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Diese zwei Trostbergerinnen stecken hinter der Idee

Ape zur Mini Bar umgebaut: „Wenn wir etwas machen, dann gescheit!“

Minibar by Guggi und Manu Trostberg
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Manu (rechts) und Guggi sind das Gesicht der zur Minibar umgebauten Piaggio Ape, die seit Ende Juni in Trostberg unterwegs ist.
  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
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Schneeweiß und flink auf drei Rädern: Seit Juni ist dieses kleine Gefährt regelmäßig in Trostberg zu entdecken. Die 16 Jahre alte Piaggio Ape, die zwei Freundinnen zur Minibar umfunktioniert haben, ist ein Blickfang in der Stadt. Was genau dahinter steckt und wie sie überhaupt auf die Idee gekommen sind, haben uns Manu und Guggi persönlich erzählt.

Trostberg - Guggi und Manu sind seit 40 Jahren Freundinnen. Die Corona-Pandemie ließ sie eines Tages dazu hinreißen, eine schon lang im Hinterkopf schwelende Idee in die Tat umzusetzen. „An einem Lockdown-Abend vor Weihnachten 2020 entschlossen wir, unsere Mini-Bar im kommenden Jahr zu verwirklichen“, erzählt Manu im Gespräch mit chiemgau24.de und ihre Augen leuchten. Die Idee reifte heran, es folgte ein Konzept - doch was fehlte, war ein passendes Gefährt.

„Wir hatten schon immer das Bild einer Ape im Kopf“, erzählt die Trostbergerin weiter. Über Monate ging die Suche, bis die beiden auf Ebay fündig wurden. „Als wir die weiße Piaggio Ape TM entdeckten, schlugen wir sofort zu“, ergänzt Guggi. Mithilfe ihrer Männer gelang der Umbau des italienischen Kleintransporters auf drei Rädern zu einer Mini-Bar.

Jeder Zentimeter der Ape wird genutzt

Baujahr 2005 und 11 PS - mit circa 45 km/h düst Manu am Steuer durch Trostberg. „Schneller trauen wir uns vollbepackt gar nicht fahren“, räumt sie lachend ein. Denn wenn die beiden zu ihrem Standort an der Jahnstraße am Outdoor-Fitnesspark aufbrechen, muss die Ape gescheit schwer tragen: Allein zwei Kühlschränke à 90 Kilo, Biertragerl, die mobile Theke und diverse Dekorationssachen. Da wird jeder Zentimeter genutzt und millimetergenau eingeräumt. Liegestühle und Stehtische haben allerdings trotzdem nicht mehr Platz - diese bringt Guggi separat mit dem Auto.

Um Trostberg zu beleben: Ape bleibt vorerst in der Stadt

Von Mai bis Oktober sind die beiden jeden Freitag ab 17 Uhr am Mehrgenerationenplatz zu finden. Außer bei schlechtem Wetter, dann fällt der Mini-Bar-Abend aus. Informationen dazu und Einblicke in die umgebaute Ape posten die beiden regelmäßig auf Instagram und Facebook. Auch wetterbedingte Änderungen geben die beiden kurzfristig über Social Media bekannt.

Dass sie ihre außergewöhnliche Bar in Trostberg etablieren stand für die zwei schnell fest. „Der Hauptantrieb war, Trostberg zu beleben“, erläutert Guggi. „Aus allen Ecken und Enden heißt es immer in der Stadt dodelt‘s so - wenn keiner etwas dagegen tut, wird das nie besser. Drum haben wir die Initiative mit der Ape ergriffen. Wir sind beide sehr unternehmensfroh und gehen gerne furt - was passt da besser als eine mobile Mini-Bar?“ Der Anspruch der zwei Trostbergerinnen? „Wenn wir etwas machen, dann gescheit!“

Liebe zum Detail: „Möchten den Gästen etwas Besonderes bieten“

Die Resonanz blieb nicht lange aus: Am ersten Abend Ende Juni diesen Jahres waren zwar überwiegend Familie, Freunde und Bekannte da, doch der Auftakt sei „überwältigend“ gewesen. „Die Leute zeigen sich begeistert und freuen sich, dass sich gerade in Zeiten der Pandemie etwas rührt.“

Die beiden Freundinnen stecken viel Herzblut in das Projekt, legen Wert auf Regionalität und Qualität. Die Weinschorlen stammen von „Winzz“ aus Albaching, Spritz und Hugo von „Stettner“ aus Kolbermoor, das Weißbier von der Brauerei „Schwendl“ aus Tacherting, das Helle von „Nutville Rock‘n‘Brew“ und das Pils von der „Klosterbraurei Baumburg“ in Altenmarkt - um nur einen Teil des Sortiments zu nennen.

Pappbecher und Plastikstrohhalme sucht man hier vergeblich: Es gibt nur reinen Flaschenverkauf. Jedes Getränk ist mit einem kleinen „Nusspackerl“ behängt. „Das befüllen wir persönlich und gibt‘s als kleine Zugabe beim Kauf gratis dazu“, betont Guggi und fügt grinsend hinzu: „Zwar viel Arbeit, aber auch eine nette Zeitbeschäftigung abends vor dem Fernseher. Wir möchten den Gästen im Rahmen unserer Möglichkeiten etwas Besonderes bieten - mit Liebe zum Detail.“

Mit Liebe zum Detail: Jedes Getränk, wie hier der Longdrink Munich Mule, das in der Minibar von Guggi und Manu gekauft wird, ist mit einem kleinen mit Nüssen gefüllten Säckchen garniert.

Hauptberuflich nichts mit Gastro und Barkeeping am Hut

Auch wenn die Hauptmotivation der Spaß an der Sache ist, die Mini-Bar ist und bleibt für die zwei Freundinnen ein Hobby, dem sie nebenberuflich einmal in der Woche nachgehen. „Irgendwo zwischen Job und Ape muss schließlich auch noch Platz für die Familie sein“, unterstreicht Guggi und Manu nickt zustimmend.

Beruflich findet man die beiden in ganz anderen Sparten: Guggi arbeitet als Bankkauffrau, Manu ist kaufmännische Assistentin beim Chemiewerk BASF. Und jeden Freitagabend - wenn Petrus ihnen wohlgesonnen ist - sind die zwei Trostbergerinnen das Gesicht der „Mini Bar by Guggi und Manu“.

mb

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