Christian Köppel Gast bei der ARGE 6-Versammlung der Löwen Fans

„Ich habe eine unfassbare große Chance bekommen!“

+
Stargast Christian Köppel inmitten der Vorsitzenden Florian Schuster (Seeoner Löwen, links) und der ARGE Christian Schmidbauer

Seeon-Seebruck - Seeon. Der 1860-Fanclub, die „Seeoner Löwen“ waren Gastgeber der Winterregions-Versammlung der ARGE 6 (Oberbayern Südost) der Fans des Fußball-Regionalligisten TSV 1860 München. Als Gast konnte der Vorsitzende der ARGE-6-Region Christian Schmidbauer (Laufen) und Fanclub-Präsident Florian Schuster des Ausrichters den 23-jährigen Christian Köppel begrüßen in der Gaststube des Landgasthofes „Alter Wirt“ in Seeon begrüßen.

Schmidbauer begrüßte den vollbesetzten Saal mit den Vertretern der einzelnen Fanclubs und auch den Gast aus München. Er beschrieb ihn als „Verteidiger mit Stürmerblut“ und „aus der sehr jungen und ambitionierten Mannschaft sticht Köppel heraus“. Zugleich bedankte es sich bei den „Seeoner Löwen“ für die Ausrichtung der Versammlung. Schuster informierte über seinen Fanclub, der über 120 Mitglieder mit 30 Kindern und Jugendlichen verfügt. Im Vorjahr konnten der Verein auf 20 Jahre seines Bestehens zurückblicken.

Christian Köppel stieß im zarten Jugendalter von 14 Jahren zu den Löwen, er kam von Olympia Moosach an die Grünwalder Straße. „Meine Mutter, ein glühender Löwen-Fan, hat mich gut erzogen und zu dem richtigen Verein geschickt“. Er selbst hat auch ein großes „Löwen-Herz“, und musste schon immer mit den Blauen leiden. „Einmal Löwe - immer Löwe!“. Celtic Glasgow und den FC Liverpool sind auch noch seine Lieblingsklubs, „sie haben die gleiche Fankultur wie bei uns, dass gefällt mir!“ Er gab einen kurzen Abriss über den Restverlauf der Vorsaison und der jetzigen Spielzeit in der 4. Liga: „Als abzusehen war, dass die Relegation und möglicherweise der Abstieg droht, wurde mit uns jungen Spielern der U23-Mannschaft gesprochen“, so Köppel. „Das übernahm Trainer Daniel Bierofka, dass es am Ende ein Doppelabstieg war, machte die Situation nicht leichter“. Am Ende drängte die Zeit und eine komplett neue Mannschaft stand auf dem Rasen. „Ich habe eine unfassbare Chance bekommen, bei Sechzig in der 1. Mannschaft zu spielen!“ Köppel ist hier dankbar, beim Tabellenführer der Regionalliga-Mannschaft dabei zu sein und „auch einen kleinen Teil dazu beigetragen zu haben, dass es momentan so läuft“. Er war der Dosenöffner am ersten Spieltag beim 4:1 in Memmingen. Aber es ist erst die halbe Miete. Er lobte seine Coach: „Der ‚Biero‘ ist ein positiv verrückter, ähnlich wie mit Arijen Robben zu vergleichen. Wir haben den besten Mann auf der Trainerbank, er ist auch zugleich mein Mentor“. Ins Gleiche Horn bläst er für die Fans: „Sie kitzeln das eine oder andere Prozent noch aus uns heraus. Das könnte am Ende entscheidend sein in Sachen Aufstieg in die 3. Liga“. Da will er mit seinem Team hin, „denn hier wird wieder Profifußball gespielt“. Er blickte auf eine Woche Vorbereitung zurück und sagt, dass das Team zum Auftakt gegen den 1. FC Nürnberg II bei hundert Prozent sein muss. Die Relegation sieht er 50 zu 50 und es ist noch ein langer Weg. Was ihn auch freut sind die Auswärtsspiele: „Denn das sind wegen der Fans zugleich Heimspiele“. Er sprach auch von der Distanz zur Vereinsführung, „dass macht alles Bierofka, zu dem einen oder anderen hat man aber schon mal Kontakt“. Sein Vorbild ist Peter Kurzweg von Union Berlin (2. Bundesliga), der aus bei den Löwen war, „aber unterschätzt wurde“. Der kleine Moritz aus Seeon wollte wissen wie man Fußball-Profi wird? „Das Leben, die Art, Fleiß, Disziplin und eine gute Einstellung sind Voraussetzung!“, sagte Köppel, der sich auch als gläubiger Mensch bekennt und Vorbild für die Jungen sein will.

Einen kleinen Einblick in den wirtschaftlichen Teil gab Franz Hell, Beisitzer im ARGE-Vorstand und „Allesfahrer“. „Wir sind ein gefühlter Bundesligaverein, allerdings kann ich keine Infos geben wie es weiter geht“. Ihn ärgert die 4. Liga: „Früher haben wir 20.000 Euro für ein Freundschaftsspiel in Rosenheim bekommen, nun müssen wir ein Punktspiel bestreiten“. Die Fans sind gespalten, wie es Hell beschreibt und spricht dabei die Situation Vorstand und Investor an. „Momentan der Graben tiefer als der Mariannengraben“. Er warnt auch: „Der sportliche Erfolg muss über allem stehen“.

Zum Abschluss informierte Schmidbauer über einige anstehende Jubiläen der Fanclubs und bedankte sich bei Christian Köppel und Florian Schuster mit einem Gutschein für eine Chiemseeschifffahrt.

Thomas Donhauser

Zurück zur Übersicht: Vereine & Parteien

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweis

Inhalte Drittanbieter
Die in diesem Ressort aufgeführten Artikel und Meldungen stammen nicht von der OVB24-Redaktion, sondern von den Sportvereinen aus der Region. Die Inhalte dieser Pressemeldungen spiegeln nicht die Meinung der Redaktion. Die OVB24-Redaktion übernimmt für die Inhalte der Artikel keine Haftung und behält sich vor, Beiträge zu kürzen oder zu löschen, sollten sie gegen den Pressekodex verstoßen.

Live: Top-Artikel unserer Leser