Versammlung des Wasserbeschaffungsverbands Obing: Keine Gebührenerhöhung

Wasserpreis bleibt stabil

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Eine der großen Pumpen musste zur Reparatur aus dem Brunnen geholt werden.

Obing - Bei einem Guthabenstand von 275.000 Euro nach Abzug aller noch offenstehenden Verbindlichkeiten sieht der Wasserbeschaffungsverbands Obing von einer Gebührenerhöhung vorerst ab.

Die finanzielle Ausstattung des Wasserbeschaffungsverbands Obing ist weiterhin zufriedenstellend, obwohl 2011 die Ausgaben die Einnahmen um 9000 Euro überstiegen, berichtete Vorsitzender Hubert Zeltsperger bei der Jahresversammlung des Verbandes. Bei einem Guthabenstand von 275000 Euro nach Abzug aller noch offenstehenden Verbindlichkeiten sei man für kommende Aufgaben gut aufgestellt. Wegen der guten Rücklagen sei eine Gebührenerhöhung vorerst nicht nötig, überbrachte der Vorsitzende als Botschaft an die Mitglieder.

Der Wasserbeschaffungsverband hatte im vergangenen Jahr sehr viel investiert und auch Aufgaben erledigt, die schon lange anstanden. Mehrere Leitungssanierungen wurden durchgeführt, der größte Posten war dabei die Seestraße, das Baugebiet an der Mühlbachstraße wurde leitungsmäßig neu erschlossen. Dazu kamen Neuanschlüsse und die Erneuerung von Hausanschlüssen, sieben Rohrbrüche mussten beseitigt werden. Außerdem wurden die Pumpe an einem der beiden Brunnen repariert und ein Horchgerät zum Aufspüren von Rohrbrüchen gekauft.

Doch auch die Einnahmesituation hatte sich durch mehr Wassergebühren (215000 Euro) und steigende Einnahmen aus Anschlussgebühren verbessert. Letztere waren von 13000 Euro im Vorjahr auf 46000 Euro gestiegen. So sei das Ziel des Vorstands, 2012 ein relativ ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften, durchaus realistisch, schätzte Zeltsperger ein. In den folgenden Jahren seien dann wieder höhere Ausgaben geplant: Die Baugebiete "Pfaffing - An der Schalkhamer Straße" und "Klosterland" und eventuell ein neues Gewerbegebiet müssten für die Wasserversorgung erschlossen werden, die Leitungen am Schloßberg saniert; auch den Kraftakt Austausch der Leitungen in der Ortsdurchfahrt der B 304 behalte man weiterhin im Auge. Für die digitale Erfassung des gesamten Leitungsnetzes habe man 20000 Euro im Haushalt eingestellt.

Um bezüglich der Wasserversorgung auch in Zukunft auf der sicheren Seite zu sein, wolle man Probebohrungen östlich des Taubensees in der Nähe der Pestkapelle durchführen, um einschätzen zu können, ob hier in Zukunft ein weiterer Brunnen des Wasserbeschaffungsverbandes Obing installiert werden könnte.

Wasserwart Gerhard Zimmermann berichtete von einem stabilen Wasserpegel und von einer leicht gesunkenen Fördermenge von 209000 Kubikmeter im Jahr 2011. Doch sei der Durchschnittsverbauch pro Abnehmer von 198 Litern im Vorjahr auf 201 Liter gestiegen. Aber man habe es geschafft, die Wasserverluste unter zehn Prozent zu drücken.

Über die Wasseruntersuchungen berichtete Zeltsperger, das Obinger Wasser läge in Bezug auf Rückstände von Chemikalien und auf Bakterien unter allen Grenzwerten. Den Antrag von Maria Lohner, das Wasser auch auf Rückstände von Glyphosat zu untersuchen, den Hauptbestandteil vieler Herbizide, nahm der Vorsitzende des Wasserbeschaffungsverbandes positiv auf und versprach, sich über entsprechende Untersuchungsmethoden kundig zu machen.

Zum Nitratgehalt des Wassers in den Obinger Brunnen erklärte Zeltsperger, der sei gegenüber dem Vorjahr um ein Milligramm gesunken auf 28 beziehungsweise 27 Milligramm pro Liter. In Deutschland sei der Grenzwert 50 Milligramm, doch werde EU-weit eine Vorgabe von 25 Milligramm angestrebt, so dass es weiterhin eine wichtige Aufgabe des Wasserbeschaffungsverbandes bleibe, in Dialog und Kooperation mit den im Wasserschutzgebiet wirtschaftenden Landwirten zu erreichen, dass in der Nähe der Brunnen alles Nötige getan werde.

igr/Chiemgau-Zeitung

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