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1714 Unfälle fordern Trostberger und Traunreuter Polizei

Über vier Millionen Euro Schaden und zwei Tote: In diesen Gemeinden krachte es 2021 am häufigsten

2021 starben zwei Menschen bei Verkehrsunfällen im Stadtbereich Traunreut.
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2021 starben zwei Menschen bei Verkehrsunfällen im Stadtgebiet Traunreut.

Wie viele Unfälle ereigneten sich 2021? Wie viele Menschen wurden dabei getötet oder verletzt? Wie hoch ist der entstandene Sachschaden und wo sind die Unfallschwerpunkte? Diese und andere Fragen klärt die Unfallstatistik der Polizei in Trostberg und Traunreut, chiemgau24.de hat das Wichtigste zusammengefasst.

Trostberg/Traunreut – Viel zu tun gab es im vergangenen Jahr für die Beamten der Polizeiinspektion (PI) Trostberg und der Polizeistation (PSt) Traunreut. Wie aus der gemeinsamen Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2021 hervorgeht, stieg die Zahl der Unfälle im Zuständigkeitsbereich des Dienststellenverbundes stark an.

Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Unfälle von 1574 im Jahr 2020 auf 1714 im Jahr 2021, was ein Plus von etwa neun Prozent bedeutet. Betrachtet man die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen Personen verletzt wurden, ist sogar eine Steigerung um rund zehn Prozent erkennbar.

Erfreulich dagegen: Die Zahl der Toten nach schweren Unfällen ging im vergangenen Jahr deutlich zurück. Während 2020 noch sechs Menschen ihr Leben auf den Straßen rund um Trostberg und Traunreut verloren, waren es 2021 nur zwei – und das trotz der höheren Anzahl an Verkehrsunfällen.

Tragischer Unfall auf St2104 bei Weisham kostet Biker das Leben

In beiden Fällen ereigneten sich die tragischen Unfälle im Stadtgebiet Traunreut. Am 27. Juli starb ein 48-jähriger Motorradfahrer auf der St2104 bei Weisham, nachdem ihm laut Polizeiangaben ein Autofahrer die Vorfahrt nahm. Trotz sofort eingeleiteter Reanimation kam für den Biker jede Hilfe zu spät.

Tödlicher Unfall an Traunreuter Bahnübergang im Oktober

Am 1. Oktober ereignete sich zudem an einem Bahnübergang in Traunreut ein tödlicher Unfall, bei dem der Fahrer eines Kleintransporters ums Leben kam. Der Transporter wurde am Bahnübergang von einem Regionalzug erfasst, woraufhin der 29-Jährige lebensgefährlich verletzt wurde und im Krankenhaus notoperiert werden musste. Trotz aller Bemühungen starb der Mann in der Klinik an seinen schweren Verletzungen.

Unfallzahlen steigen in fast allen Kommunen an – doch es gibt zwei Ausnahmen

Wie die Aufschlüsselung der Unfallzahlen auf die einzelnen Kommunen zeigt, stieg die Anzahl an Verkehrsunfällen im Vergleich zum Vorjahr deutlich an – einzige Ausnahmen: Lediglich in Engelsberg und Trostberg gingen die Zahlen leicht zurück. „Die Gesamtentwicklung 2021 steht unter dem Nachlassen der Corona-Maßnahmen und dem damit geänderten Verhalten der Verkehrsteilnehmer sowie dem Verkehrsaufkommen“, ordnet der Dienststellenverband die Zahlen ein.

Das Unfallgeschehen in den Kommunen in der Übersicht

GemeindeUnfälle gesamtUnfälle mit PersonenschadenVerletzteTote
Altenmarkt11126290
Engelsberg64330
Kienberg48890
Obing13216200
Palling15823380
Pittenhart70890
Schnaitsee9115220
Seeon-Seebruck16038520
Tacherting14620300
Traunreut496841132
Trostberg23830360
Gesamt17142713622

Über vier Millionen Euro Sachschaden im Jahr 2021

Insgesamt entstand bei den Unfällen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidienststellen Trostberg und Traunreut im vergangenen Jahr ein Sachschaden von rund 4.113.000 Euro – sogenannte Kleinunfälle nicht mit eingerechnet. Darunter fallen per Definition sämtliche Unfälle, bei denen eine „geringfügige Verkehrsordnungswidrigkeit unabhängig von der Schadenshöhe“ vorliegt.

Im vergangenen Jahr fielen 1036 der 1714 Unfälle im Dienststellenverbund in genau diese Kategorie, weshalb der tatsächlich entstandene Schaden durch Verkehrsunfälle noch deutlich höher liegen dürfte.

Das sind die Hauptunfallursachen

Doch was ist die Hauptunfallursache? Zu schnelles Fahren liegt in diesem Ranking lediglich noch auf Rang vier. Die meisten Unfälle passierten beim Abbiegen, Wenden, Rückwärts-, Ein- und Anfahren – dicht gefolgt von ungenügendem Sicherheitsabstand. Auf dem dritten Platz liegen Unfälle nach Vorfahrtsverstößen.

Das waren 2021 die Hauptunfallursachen.

Zahl der Geschwindigkeitsunfälle in den letzten fünf Jahren um ein Viertel gesunken

Bei den Geschwindigkeitsunfällen ging die Entwicklung seit 2016 kontinuierlich nach unten. Damals waren 143 Unfälle auf zu schnelles Fahren zurückzuführen, im vergangenen Jahr waren es mit 111 um fast ein Viertel weniger.

So hat sich die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle seit 2016 verändert.

Kreuzung der B304 zur TS8 bei Obing gilt als Unfallschwerpunkt

Der einzige Unfallschwerpunkt im Dienststellenverbund ist die Kreuzung der B304 zur Kreisstraße TS8 im Gemeindegebiet Obing. Dort krachte es im vergangenen Jahr gleich dreimal, es gab drei Leicht- und zwei Schwerverletzte zu beklagen.

Als Unfallschwerpunkt gelten Stellen, an denen sich „mehr als zwei Unfälle ereignet haben bei denen Personen verletzt oder getötet wurden“, heißt es seitens der Polizei. Sachschaden-, Klein- und Wildunfälle bleiben also unberücksichtigt.

aic