Rund 170 Wohnungen am Zagler Berg in Trostberg geplant

Formaler Fehler aus 1965 erfordert neuen Bebauungsplan  

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Trostberg - Unterhalb des Zagler Bergs, zwischen Pienzenauer-, Jäger- und Pallinger Straße plant die Stadt ein großes Wohnbauprojekt. Der Bauauschuss leitete nun erste Schritte für die Bauleitplanung ein. 

Es war gleich der zweite Punkt auf der Tagesordnung der Sitzung des Bauausschusses am Mittwochabend. Dabei ging es um ein wichtiges Projekt für die Zukunft Trostbergs: Die Planung und Realisierung von etwa 170 neuen Wohnungen in Form eines Wohnparks - aufgeteilt in fünf Blöcke samt Tiefgarage

Die für den Neubau in Frage kommende Fläche wurde bisher landwirtschaftlich genutzt. Statt einer Änderung des bestehenden Bebauungsplans für das Gebiet stand nun aber die Aufstellung eines völlig neuen Beschlusses auf der Tagesordnung der Mitglieder des Ausschusses. 

Bürgermeister Karl Schleid klärt auf: "Wir befassten uns in der Sitzung am 5. Dezember nicht zum ersten Mal mit dem Projekt. Doch aufgrund eines formalen Fehlers aus dem Jahr 1965 kam ans Licht, dass der bisher bestehende Bebauungsplan unwirksam ist. Also mussten wir wieder bei Null anfangen und dasVerfahren der Bauleitplanung von vorne aufrollen." Der Ausschuss habe daher die Entscheidung, den Bebauungsplan komplett neu aufzustellen, als sinnvoller erachtet, da sich in den letzten 50 Jahren auch sehr viele Änderungen ergeben hätten.

Den förmlichen Fehler in der ursprünglichen Planung habe ein Rechtsanwalt, den Anwohner des Zagler Bergs beauftragt hatten, gefunden. Belange von Anrainern seien indes bereits in die weiteren Planungen aufgenommen worden, wie Schleid erläutert. 

Das große Wohnbauprojekt wird die Stadt bis zum Baubeginn wohl noch länger beschäftigen. Jetzt könne das Projekt aber fürs Erste mit einem sogenannten vorhabensbezogenen Erschließungsplan und der baldigen Auslegung weitergehen. 

mb

Rubriklistenbild: © dpa

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