Warnungen und Appelle auf UVA-Treffen in Trostberg *Mit Voting*

Neue Mobilfunk-Generation 5G - Fluch oder Segen?

Allgemeinmediziner Dr. Willi Klein und BI-Sprecherin Margit Weitzel prangern die Risiken an, die die neue Mobilfunkgeneration 5G mit sich bringt.
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Allgemeinmediziner Dr. Willi Klein und BI-Sprecherin Margit Weitzel prangern die Risiken an, die die neue Mobilfunkgeneration 5G mit sich bringt.

Trostberg - Schnelles Internet, Datentransfer in Echtzeit, automatisiertes Smart Home - Nur einige der vielen Aspekte, die die fünfte Mobilfunkgeneration, kurz 5G, verspricht. Doch: "Die 'Mikrowellen-Waffe' hat es in sich", warnt Margit Weitzel aus Bad Endorf, Sprecherin der neuen Bürgerinitiative "5G Total Fatal".

Zur Mitgliederversammlung des Umweltschutzverbands Alztal (UVA) im Trostberger "Hotel Pfaubräu" trugen einige Mitglieder der neu gegründeten Bürgerinitiative "5G Total Fatal" ihre Anliegen und in erster Linie Mahnungen zu 5G vor. 

Sprecherin Weitzel erklärte zu Beginn: "Seit 20 Jahren schon beschäftigte ich mich mit den unterschiedlichsten Dingen - auch mit Strahlenbelastung durch Mobilfunk - und die Erfahrung zeigt: Die Menschen werden immer kränker, weil sie sich zunehmend von der Natur entfernen und die Digitalisierung immer weiter zunimmt. Wissenschaftler nennen Mobilfunkstrahlen nicht ohne Weiteres 'Mikrowellen-Waffe'. Keiner weiß, was passiert, wenn 5G eingesetzt wird, die Studienlage zu Langzeitwirkungen oder der Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit ist sehr dünn." 

Dass es keine stichhaltigen Studien gebe, prangerte vor allem ein 22-jähriger Fachinformatiker, ebenfalls BI-Mitglied, an: "Bevor diese Technologie eingeführt wird, sollte das Dickicht an Unwissen gelüftet werden." 

Gesundheitsschädigungen durch Mobilfunk

Wie gefährlich ist das neue Supernetz 5G? 

Erste Tests von 5G in den Niederlanden, so Weitzel weiter, hätten bewirkt, dass Vögel tot vom Himmel gefallen seien. Des Weiteren werden gesundheitliche Schäden befürchtet, wie auch Allgemeinarzt Dr. Willi Stein bestätigt.

Der Mediziner dazu: "Krebsgefahr, Tumorbildungen, Zell- und Embryonenschädigungen, Fehlfunktionen von Herzschrittmacher oder potentielle Gehirnschädigungen durch die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, was möglicherweise zu früher Demenz oder Alzheimer führen kann - das alles kann Handystrahlung oder die Nähe zu Sendemasten bewirken. Durch 5G werden immer mehr Menschen an Schlafstörungen, Erschöpfungszuständen, Schwindel, innerer Unruhe oder Müdigkeit leiden. Ich bin überzeugt: So mancher als Hypochonder eingestufter Patient ist in Wahrheit Opfer der zunehmenden Elektrosensibilität." 

Vor allem die Auswirkungen bei den Kindern sieht Dr. Stein kritisch: Es könnten mehr ADHS-Fälle auftreten und sich Lernleistungen durch die zunehmende Digitalisierung in Schulen verschlechtern. 

5G eine "wissenschaftliche Diktatur"? 

5G verspreche, die Voraussetzung für die Industrie 4.0 zu sein, Garantie für schnelles Internet, Datentransfer in Echtzeit sowie automatisierte Abläufe im Smart Home. Laut einem weiteren BI-Mitglied handle es sich dabei um nichts weiteres als "Totalüberwachung und Steuerung von alles und jedem". Er warnte sogar vor der "tiefgreifenden Verschmelzung von Mensch und Maschine beziehungsweise der Künstlichen Intelligenz (KI)". 

Die Vorbereitung auf 5G gebe es schon - in Form von "Alexa", "Hey Google" oder der Apple-Software "Siri". Auch erste selbstfahrende Autos, bargeldloser Zahlverkehr oder die Umstellung der Banken auf digitale Überweisungen seien Vorreiter der fünften Mobilfunkgeneration. 

Der BI-Redner ging sogar noch weiter: "Alles soll sicherer werden, doch diese angebliche Sicherheit ist nichts anderes als die durchgehende Kontrolle vom Hersteller bis zum Verbraucher. Das Ziel von 5G ist es, eine wissenschaftliche Diktatur zu errichten." 

Endgültiger K.O.-Schlag für die Bienen? 

"Vor Kurzem drehte sich beim Volksbegehren alles um die Bienen, nur niemand hat ein Wort darüber verloren, dass die Funkstrahlung ein Aspekt der massiven Schädigung der Tiere ist", klärt ein anderes BI-Mitglied auf. "Bienen kommunizieren untereinander über elektromagnetische Felder. Um einander Futterquellen zu zeigen, erzeugen sie mit kleinen Magnetit-Kristallen im Hinterteil Frequenzen zwischen 180 und 217 Hertz. Die Datenübertragung beim Mobilfunk erfolgt mit einer Puls-Frequenz von 217 Hertz und liegt damit genau im Bereich des sogenannten 'Schwänzeltanzes' der Tiere. Die Folge: Sammelbienen werden in ihrer Kommunikation beeinträchtigt und die Ernährung von Bienenvölkern wird existentiell gefährdet." 

Außerdem führe Strahlenbelastung zu erhöhten Stressreaktionen bei Bienen, das hätten Versuche mit Dauerfunkbestrahlung von Bienenstöcken ans Licht gebracht. Am Ende könne der Tod des Bienenvolkes stehen. 

Beeinträchtigt durch die Strahlen seien auch andere Lebewesen, wie Vögel, Wale oder Schnecken - Tiere, die sich an magnetische und elektromagnetischen Wirkungen wie dem Erdmagnetfeld oder Wetterfronten orientieren. 

Hausmittel Wasserkefir zur Entgiftung

Stellt sich die Frage, wie sich die Menschen vor der Strahlenbelastung durch 5G schützen können? Es gebe laut eines weiteren Mitglieds der BI, einer sechsfachen Mutter, durchaus jetzt schon Möglichkeiten. 

Allgemein empfehle sie abkürzen, abschotten, Abstand und Abschalten. Das Handy auf Flugmodus zu stellen, setze die Strahlung - bis auf die Batterie - vollständig aus. Helfen würde auch auf WLAN weitestgehend zu verzichten und auf Kabel zurückzugreifen. Für den Körper unterstütze das Trinken von Wasserkefir, das die Zellen reinige. Außerdem gebe es spezielle Strahlenschutzkleidung - beginnend von der Mütze über Shirts bis hin zu Unterwäsche. Strahlenschutzwäsche kann einen Abschirmungsgrad von bis zu 80 dB erreichen. 

Ihre Meinung zu der fünften Mobilfunkgeneration: 

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