Anträge von Grünen und SPD zur Schulwegsicherheit 

Gefahrlos zu Trostbergs Schule und wieder heim dank neuem Geh- und Radweg? 

Trostberg - Sowohl die SPD als auch die Grünen im Stadtrat forderten die Verwaltung auf, mehr in punkto Schulwegsicherheit zu unternehmen. Könnte ein neuer Geh- und Radweg für weniger gefährliche Situationen sorgen? Die Stadtverwaltung hat dazu eine klare Meinung: 

Nicht zum ersten Mal beschäftigte sich der Stadtrat damit, wie der Schulweg sicherer gestaltet werden könnte. Die Verwaltung prüfte zunächst einen Antrag der Grünen mit dem Ziel, die Schulwegsicherheit im südwestlichen Bereich der weiterführenden Schulen zu verbessern. Laut der Stadtratsfratktion könnte ein neuer Geh- und Radweg südlich und östlich um das neue Realschulgelände herum Abhilfe schaffen. Der Weg soll circa 700 Meter lang werden, die Kosten dafür werden auf 150.000 Euro geschätzt. 


Zählung des Verkehrs im Bereich der Jahnstraße 

Im Rahmen dieser Prüfung erfolgte Mitte Juli eine Verkehrszählung im Bereich der Jahnstraße zwischen 7 und 8 Uhr morgens sowie mittags zwischen 12 und 13 Uhr. Das Ergebnis: Gefährliche Situationen für Schulkinder furch Lkw's oder Autos konnten nicht festgestellt werden. Die Geschwindigkeiten waren angemessen, die Fahrzeuge sogar eher zu langsam als zu schnell unterwegs.

Die Schüler fahren häufig mit dem Rad zum Unterricht, ein Teil derzeit von der Schwarzauer Straße her über die Brücke in die Jahnstraße, beziehungsweise auf dem Weg entlang des Kanals bis zur Jahnstraße. Die übrigen Radfahrer kommen von der Möslstadelbrücke über den Feldweg und queren anschließend den Volksfestplatz. 


Verwaltung lehnt Neubau eines Geh- und Radwegs ab

Der parallel zum Geh- und Radweg entlang des Kanals verlaufende Feldweg ist ein Privatweg, der der Bewirtschaftung und dem Unterhalt des Kanals unterliegt und deshalb mit einer Schranke abgegrenzt ist, um öffentlichen Verkehr zu unterbinden. Der Volksfestplatz soll durch eine Abtrennung in einen Bereich für das Parken von Autos und Lkw's neu gegliedert werden. In dem Zuge wird auch die Zufahrtssituation zum Lkw-Parkbereich geordnet.

Die beantragte Wegeführung des vermeintlich "sicheren Radweges" kollidiert aus Sicht der Stadtverwaltung mit der Erschließung der Realschule, wie auch der Binnenerschließung des Hertzhaimer-Gymnasium. Dadurch könnte neues erhebliches Gefahrenpotential für die Verkehrsteilnehmer entstehen.

In Hinblick auf die Sicherheit und Übersicht des Realschulgeländes ist eine weitere Zugangsmöglichkeit auf das Areal – auch als Querung zum Gymnasium und zur Heinrich-Braun-Schule – äußerst nachteilig. Die Grundstückssituation sowie der Erhalt möglicher Fördermittel wird geprüft. Sobald diese Ergebnisse vorliegen, wird der Stadtrat in einer seiner künftigen Sitzungen über den Antrag der Grünen entscheiden

Eure Meinung ist gefragt: 

Ferner liegt eine Anfrage der SPD-Stadtratsfraktion zur Schulwegsicherheit im Bereich des Volksfestplatzes vor. Sie möchte wissen, ob es einen Schulwegeplan bei der Stadt Trostberg gibt und ob die Möglichkeit besteht, einen Geh- und Radweg entlang des Volksfestplatzes anzulegen. Die Verwaltung konnte Ersteres verneinen. Die vorhandenen Straßen und Wege dienen als Verkehrswege zu und von den Schulen und Turnhallen

Der Haupteingang der neuen Realschule ist auf der Nord-/Westseite des neuen Gebäudes geplant. Die Zuwegung erfolgt über den Weg zwischen der Landkreisturnhalle und dem Volksfestplatz, der direkte Zugangsbereich wird neu gestaltet. Über den Fuß- und Radweg entlang des Kanals bis zum Gärtnereigelände kann eine weitgehende Trennung der Schülerströme aus der Richtung Schwarzau zur Jahnstraße erreicht werden. 

Büsche und Sträucher entlang des Wegs wurden vor Kurzem vom Bauhof geschnitten. Es folgen eine Beschilderung "Vorsicht Kinder" sowie Straßenmarkierungen an der Brücke Jahnstraße sowie bei der Landkreisturnhalle. Ein zusätzlicher Geh- und Radweg am Rande des Volksfestplatzes zur Lenkung des Schülerstroms ist nicht vorgesehen.

mb

Rubriklistenbild: © dpa (Ralf Hirschberger) 

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