Sanierung Bahnhofsgebäude: Stadtrat Trostberg vertagt Beschluss 

"Für 300 Quadratmeter Wohnfläche 421.000 Euro in die Hand nehmen?"

Wegen den Kosten für die Sanierung des Trostberger Bahnhofgebäudes stellte Hannspeter Fenis (CSU) einen Antrag, den Beschluss in der Sitzung des Stadtrats am 22. Juli zu vertagen. 
+
Wegen den Kosten für die Sanierung des Trostberger Bahnhofgebäudes stellte Hannspeter Fenis (CSU) einen Antrag, den Beschluss in der Sitzung des Stadtrats am 22. Juli zu vertagen. 

Trostberg - Die Wohnungen im Bahnhofsgebäude sollen saniert werden - wann und in welchem Umfang steht allerdings in den Sternen. Der Knackpunkt: Die Kosten.

Nicht so leicht wie die Sanierung des Anwesens des Jugendzentrums in der Traunsteiner Straße abzusegnen, fiel es den Stadträten in ihrer Sitzung am 22. Juli grünes Licht für eine Instandsetzung des Bahnhofgebäudes zu geben. Auch hier sorgten die Kosten für Unmut, die sich in einer Höhe von 421.000 Euro bewegen - eine Kostensteigerung zur ursprünglichen Planung von 71.000 Euro. Die Städtebauförderung sichert zwar eine Förderung zu - in welcher Höhe ist jedoch noch unklar. 


Sanierung des Trostberger Bahnhofsgebäudes: Das ist geplant: 

Das Gebäude in der Bahnhofstraße 15, das aus dem Durchgangsbereich zu den Gleisen und den beiden Wohnungen im Hauptteil besteht, soll saniert werden. Die Sanierungsmaßnahmen umfassen die Neugestaltung des Durchgangsbereichs zu den Gleisen, die Sanierung der Fassade, die Erneuerung der Abwasserleitungen sowie die Sanierung der bestehenden Wohnungen samt neuer Heizungsanlage. 

Hans-Michael Weisky (SPD) befürwortete das Projekt: "Wir müssen in Zukunft gleich zu Beginn das ein oder andere mehr einplanen und weniger vorsichtige Pläne schmieden. Die Detailplanung lässt erkennen, was alles zu tun ist und der Quadratmeterpreis auf den Wohnungen ist meiner Meinung nach sehr hoch. Auf der anderen Seite aber wird ein altes Gebäude entwickelt. Ich würde vorschlagen, wir beschreiten den Weg weiter, den wir bereits eingeschlagen haben." 


Irmgard Leinweber (CSU) war zwar skeptisch, aber zuversichtlich: "Wir sprechen von 300 Quadratmeter Wohnfläche: Es ist ein saurer Apfel, aber ich finde, wir müssen da reinbeißen." Nina Boxhammer (Grüne Stadtratsfraktion) legte den Fokus auf die Fakten in Form der Kosten, die man bedenken müsse, sprach sich aber für die Sanierung aus. 

Wird das Bahnhofsgebäude in Trostberg saniert und wenn ja, in welchem Umfang? 

Eure Meinung ist gefragt: 

Ganz anders reagierte Hannspeter Fenis (CSU): "Ja, wir brauchen Wohnungen, aber ich finde was zu weit geht geht zu weit: Erst war die Rede von 350.000 Euro für zwei Wohnungen und jetzt sind wir bei 421.000 Euro. Für 300 Quadratmeter Wohnfläche 421.000 Euro in die Hand nehmen - da gehe ich nicht mit." Fenis plädierte vielmehr für einen Vor-Ort-Termin mit allen Stadträten, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen und beantragte diese Maßnahme in der Sitzung am 22. Juli zurückzustellen

Gegen drei Stimmen aus der SPD-Fraktion (Ernst Schilder, Daniela Baumann und Hans-Michael Weisky) wurde Fenis Antrag zur Geschäftsordnung diesen Punkt von der Tagesordnung zu streichen und eine Ortsbesichtigung anzustreben, im Rat angenommen. 

mb

Kommentare