500 Zuschauer bestaunten die starken Burschen

+

Waldhausen - Am Sonntag fand der gestohlene Maibaum zurück in die Gemeinde Waldhausen. 500 Besucher haben sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen.

Ein wunderbares Fest rund um das bayerische Brauchtum fand am gestrigen Sonntag in Waldhausen statt. Pünktlich brachten die Kienberger Burschen den im März gestohlenen, jetzt festlich geschmückten Baum zurück. Bei Schrankbaum wurde der 24 Meter lange Maibaum auf ein Pferdegespann umgeladen. Am Ortseingang Waldhausen wartete schon die Schnaitseer Blaskapellen, die den neuen Baum, der jetzt wieder für rund fünf Jahre in der Waldhauser Dorfmitte steht, sowie die zahlreichen Kienberger Diebe in Lederhosen und Dirndlgwand.

Mittlerweile war der Durst groß und das Angebot der Waldhauser Trachtler und ihrem Vorsitzenden Paul Reimeier, sich an den kühlen Getränken zu bedienen war groß. Unter Voranzug der Musiker war die Kraft aber schon wieder nach nicht einmal 40 meter wieder am Ende. Jetzt musste der Schnaitseer Bürgermeister Vitus Pichler als Vermittler herhalten. Er versprach den Kienbergern noch einmal ein 50-Liter-Fass. Damit gaben sie sich auch zufrieden und dem festlichen Einzug ins Dorf stand nichts mehr im Wege. Wohl an die 500 Besucher säumten die kurze Wegstrecke und den Platz, an dem der Maibaum aufgestellt werden sollte. Hier übernahm Richard Bals das Kommando, die Schwaiberl wurden herangeschafft und exakt um halb zwei hieß es „An die Schwaiberl – Hau ruck“.

Maibaumaufstellen in Waldhausen

Zur Sicherheit aller hatte die Firma Köhldorfner Holzbau kostenlos einen Kran zur Verfügung gestellt Natürlich mussten die starken Burschen die eine oder andere Rast einlegen. Dabei wurde es den Zuschauern aber nicht langweilig, denn die Waldhauser Trachtler sorgten mit ihren Tänzen für beste Unterhaltung. Beim Auftanz begleiteten die Schnaitseer Musiker unter Leitung von Rupert Schmidhuber den Trachtennachwuchs. Beim Sterntanz, beim Muihradl und bei den flotten Plattler begleiteten Tobias Lerner, Fabian Eibl und Agnes Oswald die boarischen Tänze Am Feuerwehrhaus hatten viele fleißige Helfer des Vereins allerhand zu tun, um den Hunger und den Durst zu löschen. Auch noch lang nachdem der Maibaum sich stand herrschte hier großer Betrieb.

Dabei war es sehr erfreulich, dass auch viele Kienberger Gäste zusammen mit ihrem Bürgermeister Hans Urbauer nach Waldhausen gekommen waren. Bei bester Stimmung feierten die beiden Nachbargemeinden, egal ob Diebe oder Bestohlene in gemütlicher Atmosphäre das gelungene Traditionsfest. Schließlich musste ja noch die „Lösegeldzahlung“ in Nahrung umgesetzt werden. Für jeden der rund 90 Diebe gab es eine Maß, ein Rüscherl und eine Brotzeit. „An guad´n und Prost oisand mitanand“.

Josef Unterforsthuber

Zurück zur Übersicht: Trostberg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser