Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

SPD-Bundestagsabgeordnete in Trostberg

Bärbel Kofler im Dialog mit der AlzChem Group AG

Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler mit dem Betriebsratsvorsitzenden und Führungskräften vor dem Gebäude der AlzChem in Trostberg.
+
v.l.n.r. Karl Held, Betriebsratsvorsitzender, Dr. Bärbel Kofler, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Traunstein, Andreas Niedermaier, Vorstandsvorsitzender der AlzChem Gruppe, sowie Dr. Hans-Jürgen Klasse, zuständig für den Bereich Produktsicherheit und Registrierung bei AlzChem.

Trostberg - Die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler besuchte die Firma AlzChem Group AG in Trostberg.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Das weltweit aktive Spezialchemie-Unternehmen ist mit der heimischen Region eng verbunden. Die umfangreiche Produktpalette des Unternehmens wurde in dem Gespräch vorgestellt. Ebenso war die aktuelle Ausbildungs- und Arbeitsplatzsituation, sowie die jahrelange erfolgreiche Betriebsratsarbeit ein Thema.

AlzChem profitiert als international tätiges Chemieunternehmen mit seiner breit gefächerten Produktpalette auf Basis der Calciumcarbid-Kette in besonderer Weise von den vier sehr unterschiedlichen globalen Megatrends Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, gesundes Altern und Bevölkerungswachstum. „Wir beschäftigen mittlerweile rund 1.630 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an vier Produktionsstandorten in Deutschland und Schweden, sowie in zwei Vertriebsgesellschaften in den USA und China. Auch das Thema Ausbildung ist für uns besonders wichtig, jährlich bilden wir zwischen 45 bis 50 junge Menschen in sieben verschiedenen Ausbildungsberufen aus. In den vergangenen Jahren konnten wir ein stetiges Wachstum verzeichnen und freuen uns, seit vielen Jahren ein sicherer und attraktiver Arbeitgeber in der Region zu sein“, so AlzChem-CEO Andreas Niedermaier.

Auch über die Pläne auf EU-Ebene, die ein Verbot von mineralischem Stickstoffdünger zur Folge haben können, tauschte man sich aus. Dr. Hans-Jürgen Klasse, der für die Produktsicherheit und Registrierung bei AlzChem zuständig ist, stellte dar: „Bei Kalkstickstoff wird weniger Nitrat ins Grundwasser verlagert und zudem weniger klimaschädliches Lachgas aus dem Boden freigesetzt als bei anderen Stickstoffdüngern. Gedüngter Boden mit Kalkstickstoff weist sogar eine erhöhte biologische Aktivität und Bodenqualität auf.“

Gerade der weltweite Obst- und Gemüseanbau ist auf Kalkstickstoff als Düngemittel angewiesen. „Wenn die Landwirte im Fall eines Kalkstickstoff-Verbotes auf andere Dünger ausweichen müssen, ist sicher keine Entlastung der Umwelt zu erwarten. Dies räumt selbst die Europäische Chemikalienagentur in ihrem Abschlussgutachten ein“, so Dr. Hans-Jürgen Klasse.
Das im Raum stehende Kalkstickstoffverbot könnte darüber hinaus Folgen auch weit über die Landwirtschaft hinaus nach sich ziehen. Die Firma AlzChem in Trostberg ist der einzige Betreiber einer vollständigen sog. NCN(Stickstoff-Kohlenstoff-Stickstoff)-Chemie-Produktionskette außerhalb Chinas. Etwa die Hälfte der Kalkstickstoffproduktion wird zu Spezialchemikalien weiterverarbeitet, die u. a. Grundlage für Wirkstoffe in der Arzneimittelproduktion sind. Solche Medikamente werden auch von Diabetikern genutzt. „Durch ein Verbot in Europa würden diese Wirkstoffe und ihre Vorstufen ausschließlich in China produziert. Dies ist im Sinne der Versorgungssicherheit mit lebenswichtigen Arzneimitteln nicht wünschenswert“, merkte Andreas Niedermaier an.

„Als Menschenrechtsbeauftrage der Bundesregierung besorgen mich mangelhafte Arbeits-, Menschenrechts- und Umweltstandards in China sehr. Auch dies muss in die Bewertung auf europäischer Ebene einfließen“, so Abgeordnete Bärbel Kofler. Betriebsratsvorsitzender Karl Held machte sich Sorgen um den Erhalt der Arbeitsplätze, sollte die EU-Kommission dem Vorschlag folgen und den mineralischen Stickstoffdünger in Europa verbieten. Von Firmenseite zeigte man sich überzeugt, dass ein Verbot von Kalkstickstoff zwangsläufig weitere Düngemittelverbote nach sich ziehen werde. Dies würde die europäische Landwirtschaft dauerhaft schwächen und somit die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln in Frage stellen.

Bärbel Kofler bedankte sich abschließend für das informative Gespräch und sagte zu, mit den zuständigen Fachebenen die Problematik zu diskutieren.

Pressemitteilung Wahlkreisbüro MdB Dr. Bärbel Kofler (SPD)

Kommentare