Kienberger Bankräuber nach 20 Jahren überführt

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(Symbolbild)

München/Kienberg - Nach dem Bankraub vor knapp 20 Jahren hinterließen die Täter aus Kienberg bei Schnaitsee Fingerabdrücke. Dies wurde ihnen nun zum Verhängnis.

Zwei maskierte Männer betraten am 20.12.1991 eine Bank im Bereich Lochhausen. Während einer der Täter mit einer Schusswaffe eine Kassiererin bedrohte und Geld forderte, hielt der zweite, ebenfalls bewaffnete Täter, die Kunden sowie das übrige Bankpersonal in Schach.

Nachdem den Tätern mehrere Tausend D-Mark übergeben wurden, flüchteten sie aus der Bank. Sie liefen zu einem in der Nähe abgestellten VW-Bus. Unter den Geldscheinen konnte die Bank ein sog. „Security-Pac“ beilegen. Als die Täter vor dem VW-Bus waren, expolierte dieses „Security-Pac“ und roter Rauch stieg auf. Die Räuber ließen die Tüte mit dem Geldscheinen fallen und flüchteten mit dem Bus, in dem ein dritter Mittäter wartete.

Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief negativ.

Verhängnisvoller Fingerabdruck

Am Tatort konnte ein Fingerabdruck gesichert werden. Mit einem AFIS (Automatisiertes Fingerabdruck-Identifizierungssystem)-Abgleich konnte nun der Fingerabdruck zweifelsfrei einem Täter zugeordnet werden.

Der mittlerweile 41-jährige und bei Tatausführung 22-jährige Mann konnte nun von Beamten der Polizeiinspektion 45 (Pasing) festgenommen werden.

Der 41-Jährige legte ein Geständnis ab und gab Hinweise auf seine beiden Mittäter. Eine 41-jährige Österreicherin, die zur damaligen Tatzeit 20 Jahre alt war und ein 40-jähriger Deutscher, der zur Tatzeit 19 Jahre alt war, konnten daraufhin beide in Kienberg im Chiemgau festgenommen werden.

Beide Festgenommenen gestanden die damalige Tat. Sie gaben als Motiv ihre damals schlechte Finanzsituation an. Da gegen die beiden keine Haftgründe vorlagen, wurden sie nach ihrer Vernehmung wieder entlassen. Gegen den 41-Jährigen, der aufgrund seiner Fingerspur festgenommen wurde, wurde ein Haftbefehl erlassen.

Die Tat konnte somit acht Monate vor ihrer 20-jährigen Verjährungsfrist aufgeklärt werden.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München / red

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