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Wegen Rodungen im Herbst

Nistplätze für Haselmäuse in Trostberg: 50 Kobel im Auwald angebracht

Haselmaus
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In den fensterlosen Häuschen leben die Haselmäuse allein oder mit ihrem Nachwuchs.

Neue Nistplätze für Haselmäuse hat das Wasserwirtschaftsamt Traunstein am nördlichen Stadtrand von Trostberg geschaffen. Im Stadtteil Pechlerau, im Auwald an der Alz, haben Mitarbeiter der Flussmeisterstelle Salzach 50 Haselmauskobel aufgehängt.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Trostberg – Sie dienen als Ersatz für Nistplätze, die im Wald verloren gehen werden, wenn im Herbst die Arbeiten für den Hochwasserschutz beginnen. Ein Teil des Auwaldes, vor allem entlang der Uferböschung, wird dann gerodet. Die schwarzen Kästen aus Holzbeton hängen in einer Höhe von einem bis zu drei Metern an den Bäumen. Zwischen Stamm und Kobel verbleibt dabei ein kleiner Abstand, denn die Haselmäuse klettern über den Stamm hinauf und durch ein Loch auf der Rückseite in den Nistkasten hinein.

In den fensterlosen Häuschen leben die Haselmäuse allein oder mit ihrem Nachwuchs. Die Haselmaus ist überwiegend nachtaktiv. Sie ist keine „Maus“, sondern gilt als kleinster europäischer Vertreter der Bilche. Bilche sind kleine bis mittelgroße Nagetiere. Haselmäuse bauen eigentlich kugelförmige Nester am Boden oder in Sträuchern, nehmen jedoch auch künstlich geschaffene Plätze gut an. Als Futterpflanzen dienen ihnen zum Beispiel Schlehen, Haseln und Brombeeren. Sie ernähren sich von Pollen, Nektar, fettreichen Samen und Früchten.

Schutzraum für Haselmäuse bieten die Kobel, die das Wasserwirtschaftsamt Traunstein an 50 Bäumen im Trostberger Stadtteil Pechlerau angebracht hat.

Jährliche Reinigung und Wartung

Das Vorkommen der Haselmaus ist mittels Kartierung für die Pechlerau festgestellt: In acht Röhren, sogenannten Nest-Tubes, die man zur Kartierung verwendet, wurde die Art anhand ihrer Grasnester nachgewiesen, teilt das Wasserwirtschaftsamt Traunstein mit. Derzeit geht man von einem guten Erhaltungszustand der Art aus. Die Kobel werden von nun an jährlich gereinigt und gewartet. Ein Monitoring wertet in den kommenden zehn Jahren regelmäßig aus, wie gut die Haselmäuse die Ersatz-Nistplätze annehmen. 

Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein bittet Spaziergänger, die Kobel hängen zu lassen und nicht zu beschädigen. Über die Sommermonate werden die Mitarbeiter der Flussmeisterstelle Salzach zudem Kästen für Fledermäuse anbringen.

Pressemitteilung des Wasserwirtschaftsamts Traunstein

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