Junge Union Traunstein lud zum GetTogether ein

Darknet – die dunkle Seite des Internets?

Traunstein - Was verbirgt sich hinter dem sogenannten „Darknet“, der dunklen Seite des Internets? Wie funktioniert sie und wofür kann man sie benutzen? Um all diese Fragen zu klären, lud die Junge Union in der Stadt Traunstein deshalb zu ihrem beliebten Veranstaltungsformat „GetTogether“ in das Café Lenz in Traunstein ein.

Als Experte wurde Oliver Arnold, Oberstudienrat und Koordinator der vom bayerischen Kultusministeriums entwickelten Plattform Mebis, gewonnen. „Dass die Junge Union in der Stadt Traunstein mit diesem Thema einen Nerv getroffen hatte, zeigt die hohe Teilnehmerzahl, die sich aus verschiedensten Alters-, Interessens- und Berufsgruppen zusammensetzt“, so Stadträtin und JU-Ortsvorsitzdende Isabelle Thaler. Als Experte im Umgang mit dem Medium Internet führte Oliver Arnold zunächst anhand einer anschaulichen Powerpoint-Präsentation in das Thema „Darknet“ ein. Hierbei vermittelte er grundlegendes Wissen im Zusammenhang mit der IP-Adresse und dem Internet, das wir alle tagtäglich nutzen. Sodann erklärte er, wie das für den Zugang zum „Darknet“ beliebte Anonymisierungsnetzwerk TOR funktioniert. TOR steht für „The Onion Router“, zu Deutsch „der Zwiebel-Router“, was sich aus der Funktion der TOR-Software selbst ableitet, die mit einer mehrfachen Verschlüsselung im Zwiebelschalenprinzip arbeitet.

Obwohl die reine Nutzung des Darknets nicht verboten ist, lag plötzlich eine knisternde Spannung im Raum, als Oliver Arnold über seinen PC mit den Anwesenden ins „Darknet“ ging. Für viele der Anwesenden war es die erste tatsächliche Begegnung mit dem „Darknet“. Drogen, Waffen, Falschgeld und gefälschte Pässe waren nur einige Dinge, die die Teilnehmer den auf der Startseite erschienen Überschriften entnehmen konnten. Oliver Arnold wies jedoch darauf hin, dass das „Darknet“ nicht per se „Gut oder Böse“ sei. Grundsätzlich handle es sich um eine Plattform, die es den Nutzern ermöglicht, sich mit einem großen Maß an Anonymität im Internet zu bewegen. Dies diene nicht nur Kriminellen. Gerade in totalitären Staaten biete das Darknet Oppositionellen oft die einzige Möglichkeit, ihre Meinung frei kundzutun sowie sich zu organisieren und zu vernetzen.

Damit war die, sich an den hervorragenden Vortrag von Oliver Arnold anschließende, Diskussion entfacht. Hierbei kamen die Teilnehmer und auch Oberstudienrat Oliver Arnold zu dem Fazit, dass gerade an Schulen die Medienbildung viel zu kurz kommt. Oliver Arnold warnte zwar davor, nicht naiv im Internet unterwegs zu sein, soch stellte auch klar, dass man dennoch Smartphones, Tablets, Social Media und das Internet nicht verteufeln solle, da sie aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken seien. Vielmehr müsse viel mehr in die mediale Bildung der Schülerinnen und Schüler investiert werden. Hierzu fehle aufgrund der aktuellen Lehrpläne und dem derzeit geforderten Leistungsprofil aber die Zeit. Zum Abschluss bedankte sich JU-Ortsvorsitzende und Stadträtin Isabelle Thaler bei Oliver Arnold, überreichte ihm ein kleines Dankeschön und stellte fest: „Sie haben unsere Erwartungen mit ihrem Vortrag absolut übertroffen und haben sowohl die dunkle als auch die helle Seite des Darknets beleuchtet“.

Pressemitteilung Junge Union Traunstein

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