Zwischen Trostberg und Altenmarkt

Ortsumfahrungen mit Überholspur: Gut oder schlecht für Umwelt?

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Die geplanten Ortsumfahrungen von Trostberg (links) und Altenmarkt. Die neuen Details betreffen nun den Bereich zwischen den Orten, ab dem geplanten Kreisverkehr bei Mögling. 
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Trostberg/Altenmarkt - Die Planung für die Ortsumfahrungen wird immer detaillierter: Für den Bereich zwischen den Orten wurde nochmal nachjustiert - zu Gunsten oder zum Schaden für die Umwelt?

Es ist das größte Straßenprojekt im Landkreis für die nächsten Jahre: Die Ortsumfahrungen von Trostberg und Altenmarkt. Für den Abschnitt zwischen den Ortschaften gibt es nun kleine Überarbeitungen, die dem Trostberger Stadtrat am Mittwoch vorgestellt wurden.

  • Der Regelquerschnitt der neuen Bundesstraße wird nicht mehr 8 Meter, sondern 8,50 Meter betragen. 
  • Die Überholspur in Richtung Süden beim Hangaufstieg Nock wird verkürzt und auf die eigentliche Steigung beschränkt.
  • In Fahrtrichtung Norden wird dagegen zusätzlich eine Überholspur gebaut, bis auf Höhe Stöttling. 

An den dreispurigen Stellen wird die Bundesstraße schließlich zwölf Meter breit werden

"Wir müssen die Umgehungsstraßen bauen, um die Menschen in den Orten zu entlasten, der Verkehr soll ja auch fließen. Aber die Überholspur am Nocker Berg ist für die Umwelt nicht akzeptabel", meinte Stadtrat Franz-Xaver Obermayer. Bürgermeister Schleid hielt ihm die Ansicht des Staatlichen Bauamtes entgegen: "Es ist ja auch nicht im Sinne der Umwelt, wenn die Lastwägen eine ewige Autoschlange hinter sich herziehen." 

Mehr Platz für die Flugrouten der Fledermäuse

An der Altenmarkter Ortsumfahrung in Richtung Trostberg wurde die Planung nun auch für die Fledermäuse noch einmal verbessert: Die Unterführung der Gemeindeverbindungsstraße Nock wird auf mindestens 4,50 Meter Höhe und 5 Meter Breite aufgeweitet, damit die Tiere ungehinderter unter der Bundesstraße hindurchfliegen können. Außerdem werden Schutz- und Leitpflanzungen, sowie Kollisionsschutzwände im Bereich der Brücke gebaut. 

Aus Kostengründen wird außerdem auf eine weitere Unterführung für den Feld- und Radweg zwischen Altenmarkt und Trostberg verzichtet. Hier bestand der Stadtrat aber darauf, dass die direkte Wegverbindung zwischen den Orten für Rad- und Fußgänger bestehen bleibt. Außerdem forderte der Stadtrat für den Abschnitt mehrheitlich eine "optisch abschirmende Bepflanzung" der Bundesstraße in Richtung Norden. 

xe

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