Trauer bei Trostberger Grünen und im Stadtrat 

Peter Kirchgeorg plötzlich verstorben - "Er wird in unseren Herzen bleiben" 

Peter Kirchgeorg, Grünen-Politiker und Stadtrat von Trostberg verstarb unerwartet im Alter von 77 Jahren mitten im Wahlkampf am 9. März 2020. 
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Peter Kirchgeorg, Grünen-Politiker und Stadtrat von Trostberg verstarb unerwartet im Alter von 77 Jahren mitten im Wahlkampf am 9. März 2020. 

Trostberg - Mitten im Endspurt überschattete eine traurige Nachricht den Kommunalwahlkampf in Trostberg: Der langjährige Stadtrat der Grünen, Peter Kirchgeorg, verstarb überraschend mit 77 Jahren. 

Der plötzliche Tod von Peter Kirchgeorg sorgte auch für Fassungslosigkeit beim Trostberger Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen. "Am Wahlsonntag haben wir im kleinen Kreis etwas gefeiert und zusammengesessen, dabei auch ein Foto von Peter Kirchgeorg aufgestellt und an ihn gedacht", teilt Nina Boxhammer, die Sprecherin des Ortsverbandes Trostberg der Grünen, gegenüber chiemgau24.de mit. "Er wird immer in unseren Herzen bleiben." 


"Dass er gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe war haben wir gewusst", äußert sich Bürgermeister Karl Schleid auch im Namen der Stadtratskollegen, die von der Nachricht alle überrascht wurden. "Aber dass es so schlimm war, das war uns nicht bewusst." Die Ursache für den Tod sei wohl die Folge einer Operation gewesen, erklärt die Ortsverband-Sprecherin weiter. Er sei am 9. März 2020 "völlig unerwartet" im Krankenhaus verstorben.

Kirchgeorg war und bleibe für Boxhammer, die sich bei der Kommunalwahl 2020 als Bürgermeisterkanidatin der Grünen aufstellen ließ, ein Vorbild: "Er war bis zum Schluss an jeder Sache mit Herzblut dabei, hat sich nie entmutigen lassen und seinen Biss behalten. Mit viel Humor trotzte er jedem Gegenwind und kämpfte für seine Ziele rund um Natur-, Arten- und Klimaschutz." 


Nachrückerin für Kirchgeorg steht fest

Der engagierte Naturschützer vertrat bereits zwölf Jahre lang im Stadtrat die Interessen der Grünen, wollte auf der Kommunalwahl-Liste der Umweltpartei erneut einziehen und hatte sich auf Platz 16 aufstellen lassen. "Die Natur ist unser kostbarstes Gut. Deshalb setze ich mich seit jeher – als Lehrer, beim LBV, als Umweltreferent und als Privatperson – für den Erhalt unserer Umwelt ein", lautete sein Wahlspruch auf der Grünen-Liste.

Er hätte der Stimmzahl nach den Einzug in den Stadtrat wieder geschafft, betont Nina Boxhammer. Nachdem die Stimmen für ihn auf der Grünen Liste aufgeteilt wurden - gemäß der Reihenfolge der 24 Bewerber - stand bald eine Nachrückerin fest: Verena Penn-Helminger war die Kandidatin mit den nächstmeisten Stimmen und sitzt fortan für den verstorbenen Peter Kirchgeorg im Stadtrat Trostberg. 

Ehrenamtlich engagierter Lehrer im Ruhestand 

Peter Kirchgeorg unterrichtete vor seinem Ruhestand Englisch und Französisch am Gymnasium Trostberg. Nachdem seine Frau Edith sich als Oberstudienrätin im Jahr 2010 zurückzog, ging die Ära Kirchgeorg am Trostberger Gymnasium zu Ende. 

Natur und Umwelt lagen dem ehemaligen Lehrer sehr am Herzen. Sätze und Nachfragen in Sitzungen des Stadtrats wo man im Stadtgebiet überall Nistkästen für Vögel anbringen könne oder an welchen Stellen Blühwiesen für Bienen gesät werden könnten, bleiben unvergessen. 

mb

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