Kommunalwahl 2020: Gegenkandidatin für Bürgermeister Schleid 

Fokus auf Soziales: Daniela Baumanns Visionen für Trostberg

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Daniela Baumann ist die Bürgermeister-Kandidatin der SPD für Trostberg. 
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Trostberg - Einen mutigen Schritt wagt Daniela Baumann: Sie stellt sich bei der Kommunalwahl 2020 gegen den amtierenden Bürgermeister Karl Schleid, der wieder antreten wird für das Amt des Stadtoberhaupts. 

Schon jetzt müssen die politischen Gruppierungen die Weichen für die Kommunalwahlen im Frühjahr 2020 stellen. In Trostberg hatTitelverteidiger Karl Schleidden Hut bereits in den Ring geworfen. Karl Schleid wird zum dritten Mal für die CSU kandidieren. Nun hat er eine Gegenkandidatin bekommen.

Mit der jüngsten Mitgliederversammlung im Juli hat für die SPD der Wahlkampf in der Alzstadt begonnen und der Vorstand stellte seine Kandidatin für das Bürgermeisteramt vor. Die Trostbergerin Daniela Baumann ist die erste weibliche Bürgermeisterkandidatin in der Stadtgeschichte - eine historische Nominierung.

"Die Einbringung in die Kommunalpolitik ist mir wichtig", erklärt die 35-Jährige ihre Beweggründe, sich als Bürgermeister-Kandidatin aufstellen zu lassen. "Nachdem ich die Politik jahrelang schon verfolge in den Medien wollte ich endlich selbst aktiv werden. Daher war ich gern bereit den Vorschlag des Vorstandes anzunehmen und zu kandidieren." 

Breites Spektrum an Themen 

Daniela Baumann ist sozial aktiv, arbeitet als Medizinische Fachangestellte in der Notaufnahme der Kreisklinik Trostberg und engagiert sich seit sechs Jahren bei Verdi - seit 2018 im Bezirksvorstand. Die Gewerkschaftsarbeit liege ihr sehr am Herzen, wie sie im Interview mit chiemgau24.de erzählt. 

Soziales, Jugend, Bildung, Senioren und Familien - für diese Gruppierungen möchte sich Baumann besonders einsetzen. "Die Stadt Trostberg ist mir allgemein wichtig, sie ist mein Wohn- und Arbeitsort. Ich möchte, dass Trostberg einen Schritt vorankommt." 

Welche Ideen für Trostberg ihr genau vorschweben, das will Baumann jetzt noch nicht verraten: "Genaue Ziele werden erst im Wahlkampf thematisiert", betont sie. Den Fokus lege sie aber in jedem Fall auf die Bildung und das Soziales, die Jugend und die Senioren. "Natürlich darf auch die Umwelt oder die Altstadtbelebung nicht außen vor gelassen werden", unterstreicht die 35-Jährige. Das Spektrum an Inhalten, die Baumann angehen möchte, ist also breit gefächert

Überarbeitung des Leitbildes der Stadt

Die Wirtschaft laufe in den Augen der Kandidatin "sehr gut in Trostberg": "Es gibt sehr viel Arbeitsplätze, eine gute Ausstattung der Schulen. Ebenso ist der errichtete 'Sozialraum Trostberg' ein voller Erfolg." 

In punkto Soziales, so erklärt Baumann weiter, wünsche sie sich beispielsweise eine "vorausschauende Planung bei Kindergärten und Kindertagesstätten und Schulräumen, denn die sind leider 'immer auf Kante genäht'".

Auch dem Leitbild der Stadt könne nach Ansicht Baumanns "mehr Bedeutung" beigemessen werden. "Möglicherweise kann man das sogar zusammen mit Bürgern nochmal überarbeiten", wirft die junge Kandidatin einen wagen Blick in die Zukunft. Ihr Wunsch: "Ein transparenter, offener und antiautoritärer Führungsstil meinerseits - gemeinsam mit und für die Bürger Trostbergs." 

Die Aufstellungskonferenz bei der Mitgliederversammlung der SPD findet im Oktober 2019 statt. Anschließend startet Baumann offiziell in den Wahlkampf

mb

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