Zwei Firmen wollen Strecke betreiben

Konkurrenz um Linie: Unklare Zukunft des "Schnellen Trostbergers"

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Trostberg - Der Zugverkehr hinkt, daher ist die Stadt auf Busse angewiesen: Der Betrieb des "schnellen Trostbergers" wird nun aber neu ausgeschrieben

Alle zehn Jahre wird die Buslinie 9442 im Landkreis neu ausgeschrieben - sie verbindet vor allem die Städte Trostberg und Traunstein. Nun vergibt der Landkreis die Linie neu. Direktverbindungen mit dem Zug gibt es kaum mehr, die meisten Busverbindungen führen zeitraubend über Traunreut: "Wir brauchen nach Traunstein eine schnelle Verbindung und keine Rundreise durch den Landkreis", betonte Karl Heinz Boxhammer auf der Stadtratssitzung am Mittwoch.

Die unterschiedlichen Angebote von Hövels und "Dein Bus"

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Es gibt zwei Bewerber: Hövels/RVO (wie gewohnt) und "Dein Bus". Die beiden Anbieter legen dem Landratsamt, das letztendlich entscheidet, zwei verschiedene Konzepte vor: Hövels/RVO will teils auch über Palling und Kammer fahren, dafür am Wochenenden einen Drei-Stunden-Takt einführen. "Dein Bus" lockt dagegen barrierefreien Busse, will die bestehende Taktung belassen und sie eventuell ausbauen

"Ich befürchte, dass die zusätzlichen Verbindungen von 'Dein Bus' eine leere Versprechung bleiben werden, weil sie nicht wirtschaftlich sind", gab Bürgermeister Karl Schleid den Takt vor. Auch alle anderen Stadträte waren der Meinung, Hövels/RVO sollte weiterhin den Busverkehr auf der Linie 9442 übernehmen - auch wenn allen klar ist, dass die Stadt Trostberg nur eine Empfehlung abgeben kann, aber nicht entscheiden wird. Das übernimmt der Landkreis.

15 Minuten weniger Fahrtzeit ohne Traunreut

"Der schnelle Trostberger" fährt montags bis freitags täglich fünf Mal täglich zwischen Trostberg und Traunstein in rund 30 Minuten. Der eigentliche Linienbus braucht über Traunreut etwa 15 Minuten länger. Weil auch die Zugverbindung zu Wünschen übrig lässt (nur drei Direktverbindungen täglich), hoffen die Trostberger, dass eine möglichst flotte Verbindung in die Große Kreisstadt bestehen bleibt.

"Mit dem Traunreuter Zug fährt doch niemand und er bleibt bei jeder Aschentonne stehen", so zusammenfassend Stadtrat Hannspeter Fenis.

xe

Rubriklistenbild: © dpa

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