Trostberger Stadträtin hat "Schnauze voll"

Zufahrt einfach selber gegraben: "Ich finde das kriminell"

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Trostberg - Darf man sich auf seinem Privatgrund alles erlauben? Diese Frage wird jetzt die Behörden beschäftigen: Eine selbst gegrabene Zufahrt könnte dem Hang gefährlich werden. 

Es sieht schon etwas rudimentär aus: Von einem Parkplatz in Schedling abzweigend hat sich ein Anwohner einfach selbst eine neue Zufahrt zu seinem Haus gegraben. Dazu musste auch einiges vom Hang entlang der Bebauung abgetragen werden, jetzt zieht sich eine tiefe Schneise hin zu den Häusern. "Ich finde das kriminell", betonte Luise Bernauer in der Stadtratssitzung am Mittwoch wiederholt. 

Bei Starkregen könnte der Hang abrutschen, "so wie das gebaut wurde kann es nicht tragfähig sein", sprangen ihr auch andere Ratskollegen zur Seite: "Das müsste man sperren!" Der Haken an der Sache ist nur: Die neue "Straße" verläuft auf Privatgrund und die Stadt hat von sich aus keine Berechtigung einzugreifen. 

Trotzdem soll über die Trostberger Stadtverwaltung jetzt das Landratsamt als übergeordnete Behörde eingeschaltet werden: "Nur das Landratsamt könnte das sanktionieren", so Bürgermeister Karl Schleid. Bis dahin kann man im Trostberger Rathaus nur zuschauen und hoffen, dass nichts passiert.

xe

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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