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Filmfest „Biennale Bavaria International“ in der Region

Stadt Trostberg steigt aus: „Fühlten uns wie ein Anhängsel“

Förderung „Filmtage Trostberg“ Ausstieg Filmfest „Biennale Bavaria International“
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Das Trostberger Stadtkino: Das Filmfest „Biennale Bavaria International“ wird hier in Zukunft nicht mehr stattfinden. Stattdessen sollen die „Trostberger Filmtage“ mehr unterstützt werden.

Wie steht es um die Kultur in Trostberg? Der Stadtrat besiegelte den Ausstieg aus dem Filmfest „Biennale Bavaria International“ und unterstützt im Gegenzug stärker ein lokales Kultur-Fest in der Alzstadt.

Trostberg - Die „Filmtage Trostberg“ finden heuer bereits zum vierten Mal statt und gehen von Donnerstag, 27. Oktober, bis Montag, 30. Oktober, über die Bühne.

Aufgrund des hohen Zuspruchs aus der Bevölkerung möchte die Stadt diese Veranstaltung künftig finanziell besser unterstützen: Ab dem kommenden Jahr mit 3000 statt wie bisher 1000 Euro jährlich.

200 Prozent mehr Förderung für „Trostberger Filmtage“

„Mit den ‚Trostberger Filmtagen‘ existiert seit 2017 ein Filmfest im Stadtkino, das in der Vergangenheit stets sehr gut besucht wurde und immer mehr Zulauf erfährt“, erklärt Bürgermeister Karl Schleid in der jüngsten Sitzung des Stadtrats Ende Oktober.

Der Betreiber des Programmkinos in Trostberg sowie eine Trostberger Dokumentarfilm-Regisseurin veranstalten dieses viertägige Festival einmal im Jahr. Schwerpunkte sind die Themen Heimat und Berge. Die Festivalleiter bieten bei den Trostberger Filmtagen sowohl international bekannten Filmen als auch regionalen Filmemachern eine Plattform.

Bis Montag, 30. Oktober, sieht das Festivalprogramm unter anderem vor, den Publikumspreis prämierten Film „Local Heroes“, „Der Bauer und der Bobo“ oder den Kurzfilm „Historisches Trostberg“ zu zeigen. Viele weitere Filme samt Gesprächen mit Regisseuren oder Darstellern erwarten die Bürger. Außerdem gibt es heuer zum ersten Mal einen Kurzfilmwettbewerb.

Ausstieg aus anderem Kultur-Event

Im Gegenzug hat sich Trostberg mit zwei Gegenstimmen im Plenum dazu entschieden, sich nicht mehr an der „Biennale Bavaria International“ zu beteiligen. Damit spart die Stadt einen fünfstelligen finanziellen Beitrag. Denn dem Verein „Internationales Festival des Neuen Heimatfilms“ wurden im Jahr 2019 insgesamt 11.225 Euro, einem Euro pro Einwohner, für die Durchführung der ersten Biennale 2020 ausbezahlt.

Das Festival fand im Stadtkino unter Corona-Bedingungen statt und wurde begleitet von einem Rahmenprogramm mit Diskussionsrunde, einem Vortrag von Prof. Anthony Rowley und einer Ausstellung im Stadtmuseum. Diese Veranstaltungen wurden vom Arbeitsbereich Kultur der Stadt Trostberg geplant und durchgeführt.

Nutzen für die Stadt gering

„Während allerdings die städtischen Kulturveranstaltungen wie die „Filmtage Trostberg“ in dieser Zeit sehr gut besucht waren, erfuhr das Kino-Programm nur wenig Publikumszuspruch. Von 25 Vorstellungen wurden mehr als zwei Drittel abgesagt, weil keiner kam“, fährt der Bürgermeister fort. Die Besucher seien eher nach Mühldorf gekommen, da dort auch mehr Schauspieler vor Ort gewesen seien.

Die Ziele des Heimatfilm-Vereins, bestehend in der Stärkung der Trostberger Wirtschaft, darunter Gastronomie und Hotellerie, Tourismus, Kultur- und Kreativwirtschaft, seien nicht erreicht worden, betont Schleid. Auch in Anbetracht der hohen Kosten sei der Nutzen für die Stadt Trostberg gering gewesen.

„Wir kamen uns bei Biennale tatsächlich ein bisserl stiefmütterlich vor, fühlten uns wie ein Anhängsel und alleine gelassen, da sich alles in Richtung Mühldorf und Altötting zentriert hat. Sinnvoller erscheint es uns da, die lokalen Veranstaltungen vor Ort - wie eben die Filmtage - stärker zu fördern“, schließt der Bürgermeister seine Ausführungen.

mb

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