Aubergtunnel: So sieht die Alternative aus

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Gisa Pauli, Vorsitzende des UVA.
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Altenmarkt/Trostberg - Der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung hat am Donnerstag seine Alternative zum Aubergtunnel vorgestellt. Wie diese genau aussehen soll, erfahren Sie hier:

Die Nachricht, dass Innenminister Joachim Herrmann die Wiederaufnahme der Klage gegen den Aubergtunnel beantragt, hat nun auch den "Umweltschutzverbandes Alztal und Umgebung e. V." (UVA) auf den Plan gerufen. Der UVA hatte damals die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss angestrebt, die nun bereits seit Oktober 2012 beim Bayrischen Verwaltungsgerichtshof ruht. Für die Wiederaufnahme des Verfahrens gab es nicht nur Unterstützung von Seiten der Bürgermeister aus Altenmarkt und Trostberg. Auch der leitende Baudirektor des Straßenbauamtes in Traunstein, Sebald König, meldete sich zu Wort und informierte den Altenmarkter Gemeinderat über den Planungsstand und die Zukunftsaussichten des Aubergtunnels.

Die Pläne des Straßenbauamts

Wie er bekanntgab, habe man in den vergangenen vier Jahren alle Flächen für die Umsetzung des Projekts erworben: "Jetzt bleibt nur noch das UVA-Grundstück über, dass außen vor ist", so König damals. Weit gefehlt, sagt der Umweltschutzverband: "Rund 40 Prozent der Baufläche sind noch nicht erworben und werden es auch nicht. Die Grundstücks-Besitzer haben uns zugesichert, dass sie ihre Flächen nicht für den Bau des Aubergtunnels zur Verfügung stellen. Sie haben das sogar notariell beurkunden lassen", so die UVA-Vorsitzende, Gisa Pauli, bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

Eine klare Patt-Situation. Doch zumindest in einem Punkt sind sich beide Seiten einig - und zwar was die vordringlichsten Problemen angeht, die es in Altenmarkt zu lösen gilt:

-der Nord-Süd-Verkehr auf der B299

-die Stauungen am Schneeweißeck - Einmündung der B304 in die B299

Die Alternativen des UVA

Für die Verbesserung des Nord-Süd-Verkehrs schlägt der UVA eine "Ertüchtigung der TS1 - zwischen Wiesmühl und Nordostumfahrung Traunstein" vor - also einen bestandsorientierten Ausbau der bereits bestehenden Strecke. In einem Brief an den Innenminister erklärt der Verband: Dieser Lösungsansatz würde nicht nur Altenmarkt entlasten, sondern auch Trostberg, Traunreut, Traunwalchen, St. Georgen und Palling. Zudem würden sich die Kosten dieser Lösung - im Vergleich zu den angedachten Planungen des Straßenbauamtes Traunstein, in einer Gesamthöhe von ca. 100 Millionen Euro - ganz wesentlich verringern. 

Am Schneeweißeck stellt sich der Umweltschutzverband folgende Lösung vor: Als weiteren Schritt kann auf der B304, von München kommend, westlich vor Altenmarkt der Verkehr Richtung Trostberg abgeleitet werden. Hierzu gilt es einen kurzen Streckenabschnitt - Kirchberg, Viehhausen, Trostberg - zu ertüchtigen. Der Abschnitt von Viehhausen nach Trostberg wird noch in 2015 ertüchtigt. Das notwendige Budget wurde bereits von der Regierung von Oberbayern genehmigt. Nach Fertigstellung dieses Streckenabschnitts wäre noch die Vorfahrts-Regelung am Schneeweißeck - von der B304 auf die B299 - zu ändern, um auch noch die möglicherweise verbleibende Stauung zu beseitigen.

Eines wurde bei der Pressekonferenz am Donnerstag deutlich: Der Umweltschutzverband wird weiter kämpfen, gegen den Bau des Aubergtunnels. Gisa Pauli: "Wir wollen diesen katastrophalen Eingriffe in Natur - der nicht einmal eine wirkliche Verkehrsentlastung bringt - verhindern."

Welche Lösung halten Sie für angebracht? Die des Straßenbauamtes, mit Aubergtunnel und einer Verbindung der Bundesstraßen, oder die der UVA?  Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion und diskutieren Sie mit anderen Lesern unter diesem Artikel!

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