Trostberg hat soziales Wohnbauprojekt im Visier 

Zwölf neue Wohnungen in der Pechlerau geplant

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Das bestehende Haus in der Pechlerau wied für den sozialen Wohnungsbau abgerissen.(Archivfoto)

Trostberg - Weil der Bedarf an günstigen Wohnungen wächst, hat die Stadt beschlossen zu reagieren: In der Pechlerau sollen zwölf Wohnungen im Zuge des sozialen Wohnungsbau entstehen.

Bernhard Unterauer vom Bauamt Trostberg bringt es im Gespräch mit chiemgau24.de auf den Punkt: "Der Bedarf an günstigen Wohnungen wird immer größer - die Stadt sieht sich gezwungen über kurz oder lang zu reagieren."


Darum habe man nun in der Oktober-Sitzung des Bauausschusses im Rahmen der baurechtlichen Genehmigung nun ein soziales Wohnbauprojekt auf den Weg gebracht, das die Stadt als Bauherrin und Eigentümerin der Fläche in der Pechlerau selbst durchführt. 

Die insgesamt zwölf Wohnungen, die auf dem Grundstück in der Pechleraustraße 1 enstehen sollen, soll gezielt für Familien ausgerichtet werden, die sich aus finanziellen Gründen auf dem freien Wohnungsmarkt nicht selbstständig versorgen können. 


Geplant seien moderne und attraktive Wohnungen in kleineren Einheiten, überwiegend Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen. Es solle Unterauer zufolge aber auch ein paar Wohnungen mit drei Zimmern geben - für Familien.  

Arbeiten in der Pechlerau ab 2020 

Bürgermeister Karl Schleid sprach im November 2017 gegenüber chiemgau24.de bereits von einem "kleinen Brennpunkt" - weswegen die Ausweisung von sozialem Wohnraum essentiell sei. 

Im Haushalt für die kommenden Jahre habe man deshalb 2017 schon 1,1 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau in der Pechleraustraße 1a zurückgelegt. Auf dem Grund steht derzeit noch ein altes Haus, das von Obdachlosen bewohnt wird - auch Container für Wohnungslose wurden dort errichtet

Dieses Grundstück in der Pechlerau soll ab dem nächsten Jahr für das Projekt der Sozialwohnungen genutzt werden. Mit dem Abbruch des bestehenden Hauses soll 2020 begonnen werden. Notwendig seien Unterauer zufolge auch Kanalverlegungen in dem Bereich. 

Die Maßnahme sei laut dem Bauamtsleiter von Trostberg "grundsätzlich förderfähig". Einen entsprechenden Antrag an die Regierung von Oberbayern müsse die Stadt allerdings noch stellen. Erst dann könne man die genauen Baukosten beziffern. Aus diesem Grund könne man sich auch noch nicht zur Höhe der Mietpreise äußern. 

mb

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