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Neue Asyl-Unterkunft in Trostberg

  • Patrick Steinke
    VonPatrick Steinke
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Trostberg - In der Sepp-Kiene-Straße entsteht bald eine neue Gemeinschafts-Unterkunft für Asylbewerber. Das bestätigte Bürgermeister Karls Schleid auf Anfrage von chiemgau24.de.

In Zusammenarbeit mit dem Landkreis, der Regierung und der Stadt wird auf den Flächen an der Sepp-Keine-Straße eine neue Gemeinschafts-Unterkunft für Asylbewerber errichtet. "Dort soll Platz geschaffen werden für rund 100 Flüchtlinge", so Bürgermeister Karl Schleid auf Anfrage von chiemgau24.de. Die Verhandlungen mit der Regierung, für den Bau des neuen Gebäudes, seien bereits abgeschlossen.

Die Flächen, auf denen die Unterkunft entstehen soll, sind bereits im Besitz der Stadt und seien eigentlich für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen, erklärte Schleid. "Ich habe aber dem Landrat vor geraumer Zeit schon angeboten, dass hier auch eine Asylbewerber-Unterkunft gebaut werden könnte." Die Regierung und der Landkreis haben dem Projekt nun zugestimmt. Damit wird Trostberg in Zukunft rund 150 Flüchtlinge bei sich aufnehmen können. Schleid: "Damit wären wir sogar über dem verlangten Kontingent."

Wann mit dem Bau begonnen wird, konnte der Bürgermeister noch nicht sagen. "Doch wenn alles gut läuft, dann wird die Unterkunft noch in diesem Jahr fertiggestellt."

Der Kreisausschuss zum Thema "Asylbewerber"

Landrat Siegfried Walch informierte das Gremium gleich zu Beginn der Sitzung über den aktuellen Stand der Dinge in Sachen "Asylbewerber". Demnach seien derzeit 806 Flüchtlinge im Landkreis untergebracht - davon 49 unbegleitete Minderjährige. "Bis zum Ende des Jahres können mit einer Verdoppelung rechnen", so Walch. Durchaus positiv betrachtete der Landrat die Aussage des Regierungspräsident von Oberbayern, Christoph Hillenbrand, beim Landkreistag: "Der Landkreis Traunstein wird nicht für den Winternotfallplan herangezogen." Das sei schonmal beruhigend, erklärte Walch. 

Weiterer Zuschuss für Asyl-Sozialberatung beantragt

Danach ging es um einen weiteren Zuschuss für die Asyl-Sozialberatung des Diakonischen Werkes. Bereits im Haushalt eingeplant sind dafür 40.000 Euro. Das Diakonische Werk stellte nun einen Antrag, für die Bewilligung von weiteren 20.000 Euro, um mehr Mittel für den Sachaufwand zur Verfügung zu haben.

Sepp Hohlweger (Die Grünen) unterstützte die Forderung mit den Worten: "So angespannt ist der Haushalt auch nicht, dass 20.000 Euro nicht mehr investiert werden könnten." Dr. Lothar Seissiger (FW/UW) entgegnete: " Ich wehre mich dagegen, dass der Landkreis immer mehr übernimmt. Irgendwo muss die Grenze gesetzt werden." Dem pflichtete auch Karl Schleid (CSU) bei. "Wir sollten am Ende des Jahres weitersehen, wie sich die Lage entwickelt hat und dann über einen weiteren Zuschuss entscheiden." Auch Landrat Siegfied Walch teilte diese Ansicht: "Wenn sich im Laufe des Jahres etwas ändert, dann werden wir darüber nochmal sprechen."

Mit großer Mehrheit beschloss das Gremium anschließend, den Antrag des Diakonischen Werkes abzulehnen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Symbolbild

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