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Zu Besuch bei den Trostberger Skatern und ihrem neuen Park

Sport für jedes Alter: „Skaten ist eine Lebenseinstellung“

Verein  „Skateboarding Trostberg“
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Stolz auf ihren neuen Skatepark (von links): Jul Butschard, Marco Großauer, Andreas Schützenberger von „iou ramps“, Mirco Holzmüller, Maxi Dietz und Maxi Seibold.

„Miniramp“, „Funbox“, „Quarter Pipe“ - und von überall dringt die Geräuschkulisse von Board auf Asphalt ans Ohr. Die jungen Männer vom Verein „Skateboarding Trostberg“ sind stolz auf ihren neuen Park, den sie primär selbst auf die Beine gestellt haben. chiemgau24.de hat sich die Attraktionen am Volksfestplatz genauer angesehen.

Trostberg - „Skaten, das ist nicht nur ein Sport. Skaten ist eine Lebenseinstellung“, betont Maxi Seibold und erhält sogleich zustimmendes Nicken von seinen Sportskollegen. Mit seinen 23 Jahren ist er Vorsitzender des Vereins.

Skatepark entwickelt sich mehr und mehr zum Treffpunkt in Trostberg

Jeden Sommerabend, ab 18 Uhr, treffen sie sich am neuen Skatepark in der Jahnstraße - direkt gegenüber des Volksfestplatzes. „Als das Volksfest lief, kamen immer wieder Besucher, die uns neugierig zusahen“, erzählt Maxi weiter. Auch Spaziergänger mit Hunden oder Kinderwagen bleiben hin und wieder stehen und beobachten die Skater beim Flippen, Crooket Grind oder anderen Tricks.

Und auch sonst ist der sanierte Park beliebt: Die Idee der Vereinsmitglieder, das Gelände über eine Sportanlage hinaus als Treffpunkt in der Stadt an der Alz zu etablieren, scheint aufzugehen, wie Maxi Seibold unterstreicht: „Jugendliche mit den Eltern, erfahrene Skater, einzelne Gruppen aus der Gegend um Trostberg - sie alle kommen gerne zu uns.“

„Ich bin auf diesem Platz aufgewachsen“, fährt Martin Georg fort. Er hat sich als Schriftführer im Verein überwiegend um die Pläne und die Umsetzung des Konzepts gekümmert. Umso mehr freut es den 28-Jährigen, dass der Park nun nach fast 30 Jahren in neuem Glanz erstrahlt.

Dafür arbeiteten die Jungs viel in Eigenregie und packten tatkräftig mit an. Am ersten Aprilwochenende wurde es ernst: Zunächst wurde die Fläche geebnet auf 0,5 Prozent Gefälle, damit Wasser ablaufen kann und sich keine Pfützen bilden. So ging es Schritt für Schritt weiter - bis zum Aufbau der Rampen. Unterstützung erhielten die Trostberger von den Skatevereinen aus Rosenheim und Traunstein sowie finanziell seitens der Stadt.

Großes Skate-Event am 17. September

„Wir Skater halten zusammen“, grinst Martin. Begrüßt wird sich grundsätzlich mit der Faust, willkommen ist jeder. Die Jungs freuen sich über Interessierte, die in die Sportart hineinschnuppern möchten.

So sind sie beispielsweise beim „Zamhoidn Festival“ in Obing am Samstag, 23. Juli, mit einer „Miniramp“ vertreten, auf der sich ein jeder ausprobieren darf. Die Skateboard-Crew freut sich auf blutige Anfänger bis hin zu Profis und versorgt Interessierte den ganzen Tag über mit Equipment, Tipps und Tricks.

Mit viel Handarbeit und Liebe zum Detail entstand der neue Skatepark in Trostberg.

Am 17. September möchten die Skater an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen mit der diesjährigen „Summer Session“. Es wird ein Skateboard Contest stattfinden, für musikalische Unterhaltung sorgen Live-Bands. Die Stadt Trostberg unterstützt bei den Vorbereitungen und sponsert das Preisgeld „Cash 4 tricks“ mit 600 Euro. Sachpreise gibt es zusätzlich für alle Teilnehmer. Die „Eishockey Trostberg Chiefs“ werden mit einem Getränke-Stand vertreten sein.

Und im August erwarten sie wieder einige Nachwuchs-Skater, die sich im Rahmen des Ferienprogramms auf dem Platz ausprobieren wollen. „Vergangenes Jahr - da waren wir noch auf dem alten Platz - gaben wir Kurse für bis zu 15 Kinder, einige waren noch auf der Warteliste. Der Jüngste war fünf, auch ein sechsjähriges Mädel war dabei“, erinnert sich Maxi Seibold und hofft auch heuer wieder auf regen Zulauf.

Allgemein sei Skateboarden zwar ein „Männersport“, inzwischen sogar olympisch und auch die Damenwelt steige immer häufiger aufs Board. Damit keine Kiesel und Steinchen den Skatern zum Verhängnis werden, kümmert sich der zweite Vorstand Maxi Dietz regelmäßig um die Ebenmäßigkeit des Asphalts, denn: „Die Grundfläche muss passen.“ Dass einzelne Blessuren durch Stürze nicht ausbleiben, gehöre zum Sport. Und doch ist ein jeder wieder aufgestiegen. Sich richtig vom Board fallen zu lassen sei essentiell.

„Man lernt daraus - und beim nächsten Mal klappt der Trick. Außerdem motiviert jeder jeden“, unterstreicht der 25-Jährige vom Verein „Skateboarding Trostberg“ und ergänzt mit einem Blick auf Bernhard Wunderlich, den Rapper der ehemaligen Hip-Hop-Band „Blumentopf“, Skaten kenne darüber hinaus kein Alter.

Der 46-jährige ist gern zu Gast in Trostberg, vor allem seit der Sanierung des Parks. „Die Fahrweise kann schließlich dem Alter angepasst werden“, erklärt er grinsend im Vorbeifahren, eher er lässig auf die „Mini Pad“, ein flaches Hindernis, zusteuert. Und mit den zahlreichen Hindernissen auf ihrem neuen Gelände haben die Skatebegeisterten genug Freiraum, sich gemäß Alter, Können und Leidenschaft kreativ auszuleben.

mb

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