Abbruch oder Sanierung?

Das passiert mit den alten Häusern an der "giftigen" B299

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Trostberg - Sie ist jahrhundertealt und macht einen trostlosen Eindruck: die Häuserzeile an der B299. Jetzt liegen konkrete Alternativen vor, wie es mit dem Ensemble weitergehen könnte. *Mit Voting*

Die Tage des "Eis-Café Monza" sind längst gezählt, die Zeit scheint aber wie stehengeblieben zu sein: An der vielbefahrenen B299 (Traunsteiner Straße, Hausnummern 4 bis 10) sind die Fassaden der vier alten Häuser inzwischen schon gräulich vom Feinstaub. Die Häuser wurden von der Stadt vor Jahren gekauft, jetzt gibt es endlich konkrete Überlegungen, wie es dort weitergehen könnte.

Planungen für sieben Wohnungen vorgestellt

Geht es nach der Mehrheit des Stadtrates sollen die Häuser saniert werden - aber auch ein Komplett-Abbruch ist nicht ausgeschlossen. Architekt Ulrich Hatz stellte in der Stadtratssitzung am Mittwoch die Sanierungspläne vor. Die Häuser sollen so saniert und zum Teil zusammengeschlossen werden, dass dort insgesamt sieben Wohnungen entstehen. Teile der Rückseiten von Hausnummer 4 und 10 (MS-Elektrotechnik und Eis-Café Monza) sollen abgerissen werden.

"Mehr kann man eigentlich nicht machen, als zu schauen, dort eine vernünftige Wohnnutzung hineinzubringen", so Bürgermeister Karl Schleid. Nun sollen zuerst die Kosten ermittelt werden und die Pläne mit dem Denkmalschutz und der Regierung von Oberbayern abgeklärt werden. Dann wird erneut der Stadtrat entscheiden. Die Häuser stammen aus dem 16. Jahrhundert.

"Das ist ein giftiger Platz"

Nur Stadtrat Franz-Xaver Obermayer war klar gegen die Sanierungspläne: "Die Gebäude haben keinen Wert, weder für den Denkmalschutz, noch für eine Wohnnutzung". Er schlug vor die Häuser einfach abzureißen um die Luftzirkulation dort zu verbessern. Dann wäre es offen, wie der Platz genutzt wird - auch Parkplätze könnten dort doch Thema sein.

"Dort herrscht eine miese Lebensqualität wegen der Luftbelastung. Das ist ein giftiger Platz", meinte auch Peter Kirchgeorg. Der von Obermayer vorgeschlagene Abriss ist auch noch nicht ganz vom Tisch: Sollten sich die Sanierungs- und Wohnpläne für die Stadt als langfristig unrentabel herausstellen, könnte die Regierung von Oberbayern auch einem Abriss zustimmen - auch wenn dies dem Denkmalschutz dann widerspräche: Sind die Häuser einmal weggerissen, sind sie für immer verloren, so die Argumentation.

xe

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