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„Metzger Simmerl“ im Interview

Stephan Zinner über „Kaiserschmarrndrama“, die liebste „Eberhofer“-Szene und seine Wurzeln im Chiemgau

Schauspieler und Musiker Stephan Zinner
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Stephan Zinner ist Schauspieler und Musiker. Im Interview mit chiemgau24.de plaudert „Metzger Simmerl“ aus den „Eberhofer“-Krimis aus dem Nähkästchen und erzählt darüber hinaus von seiner Verbindung zu seiner Heimatstadt Trostberg.

Trostberg - Er ist für die Leberkassemmeln für den Franz zuständig und immer für eine nächtliche Gaudi nach einem Besuch beim Wolfi im Wirtshaus zu haben: Stephan Zinners Rolle des „Metzgers Simmerl“ ist fester Bestandteil der „Eberhofer“-Krimis. Inwiefern er sich mit seiner Rolle identifizieren kann, wie er den pandemiebedingten Stillstand von Kunst und Kultur überbrückt hat und was er noch mit seiner Heimat im Chiemgau verbindet hat uns der 47-Jährige im Exklusiv-Interview verraten.

Das Leben in Kultur und Kunst nimmt langsam aber sicher nach dem coronabedingten Stillstand Fahrt auf und es rührt sich wieder etwas. Inzwischen sind Kinobesuche wieder möglich und die Premiere des neuen „Eberhofer“-Krimis „Kaiserschmarrndrama“ konnte zum Juli endlich stattfinden. Herr Zinner, wie war das für Sie nach Monaten der Ungewissheit?

Eine große Erleichterung und ein große Freude. So ein Kinobesuch ist einfach mit keinem Heimkino oder Power-Streaming zu vergleichen. Und vor den ersten Live-Auftritten, muss ich zugeben, war ich schon ein bissl aufgeregt. Fast wie früher in den Anfangstagen - fühlte sich aber gut an. Es sind zwar immer noch ziemlich schräge Bedingungen, aber die Zuschauer und Veranstalter geben ihr Bestes und es macht großen Spaß wieder vor „echten Menschen“ live aufzutreten. Es geht aufwärts!

Sie sind ja auch musikalisch wieder „on Tour“: Was ist das für ein Gefühl nach so vielen Monaten wieder vor Publikum zu stehen? Nimmt das kulturelle Leben ihrer Ansicht nach „voigas“ Fahrt auf oder läuft es eher „zach“ an?

Wie schon gesagt, es ruckelt noch ein wenig. Aber der Einsatz der Beteiligten gleicht das wieder locker aus. Und das Publikum kämpft sich auch tapfer durch die Vorschriften. Man merkt die Leute haben richtig Bock wieder live unterhalten zu werden - war auch a bissl viel Computer - wahrscheinlich ...

Zum „Eberhofer“-Film: Ist Ihnen die Rolle des „Metzgers Simmerl“ auf den Leib geschrieben?

Naja, sagen wir so, ein Vegetarier bin ich keiner und der Grill ist mir auch nicht fremd. Wobei ich kein Barbecue-Fanatiker bin, der auch noch den Nachtisch „grillen“ muss. Aber das „Simmerl-Tempo“, das ist mir nicht fremd.

Die Fälle des „Eberhofers“ wirken nach Spaß pur: Wie laufen die Dreharbeiten am Set ab? Geht es da auch lockerer zu oder werden die Szenen eher neutral Stück für Stück abgedreht? Wie darf man sich das als Zuschauer vorstellen?

Also Spaß machen die Dreharbeiten auf alle Fälle, weil wir eine echt gute Truppe sind. Aber wenn du um 4 Uhr in der Früh zum achten Mal auf den Knien durch das Wirtshaus rocken sollst/darfst, dann wird es auch irgendwann Arbeit. Aber ein Guter hält das aus.

Welche ist Ihre persönliche „Lieblingsszene“ in einem der „Eberhofer“-Film?

Ich mag immer noch die Maibaum-Umhau-Szene (im Film „Sauerkrautkoma“). Zuerst wollte der um‘s Verrecken nicht umfallen - aber dann hat er dem Sigi (Zimmerschied) sein Auto schön zermatscht. Wann darf man das schon??? Großer Spaß. Danach gab es auch eine Baumfäll-Halbe.

Zum aktuellen „Eberhofer“: Was ist der Clou am „Kaiserschmarrndrama“, auf den alle so lange gewartet haben?

Ich hab ihn selbst noch nicht komplett gesehen. Klingt komisch, aber der Schmidt Max und ich sind nach 20 Minuten zu einem Open-Air-Kino gefahren worden um ein paar Grußworte in die Massen zu rufen und dann hat‘s geregnet. Mei, ich schau ihn mir mal mit meinem Weibe an, dann weiß ich mehr. Aber da ich großes Vertrauen in unseren Regisseur Ed Herzog habe, denke ich, dass man ihn bestimmt gut anschauen kann.

Während der Zeit des Lockdowns und Kultur-Stopps hatten Sie zusammen mit Johannna Bittenbinder im BR eine Serie „Trost, Kraft und Kolleg*innen“ - Wie sind da Ihre Erfahrungen?

„Trost, Kraft und Kolleg*innen“ war eine gute Sache, die der BR leider viel zu schnell abgesägt hat.

Wie war die Corona-Zeit im Lockdown für Sie und ihre Familie? Sie haben ja beispielsweise das Home Schooling mit Ihren Kindern daheim auch hautnah erlebt...

Homeschooling war hart - für alle. Und was da schief gelaufen ist, sollte man nicht so schnell wieder vergessen! Aber trotzdem sind die Zinners ganz ordentlich durch die Lockdowns gekommen. Wir sind halt Höhlentiere.

Auch bei Hannes Ringelstetter ist Stephan Zinner gerne gesehener Gast - unter anderem wurden Sie in einer seiner jüngsten Sendungen mit Sportmoderator Karlheinz Kas an Ihre eigenen Fußball-Vergangenheit in Trostberg erinnert. Wie war das für Sie und welche Verbindung haben Sie noch zu Ihrer Heimatstadt im Chiemgau?

Wir besuchen meine Eltern regelmäßig und werden von der Mama auch immer fürstlich bekocht. Ich freu mich schon wieder im Sommer auf‘s Trostberger Schwimmbad. Ich denke, heuer hau ich mich mal wieder vom Sprungturm und hoffentlich verletze ich mich nicht schwer. Der Karlheinz hat mich übrigens in der Sendung vom Hannes mit seinem Gerede so abgelenkt, dass ich auf seinen ersten Elfmeter nicht vorbereitet war.

Abschließend: Haben Sie ein „Lieblingsplatzerl“ hier in der Region?

Lieblingsplatzerl sag ich nicht, dann kommen da Menschen hin!

Herr Zinner, herzlichen Dank für das Interview.

mb

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