Einem Bürgermeister gehen die Argumente aus

Prien’s 2ter Bürgermeister schreit: Alles Lügen!

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Für eine Jugendherberge! Aber am richtigen Ort.

Prien am Chiemsee - Die Bürgerinitiative Erhalt der freien Landschaft in Prien Stock West ist entsetzt über das Niveau auf der sogenannten Informationsveranstaltung am 26.4. im König Ludwig Saal in Prien. Ein Bürgermeister der sich hinstellt und schreit: „Alles Lügen, dass wird man ja noch mal sagen dürfen!“ das hat Pegida Format.

Kaum ein Redner der mangels eigener Argumente der Bürgerinitiative nicht Lügen oder Falschinformation vorgeworfen hätte. Dabei blieb man aber den Abend lang den konkreten Beweis dieser Aussage schuldig. Geht auch nicht anders, denn wer die Aussagen der BI in der Infobroschüre oder im Internet liest wird feststellen, dass sie ihm vielleicht nicht passen, aber falsch sind sie eben nicht.

So betont die BI: Die Landschaft gehört geschützt und in Zeiten des Flaechefraßes teilen wir diese Meinung mit Grünen, Landtags CSU, Bauernverband und vielen anderen Organisationen. Lüge?

Der Flächennutzungsplan sieht eine Bebauung des gesamten Areals vor und die JH ist das erste Projekt dieser Entwicklung. Dazu die Aussagen im OVB von Herrn Anner, Fraktionssprecher der CSU: „Schon seit 1967 sei im Flächennutzungsplan, […], die Option einer Bebauung zwischen Birkenweg und Osternacher Straße enthalten, seit 1995 für eine Nutzung für den Kur- und Tourismusbereich. Sorgen, nach der Jugendherberge könnten dort weitere Bauten folgen, trat er entgegen: Wir werden mit diesem Bereich äußerst sensibel umgehen.“ Im Klartext heißt das: Es wird gebaut, wenn es uns passt. Ein klares Nein zur Bebauung der Gesamtfläche sieht anders aus. Lügen wir also, wenn wir befürchten „ Die JH ist der erste Dominostein der fällt“?

Die BI hat mit Hilfe eines Architektenplans gezeigt, dass es eine Alternative zum Bau einer Jugendherberge mit 200 Betten auf dem alten Grundstück gibt. Dazu muss - analog zum neuen Standort - der Bebauungsplan geändert werden. Damit wurde die Behauptung des DJH widerlegt, das Grundstueck sei zu klein. Die Alternativlosigkeit ist also nicht durch den alten Standort begründet. (siehe auch: https://www.chiemgau24.de/chiemgau/vereine-und-parteien/1276441-pressemitteilung-vereine-parteien-0426-3966459-9818766.html) Am 26.4. antwortete der Geschäftsführer des DJH auf die Fragen, ob denn das alte Grundstück für bezahlbaren Wohnraum genutzt werden könnte, bzw. was wohl mit dem Grundstück passieren würde, ungefähr wie folgt: "Man werde natürlich verkaufen. Aber ob man verkaufen werde, wisse man nicht." Er fügte hinzu: "Die Erlöse würde selbstverständlich in das Projekt fließen." Auch hier keine klare Stellungnahme der JH, bezahlbarer Wohnraum oder Maximalgewinn durch Luxuswohnungen?

Die BI sagt: Es gibt einen positiven Ertrag durch Kauf und Verkauf der 2 Grundstücke. Auf Basis von öffentlich zugänglichen Grundstückspreisen schätzen wir diesen auf 3-4 Millionen Euro. Lüge? Prüfen Sie selbst die Preise. Offensichtlich sind den Befürwortern der Verbauung unserer Landschaft die Sachargumente ausgegangen, so dass sie in Panik zum Element der Stimmungsmache greifen. Die BI fordert daher alle Parteien auf, die Diskussion wieder zu versachlichen.

Pressemitteilung BI Erhalt der freien Landschaft in Prien - C. Bach

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