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Von ein bis fünf Uhr nachts

Wieso Trostbergs Straßenlaternen in Sommernächten dunkel bleiben

  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
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Über die Sommernächte hinweg blieben die Lichter an Trostbergs Straßen dieses Jahr aus. Was als Probezeitraum begann, soll nun ausgeweitet werden.

Trostberg - Bis September diesen Jahres wurde die öffentliche Beleuchtung mit Ausnahme der Bereiche von Fußgängerquerungen an den Ortsdurchfahrtsstraßen zwischen ein und fünf Uhr probeweise ausgeschaltet.

Der Hintergedanke: weniger nächtliche Lichtemissionen, die negative Auswirkungen auf Mensch und Natur haben können und in den zurückliegenden Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen haben und ein reduzierter CO2-Ausstoß im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes.

Straßen blieben nachts dunkel: Kritik aus der Bevölkerung

Am Anfang der Entscheidung Ende April sei zunächst ein Aufschrei durch die Bevölkerung gegangen, wie die Stadtverwaltung in der Stadtratssitzung Ende September mitteilte: „Neben Befürchtungen und Missverständnissen über die tatsächlichen Abschaltzeiten bezogen sich die meisten der kritischen Einwendungen auf eine erwartete Verschlechterung der allgemeinen Sicherheit oder zumindest des Sicherheitsempfindens der Bevölkerung.“

Eingeschränkt seien dabei vor allem Personen, die während der Abschaltzeiten regelmäßig beruflich tätig sind - Schichtarbeiter oder der Zeitungsausträger, die plötzlich im Dunklen standen. Deren Kritik sei durchaus nachvollziehbar, hielt auch Bürgermeister Karl Schleid fest.

Nicht mehr Straftaten bei abgeschalteten Lampen

Die Polizei Trostberg indes habe für den betreffenden Zeitraum der Beleuchtungsabschaltung keine Zunahme von Straftaten registriert. „Ob oder inwieweit die Statistiken im vergangenen Jahr generell durch die herrschenden Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf das Nachtleben beeinflusst sind ist dabei nicht berücksichtigt“, heißt es weiter.

Ein direkter Zusammenhang zwischen öffentlicher Beleuchtung und der Häufigkeit von Delikten wie Diebstahl, Einbruch oder gar Gewaltverbrechen sei aber „äußerst unwahrscheinlich“.

Am Ende aber, so betonte Schleid, hätten die positiven Aspekte hinsichtlich Natur- und Artenschutz durch weniger Störeinflüsse des künstlichen Lichts gegenüber der empfundenen Verschlechterung der allgemeinen Sicherheitslage überwogen.

Da die mit der Abschaltung der Beleuchtung einhergehenden Vorzüge überwiegen soll diese auch in den kommenden Jahren während der Sommerzeit von Mai bis September durchgeführt werden. Dafür sprach sich der Stadtrat am Ende einstimmig aus.

mb

Rubriklistenbild: © Manolo Franco/Pixabay

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