Ob dieser Vorstoß eine Chance hat?

Lieber ein Tunnel unter Trostberg: CSU-Stadtrat will Westumfahrung stoppen

Mit dem Vorentwurf zur Trostberger Westumfahrung (links) steht CSU-Stadtrat Fröschl auf Kriegsfuß.
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Mit dem Vorentwurf zur Trostberger Westumfahrung (links) steht CSU-Stadtrat Fröschl auf Kriegsfuß.

Trostberg - Zu viel Flächenverbrauch und die Belastung für Mensch und Umwelt: CSU-Stadtrat Fröschl überrascht jetzt mit einem Antrag, einen Tunnel statt der geplanten Westumfahrung zu bauen.

„Für den Neubau der Trasse sind schwere Eingriffe in die Landschaft nötig, rund 50 Hektar beste land-und forstwirtschaftliche Nutzfläche werden versiegelt“, begründet Trostbergs CSU-Stadtrat Markus Fröschl seinen überraschenden Vorstoß. Der Antrag wurde in der Stadtratssitzung am Mittwoch, 30. September, vorgestellt und geht nun ans Staatliche Bauamt Traunstein. Es hat die Planungshoheit und soll Fröschls Vorschlag bewerten.


B299neu: Tunnel statt Westumfahrung für Trostberg?

Die Planung für die gut sechs Kilometer lange Westumfahrung Trostbergs müsse gestoppt werden, dafür soll ein Tunnel den Stadtkern entlasten, fordert Fröschl. Auch wenn das Planfeststellungsverfahren für die „B299 neu“ noch nicht eingeleitet wurde, die Trasse ist bereits im Flächennutzungsplan - heißt: die Flächen müssen freigehalten werden. Landwirtschaft, Gewerbe oder Wohnbebauungen könnten also dort nicht mehr entwickelt werden. „Die Stadt ist in ihrer Entwicklung halbseitig gelähmt", heißt es in Fröschls Antrag. Er selbst war am Mittwochabend verhindert und nahm nicht an der Sitzung teil.


Daher müsse der Verkehr auf der B299 künftig "unter Tage" gelegt werden. Mit einem Tunnel könne die Kernstadt vom Verkehr entlastet werden, Mensch und Natur blieben durch den Neubau westlich von Trostberg verschont, Flächen könnten erhalten und anderweitig genutzt werden und außerdem wäre eine Tunnellösung topografisch ideal, weil der Verkehr keine Höhendifferenzen überwinden müsste. Nur Martina Stinn und Franz-Xaver Obermayer stimmten gegen eine Überprüfung der Idee durchs Staatliche Bauamt.

Von einer Diskussion des Vorschlags sah der Stadtrat großteils ab. "Wir müssen erst die Stellungnahme des Staatlichen Bauamts einholen, sonst wird das eine Debatte ins Blaue hinein", so Bürgermeister Karl Schleid.

xe

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