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Grünen-Antrag im Stadtrat

Generelle Solarpflicht auf den Dächern Trostbergs?

  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
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Mehr erneuerbare Energie in Form von Solardächern war die Intuition hinter dem Antrag der Grünen im Trostberger Stadtrat. Doch die Mehrheit schmetterte diese Idee ab.

Trostberg - Eine generelle Verpflichtung zur Ausstattung aller Gebäude mit Solaranlagen sollte laut dem Schreiben in künftige Bebauungspläne der Stadt aufgenommen werden. Der Hintergedanke der Grünen: Eine korrekte Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes, denn Photovoltaik und Solarthermie seien zwei wichtige Bausteine zur Bekämpfung der Klimakrise.

„Es pressiert, was die Energiewende angeht“

Fraktionsvorsitzende Nina Boxhammer unterstrich den Antrag mit den Worten: „Die Potenziale auf neu zu errichtenden und bestehenden Dächern sind groß. Sie sind eine kostengünstige und effektive Klimaschutzmaßnahme. Wir sehen immer wieder, dass Anlagen wegen fehlender Zustimmung in der Bevölkerung scheitern.“

Große Photovoltaikanlagen auf freier Fläche würden regelmäßig auf Widerspruch stoßen. Dachflächen hingegen seien da und müssten entsprechend genutzt werde: „Es pressiert, was die Energiewende angeht und jeder muss seinen Teil dazu beitragen. Es dauert uns alles zu lange, bis etwas passiert und Solar auf dem Dach rechnet sich irgendwann für Eigentümer.“

Das Wort „irgendwann“ hallte im nächsten Moment wie ein spöttisches Echo durch die Reihen der Stadtratsmitglieder und ließ bereits erahnen, was die Mehrheit von dem Vorschlag hielt.

Grundsätzlich, so die Stellungnahme der Verwaltung, sei die solare Nutzung von Dachflächen bereits bisher aufgrund des für Bauherren verpflichtenden Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sowie durch verschiedene Fördermöglichkeiten ein häufig genutztes Element für die Einhaltung der vorgegebenen Ziele zur Einsparung von Primärenergie.

Verpflichtende Regelungen zur Herstellung von solarthermischen- oder Photovoltaikanlagen würden stets auch in die Gestaltungsfreiheit der Bauherren eingreifen. Darüber hinaus werden ohnehin in absehbarer Zeit landes- oder bundesrechtliche Regelungen hierzu erlassen.

Insofern könnten gesonderte Vorschriften auf kommunaler Ebene Ungleichbehandlungen von ansonsten gleich gelagerten Sachverhalten bedingen und zu Rechtsunsicherheiten führen, weswegen die Beschlussvorlage eine Ablehnung des Antrags vorsah, der mit fünf Gegenstimmen der Grünen angenommen wurde.

mb

Rubriklistenbild: © pixabay

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