Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Umstrittenes Wohngebiet in Trostberg

Neubaugebiet Nunbichl schreitet voran: Stirbt damit die Umgehung B299 neu?

  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
    schließen

Die fortgesetzte Planung des Wohngebiets in Nunbichl führte erneut zu unterschiedlichen Meinungen im Stadtrat. Im Fokus war wieder einmal die Nähe zur geplanten Umfahrung B29 neu.

Trostberg - Erster Bürgermeister Karl Schleid (CSU) und Stadträtin Doris Kroner (SPD) haben aufgrund persönlicher Beteiligung an der Beratung und Beschlussfassung zu diesem Tagesordnungspunkt nicht teilgenommen. Schleid musste sich immer wieder seit Planung des Gebiets mit kritischen Aussagen aus der Bevölkerung auseinandersetzen.

In den Reihen des Stadtrats wurde über Nunbichl in der Vergangenheit ebenfalls heftig diskutiert, auch ob der Nähe zur geplanten Umgehungsstraße. Nun aber könnte endlich etwas vorangehen, oder?

Differenzen mit Umgehungsstraße B299 neu?

Marianne Penn, zweite Bürgermeisterin und Grünen-Stadtratsmitglied, führte durch die zwei Tagesordnungspunkte zu Nunbichl, wie es nun weitergeht mit dem Projekt, nachdem die Stellungnahmen der Träger der öffentlichen Belange eingegangen sind, Fachbehörden beteiligt wurden und das Projekt zur Einsichtnahme ausgelegt war. Im weiteren Verlauf soll das Wohngebiet nach der letzten Diskussion im Rat im Februar diesen Jahres auf den Weg gebracht werden

Allerdings schnellten nach Vorlesung der Beschlussvorlage die Hände der Ratsmitglieder nach oben - allen voran die von Franz Xaver Obermayer (Freie Wähler): Er sieht Differenzen mit der möglichen künftigen Umgehungsstraße B299 neu, die an dem Wohngebiet entlangführen könnte.

„Wenn ich hier zustimme, dann stirbt die Umgehungsstraße von Trostberg und es vergehen wieder etliche Jahrzehnte, bis etwas geschieht. Dabei sollte der Bau der Umgehung meines Erachtens so schnell wie möglich durchgeführt werden.“ Erst wenn eine Umfahrung gebaut sei, könne man Obermayer zufolge über eine angrenzende Wohnbebauung sprechen und über Bürger, die sich entlang der Straße ansiedeln wollen.

„Müssen Grundstücke zur Verfügung stellen, um die Leute in Stadt zu halten“

Ähnlich äußerte sich Hans-Michael Weisky im Namen der SPD-Fraktion: „Auch wir sehen die B299 neu mit Baugebiet gefährdet. Es gab ein Emissionsgutachten und wenn ich mir den Lärmschutzwall von über drei Metern anschaue, dann möchte ich da nicht wohnen. Die Leute, die dort siedeln, werden ihre Vorstellungen haben und müssen damit leben, aber unsere Fraktion steht dem Vorhaben kritisch gegenüber und wird ablehnen.“

Dem widersprach Markus Illguth (CSU): „Wir sind nicht gegen die Umgehung und wollen mit dem Baugebiet nichts verhindern. Es gibt Korridore und wir kennen den Abstand zum Baugebiet. Wir müssen Grundstücke zur Verfügung stellen, um die Leute in Stadt zu halten.“

Umgehung „fest eingeplant“ seitens des Staatlichen Bauamts

Rückenwind bekam er von Fraktionskollege Hannspeter Fenis. „Wir sind im Verfahren so weit fortgeschritten und haben die Dinge zum x-ten Mal durchgekaut, Für und Wider abgewogen und diverse Belange sind berücksichtigt worden. Der Sachverhalt ist sachlich dargestellt, wenn man den liest, kann man nicht dagegen sein. Wer behauptet, dieser Beschluss würde den Tod der Umgehungsstraße bedeuten, verbreitet eine Falschaussage“, wetterte er mit Blick auf Stadtratsmitglied Obermayer. Schließlich sei in den Unterlagen und allen Stellungnahmen des Staatlichen Bauamts die Umgehung „fest eingeplant“.

Nina Boxhammer (Grüne) merkte an, ob es nicht sinnvoll wäre, mit einer Bebauung komplett zu warten, bis die Umgehung stehe und erst dann Flächen zu bebauen. Ihr Geschäftsordnungsantrag auf Vertagen des Punktes jedoch wurde mit 14 zu 8 Stimmen abgelehnt. Mit 15 zu 7 Stimmen schließlich sprachen sich die Räte für die Erweiterung des Bebauungsplanes Nr. 15 „Nunbichl“ aus.

mb

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Kommentare