Neues Konzept und neue Händler

Wird der umstrittene Wochenmarkt so wiederbelebt?

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Derzeit gibt der Wochenmarkt mit nur zwei Händlern ein eher trauriges Bild ab. Die Aufnahme stammt aus dem Dezember 2016.
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Trostberg - Bislang ist kaum was los am Wochenmarkt: Nur zwei Händler kommen jeden Samstag. Nun wird der Markt auf einen anderen Tag verlegt und auch neue Fieranten konnten gewonnen werden. 

Über dem Wochenmarkt hing bereits das Damoklesschwert: Weil nur noch zwei Händler jeden Samstag nach Trostberg kommen wurden im Stadtrat im Dezember bereits Stimmen laut, den Markt ganz zu "begraben". Doch ein letzter Versuch, dem Wochenmarkt wieder neues Leben einzuhauchen, scheint nun wohl zu fruchten. 

Verlegung auf Mittwoch mit insgesamt fünf Fieranten

Ab dem 29. März wird der Markt immer mittwochs stattfinden - dafür sprach sich die Mehrheit der Händler aus, die von der "Deutschen Marktgilde" befragt wurden. Auch drei neue Fieranten konnten gefunden werden, damit werden es künftig mindestens die folgenden Fünf:

  • Obst und Gemüse Martin (bisher schon vertreten),
  • Fleisch und Wurst Jetzlsperger (bisher schon vertreten),
  • Käse Gallas,
  • Brot und Backwaren Fischhold,
  • Geflügel Stadler

"Außerdem gibt es noch zwei weitere Interessenten, die sich noch nicht entschieden haben und deshalb noch nicht fest einkalkuliert werden können", so Bürgermeister Schleid in der Stadtratssitzung am Mittwoch: Ein Händler mit Feinkost und einer mit Räucherfisch. "Wenn aber auch dieser neue Anlauf nicht funktioniert, dann war's das für den Markt. Dann haben wir alles probiert", so Schleid.

Standort am Vormarkt bleibt

Die Öffnungszeiten werden sich je nach den Besucherströmen einpendeln: Beginn zwischen 9 und 10 Uhr, Ende zwischen 14 und 15 Uhr. Der Standort bleibt schon wie zuvor auf dem Vormarkt. Der Stadtrat stimmte den Änderungen einstimmig zu, auch wenn Franz-Xaver Obermayer erneut meinte, dass der Standortwechsel von der Tiefgarage zum Vormarkt "ein Fehler" gewesen sei: "Der Markt ist gestorben, auch wenn er auf Mittwoch verlegt wird."

Stadtrat Hans-Michael Weisky regt aber an noch mehr Werbung für den Wochenmarkt zu machen - und hatte auch gleich einen nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag: "Zum Beispiel könnte doch der Bürgermeister bei der Neueröffnung dort kochen."

Wie es mit dem Trostberger Wochenmarkt weitergehen soll war auch bei unseren Lesern umstritten. An einer Umfrage im Dezember beteiligten sich knapp 900 User. Jeder Zweite sprach sich dafür aus, den Markt ganz abzuschaffen. Von jenen, die weiter am Wochenmarkt festhalten wollten, war die Mehrheit aber dafür, den Markt auf einen anderen Tag zu verlegen.

xe

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