SPD Ruhpolding

Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins mit Oberbürgermeister Kegel

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Bürgermeister Christian Kegel (links) und der SPD-Vorsitzende in Ruhpolding, Johannes Hillebrand.

Ruhpolding - Der Vorsitzende Johannes Hillebrand begrüßte im Held's Vitalhotel neben den Mitgliedern und Gästen besonders den Gastredner des Abends, den Oberbürgermeister der Stadt Traunstein Christian Kegel. Vor dessen Ausführungen gab der Vorsitzende seinen Bericht über das abgelaufene Jahr ab. Neben regelmäßigen Monatsversammlungen erinnerte er an die Besichtigungen der Alten- und Pflegeheime St. Adelheid und Sen Vital, den Besuch beim FC Bayern und im Münchner Zoo im Rahmen des Ferienprogramms, den Rundgang durch das Dorf mit der Bundestagsabgeordneten Bärbel Kofler mit anschließendem Infostand, dem Besuch beim Golfclub und weitere Aktivitäten wie zum Beispiel die Teilnahme an Dorfschießen und Dorfkegeln.

Der Kassier Georg Niermeier konnte über gesunde Finanzen berichten und betonte dabei, dass alle Einnahmen über Mitgliedsbeiträge, Abgaben der Gemeinderatsmitglieder und Spenden aus dem Ortsverein selbst kommen. Nachdem der Kassenprüfbericht dem Kassier eine einwandfreie Kassenführung bestätigt hatte, konnte die Vorstandschaft einstimmig entlastet werden. Für die Europawahl 2019 waren die 5 Delegierten zur Europakonferenz zu wählen. Bestimmt wurden Johannes Hillebrand, Margarete Schürholt, Maria Haßlberger, Johannes Stief und Sepp Konhäuser. Ersatzdelegierte sind Elisabeth Holzner, Gerhard Kanonenberg, Nikolaus Lechner und Georg Niermeier. In seiner Vorschau stimmte der Vorsitzende den Ortsverein auf die in diesem Jahr anstehende Landtagswahl ein. Für den 30. August ist eine Veranstaltung mit dem Landtagskandidaten Sepp Parzinger geplant. 2019 wird dann der Ortsverein sein hundertjähriges Bestehen feiern. Der Vorsitzende stellte sodann den Gastredner des Abends, den Traunsteiner Oberbürgermeistr Christian Kegel vor, der auch stellvertretender Vorsitzender des Unterbezirks Traunstein der SPD ist. Er kenne ihn als jemand, der die Dinge immer sehr schnell auf den Punkt bringt. Kegel bedankte sich für die Einladung mit dem Hinweis auf eine Gemeinsamkeit mit Johannes Hillebrand: Vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister war er Lehrer für Latein und Sport am Chiemgau-Gymnasium gewesen und habe dort auch seinen Sohn unterrichtet. Mit dem Ruhpoldinger Bürgermeister Claus Pichler gebe es ebenfalls eine Gemeinsamkeit: Für beide stehe das Gemeinwohl an erster Stelle. Dazu gehöre, dass man auch einmal "nein" sagen müsse zu Anliegen von Bürgern. Besonders dann sei es aber wichtig, nicht abgehoben zu sein und seine Entscheidung auch gut zu erklären. Sowohl im Traunsteiner Stadtrat als auch im Ruhpoldinger Gemeinderat müsse sich der Bürgermeister für seine Vorhaben immer Mehrheiten zusammensuchen. Parteipolitik könne unter diesen Umständen keine Rolle spielen und sei in der Gemeindeordnung auch nicht vorgesehen. Das Hauptthema in Traunstein sei momentan die Versorgung mit Wohnraum. Für jeden Geldbeutel müsse etwas geschaffen werden, auch für die kleinen Einkommen. Bezahlbare Mieten für „Normalverdiener“ liegen seiner Ansicht nach in einem Bereich bis ca. 8 €/m², für viele aber auch darunter. Die Miete dürfe nicht große Teile des Einkommens auffressen. Einen Schwerpunkt der Diskussion bildete die Nutzung der touristischen Infrastruktur durch die Bewohner der Region. Die touristischen Einrichtungen der Fremdenverkehrsgemeinden seinen für Traunstein sehr wichtig, betonte der Oberbürgermeister. Dafür unterhalte die Stadt ihrerseits Einrichtungen, die für das Umland von Bedeutung seien. Er nannte als Beispiele die Volkshochschule und kulturelle Programme. Bürgermeister Claus Pichler thematisierte in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit von Traunstein und den Gemeinden bei den touristischen Einrichtungen und einen entsprechenden Finanzausgleich. Er schilderte Bemühungen, Nachbargemeinden von mehr Zusammenarbeit zu überzeugen. Eine Gemeinde wie Ruhpolding sei eigentlich mit dem Unterhalt eines Vita Alpina überfordert, obwohl diese Einrichtung unverzichtbar sei. In Wirklichkeit würde es sich hier um eine überörtliche Aufgabe handeln, die entsprechend finanziert werden müsste. Die Aussichten dafür schätzte jedoch auch der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser als gering ein. Und noch eine gemeinsame Tradition von Traunstein und Ruhpolding kam zur Sprache: 1619, also vor 400 Jahren, wurde in Traunstein die Saline in Betrieb genommen. Im gleichen Jahr gründete sich in Ruhpolding der Holzknechtverein. Ohne das Brennholz aus dem Miesenbacher Tal und die Holztrift wäre das Salzsieden wohl nicht möglich gewesen. Holz und Salz bedingten sich gegenseitig. Mit einem klaren Bekenntnis zum Ehrenamt und einer ebenso klaren Ablehnung des Schimpfens auf die Politik verabschiedete sich der Traunsteiner Oberbürgermeister vom Ortsverein Ruhpolding. HHo.

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