier Toter in Lindach bei Trostberg

Die Familie scheint mit den Menschen in Lindach, ein Dorf mit knapp 400 Einwohnern, zuletzt kaum in Kontakt gestanden zu sein. „Man hat sie kaum noch gesehen“, berichtet eine Anwohnerin gegenüber chiemgau24.de. Die 86-Jährige sei gesundheitlich recht angeschlagen gewesen, ihr Mann habe früher bei der Stadt Trostberg gearbeitet. „Wir haben nur wenige Worte gewechselt, wenn ich sie mal getroffen hab‘“, heißt es von einem älteren Mann. „Was da jetzt bekanntgeworden ist, ist wirklich todtraurig.“ Der jüngste Sohn sei stark pflegebedürftig gewesen. Wie lange er mit den drei toten Familienangehörigen lebte, weiß man noch nicht.

„Was da jetzt bekanntgeworden ist, ist wirklich todtraurig“, so ein Anwohner.

Menschen trifft man wenige auf der Straße in Lindach, drei Kilometer südlich von Trostberg. Vereinzelt wird der Friedhof der Kirche „Sankt Peter und Paul“ besucht, Gräber werden gepflegt, zur Familie weiß fast niemand etwas. „Im Moment können wir nichts ausschließen“, heißt es auch vom Traunsteiner Oberstaatsanwalt Björn Pfeifer. Bei den Lindachern ist von Rauch die Rede, einer möglichen Kohlenmonoxid-Vergiftung. Die Leichen werden derzeit von der Rechtsmedizin in München untersucht. Auch beim Lokalaugenschein am Donnerstag waren Spurensicherung und Kripo wieder an Ort und Stelle.

Trostbergs Bürgermeister: „Es ist alles etwas undurchsichtig“

„Es ist alles etwas undurchsichtig“, findet auch Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid (CSU) im Gespräch mit chiemgau24.de. Bei der Bevölkerung herrsche Betroffenheit. „Egal was man äußern würde, es wären bei aller Tragik nur Mutmaßungen.“ Laut Staatsanwaltschaft und Polizei gibt es momentan zumindest keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen, oder dass Dritte für den Tod verantwortlich gewesen sein könnten. Bekannt wurde alles erst dadurch, weil der 50-jährige Sohn nicht in der Arbeit auftauchte und Kollegen beim Anwesen der Familie am Dienstagmittag in Lindach bei Trostberg vorbeischauten.

Knapp 400 Einwohner wohnen in Lindach, etwa drei Kilometer südlich von Trostberg.

Das Rätsel um den tragischen Tod der drei Mitglieder der Familie M. bleibt wohl noch für einige Zeit ungeklärt. Am Mittwoch wurden die Leichname obduziert. Bis dann die endgültigen Todesursachen feststehen, könnten laut Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, womöglich noch Wochen vergehen. Zuerst berichtete das Trostberger Tagblatt über den Fall.

Lindach bei Trostberg.

xe

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