Freikirche Trostberg wird Kirche 365

Kirche in modernem Outfit - aber die Botschaft ändert sich nicht

Pastorin Irmi Tomaschek
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Pastorin Irmi Tomaschek

Trostberg - Pastorin Irmi Tomaschek wird in nächster Zeit wieder mehr Fragezeichen in den Augen der Menschen sehen. Erstmal. In den 19 Jahren, in denen es „ihre“ Kirche nun schon in Trostberg gibt, haben sie und ihr Team viel getan, um diese Fragezeichen auszuräumen. Inzwischen kennt man die Christliche Freikirche in Trostberg als lebensnahe und moderne Kirche. 

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Seit Montag, dem 22. Februar, wurde diese aber zur „Kirche 365“. „Es gibt einen neuen Namen und ein neues Logo, aber an der Botschaft ändert sich nichts“, stellt die Pastorin klar.

Schlagworte wie „#immerfürdich“, „Freiheit erleben“, „Einen Unterschied machen“ stehen in weißer Schrift auf den dunkeln Tafeln, die die Wände des großen Raumes schmücken. Der Holzboden ist hell, das Licht dezent, die hellgrauen und weißen Stühle, die coronakonform im Raum verteilt sind, gemütlich. In einem Nebenraum gibt es eine separate Mitarbeiter-Lounge, ein Spielzimmer für Kleinkinder und gleich hinter dem Eingang eine Kaffeebar. Am hinteren Ende des Raumes ist eine Bühne, darauf ein Schlagzeug. Wäre da nicht das schlichte Holzkreuz in deren Zentrum, man könnte den großen Saal an der Bahnhofstraße 9-11 für eine Art Clubraum halten.

„Wir sind eine Kirche für jedermann“, erklärt Pastorin Irmi Tomaschek. Die 53-Jährige und ihr Mann Robert haben die Kirche vor 19 Jahren offiziell gegründet. Beide hatten in Österreich Theologie studiert. Eine Freikirch, wie sie sie dort erlebt hatten, wollten sie auch in in der heimischen Region. Aktuell lebt das Ehepaar, das zwei erwachsene Söhne hat, in Heiligkreuz. Robert Tomaschek ist Hauptpastor und Netzwerkleiter der Kirche, die neben den etablierten Standorten Trostberg und Mühldorf nun auch in Erding, Altötting, München und Eggenfelden im Aufbau ist.

Unter dem Namen „Christliche Glaubensgemeinde“ starteten die Tomascheks und einige Mitstreiter damals. Vor rund acht Jahren kam dann die Umbenennung in „Christliche Freikirche“ und jetzt, nach einem erfolgreichen Entwicklungsprozess, beginnt ein weiteres Kapitel der „Kirchengeschichte“ mit dem neuen Namen: „Kirche 365.“

„Wir passen uns der Zeit an, und wir wollen für alle Generationen relevant sein“, erklärt die Pastorin. Lange wurde intern nach einem Namen gesucht, mit Möglichkeiten gespielt, ehe plötzlich „Kirche 365“ im Raum stand, als sei der Name vom Himmel gefallen. Die zentrale Aussage ist „Immer für Dich“, denn Gott sei immer für den Menschen, an 365 Tagen im Jahr. „Das ist die Essenz des Ganzen, gerade in der heutigen, turbulenten Zeit“, so Tomaschek.

Das regionale Netzwerk ist zwar eigenständig, aber eingebunden in den Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP), einem Kirchenbund mit mehr als 850 Kirchengemeinden vor Ort. Die evangelisch- pfingstliche Freikirche in Deutschland ist Teil der weltweiten Pfingstbewegung, der größten protestantischen Kirche mit globaler Einbindung. Finanziert wird die Kirche rein auf freiwilliger Spendenbasis.

Um Unsicherheit und Vorurteile abzubauen, setzen sie und ihr Team auf persönlichen Kontakt und Gespräche. Das hat geholfen, die Vorbehalte wurden weniger. Auch, weil sich die Freikirche aktiv vor Ort einbringt. Seit 13 Jahren wird zusammen mit den anderen Kirchen der „Weltgebetstag der Frauen“ gestaltet. „Seit einigen Jahren unterstützen wir regelmäßig die Trostberger Tafel, seit November stellen wir Lagerräume im Keller der Tiertafel zur Verfügung, den Arbeitskreis Nächstenhilfe unterstützen wir, und wir beten regelmäßig für unseren Bürgermeister und den Stadtrat“, zählt die Pastorin auf.

Gerne gibt sie auch Einblick, inwiefern die Gottesdienste etwas anders ablaufen. In Trostberg beginnen sie sonntags um 10 Uhr. Schon vorher kommen die Gläubigen – 70 bis 80 sind es im Schnitt immer – zum Gespräch an der Kaffeebar zusammen. Nur nicht in Zeiten der Pandemie. „Dann beginnen wir mit einem Lobpreis bei moderner Musik“, so Tomaschek. „Eine Orgel haben wir nicht, aber dafür Schlagzeug, Keyboard und E-Gitarre.“ Nach aktuellen Infos folgt eine rund 35-minütige Predigt, die „immer alltagsrelevant und umsetzbar sein soll, oft auch mit praktischen Beispielen“. Das Ende bildet ein Abschlussgebet. Für Gläubige, die kein Deutsch können, wird der Gottesdienst zudem in Englisch übersetzt.

Parallel dazu gibt es Kindergottesdienste für die ganz Kleinen und die etwas Größeren. Jeden Donnerstag findet ebenso ein Jugendtreff statt, und für die Freizeitgestaltung mit Gleichgesinnten gibt es sogenannte „Connect Groups“ – nicht nur kirchlichen Inhalts, sondern auch für Interessen wie Musikmachen, Zumba, Walking, Kochen, und Schach.

„Kirche 365 ist also für jeden, der neugierig ist und verstehen will. Für jeden, der neue Energie tanken möchte und Gemeinschaft erleben will. Für jeden, der Antworten sucht und finden möchte. Für Alle. Für Dich. Herzlich willkommen.“

Mehr Infos unter www.kirche-365.de

Pressemeldung der Kirche 365

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