Doch kein Haftaufschub

Wegen Trennung: Trostberger muss doch früher in Knast

Trostberg - Aus einem ungewöhnlichen Grund musste ein Trostberger seine Haftstrafe früher als erwartet antreten.

Vergangenen Freitag kam es für einen 32-jährigen Trostberger in doppelter Hinsicht überraschend. Der polizeilich einschlägig bekannte Mann hatte wegen eines Körperverletzungsdeliktes von der Staatsanwaltschaft Traunstein eine unabwendbare Freiheitsstrafe von acht Monaten auferlegt bekommen. 

Weil seine ehemalige Partnerin schwanger war, hatte er von der Staatsanwaltschaft sogar Haftaufschub gewährt bekommen, womit er erst im Oktober 2017 ins Gefängnis gehen hätte müssen. Da der Polizei jedoch bekannt wurde, dass sich die junge Dame kürzlich von ihm getrennte hatte, setzte auch die Staatsanwaltschaft den Haftaufschubgrund aus und erließ Haftbefehl gegen den Trostberger. 

Mit druckfrischem Haftbefehl standen am frühen Montagnachmittag die Beamten der Zivilen Einsatzgruppe Traunstein bei ihm auf der Matte. Er zeigte sich verdutzt, weil er angeblich von der Trennung noch gar nichts gewusst hätte, von der er in seinem Haftbefehl laß - jedoch wirklich verwundert schien er auch nicht zu sein. 

Da er das Gefängnis bereits aus mehrjährigen Aufenthalten in seiner Vergangenheit gewöhnt ist, nahm er die Verhaftung gelassen und ließ sich problemlos von den Polizisten abführen. Nun verbüßt er seine Strafe in der JVA.

Pressemitteilung Operative Ergänzungsdienste Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Trostberg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser