Bürgerbegehren - Erhalt der freien Landschaft in Prien Stock

1227 Priener unterstützen Bürgerbegehren mit Ihrer Unterschrift

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Bürgerbegehren - die Zweite

Prien am Chiemsee - „Wir lassen nicht locker!“ – Das hatten die Initiatoren des Bürgerbegehrens zum Erhalt der freien Landschaft in Stock angekündigt. Heute konnten sie nun ihr Versprechen wahrmachen und 1.227 Unterschriften von Priener Bürgern im Rathaus vorlegen. Damit ist die für einen Bürgerentscheid erforderliche Zahl von knapp 800 wieder weit überschritten.

Den Unterstützern geht es dabei nicht um das Verhindern einer Jugendherberge. Vielmehr soll jede Bebauung an einem Ort verhindert werden, der bisher als Pferdeweide das Auge der Spaziergänger erfreut und prägend für das Landschaftsbild Priens nahe des Chiemsees ist. „Der Preis dafür ist eindeutig zu hoch!“ – so Christoph Bach von den Bürgern für Prien. Ausdrücklich verweist er auf die Tatsache, dass die Jugendherberge bereits seit Jahrzehnten über ein derzeit brachliegendes Grundstück verfügt, das sich bei etwas gutem Willen durchaus für das Projekt eignet. Die geplante Zersiedelung der Landschaft sei also unnötig. In vielen persönlichen Gesprächen wurden die Initiatoren in genau dieser Aussage von den Priener Unterstützern bestärkt: „Die ham doch an Spitzn‘ Grund, was brauchen die denn immer mehr!“.

Es ist bereits der zweite Anlauf. Ein erstes Begehren mit einer hohen Zahl an Unterschriften wurde Ende Oktober vom Marktgemeinderat als unzulässig abgelehnt, weil die Begründung angeblich einige irreführende Fakten enthielt. Gegen diese Entscheidung ist derzeit eine Klage anhängig. Da bis zu einem gerichtlichen Urteil die Gefahr besteht, dass die Gemeinde vollendete Tatsachen schafft, sah sich die Initiative zu den Mühen einer wiederholten Sammelaktion veranlasst. Bach dazu: „Es darf nicht sein, dass so viele Bürger, die sich für den Erhalt der Landschaft aussprechen, schlichtweg übergangen werden.“

Der Erfolg auch des erneuten Begehrens zeigt, wie sehr der Nerv vieler Bürger getroffen ist. Denn es geht hier um Grundsätzliches: Nachhaltiger Schutz von Natur und Landschaft stehen gegen vermeidbaren Flächenfraß. So mancher Priener fragt sich, was der Zukunft heutiger und künftiger Generationen mehr nützt. Das Bürgerbegehren will erreichen, genau das zur breiten Diskussion und Abstimmung zu stellen. Und die Initiatoren erwarten, dass Bürgermeister Seifert seiner Verpflichtung nachkommt, ein faires Verfahren mit ausgewogenen Informationschancen für alle Seiten sicherzustellen.

Pressemitteilung Bürger für Prien

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