Vorträge in der Salzachklinik

Vortrag: Harndrang und kein Ende

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Dr. Turba zeigt den Aufbau der Prostata

Fridolfing - Ursachen, Beschwerden und Therapiemöglichkeiten bei „Harndrang“ bei Männern und Frauen war Thema eines informativen Vortrags, zu dem die Salzachklinik Fridolfing am 3. April im Rahmen der Gesundheitsvorsorge geladen hatte. Gut 50 Besucher lauschten dem Referenten, Dr. Markus Turba, Urologe aus Freilassing.

Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Pflegedienstleitung der Salzachklinik, Johanna Hummelberger, begann Dr. Turba seinen Vortrag. Er erklärte, wieso beim Mann die Prostata Ursache für übermäßigen Harndrang sein kann. Dr. Turba erörterte Fragen wie, was ist die Prostata, wie funktioniert sie, welche Auswirkungen hat eine Veränderung beziehungsweise ein Wachstum der Prostata und wie kann ein solches Wachstum behandelt werden. Durch anschauliche Skizzen am Flipchart zeigte er den Aufbau mit den verschiedenen Organen. Mit dem Hinweis, dass eine Prostata-Entzündung bei Männern so häufig vorkommt wie bei Frauen eine Blasenentzündung, wechselte er zum nächsten Thema. Die Zuhörer erfuhren interessante Details über die Blase der Frau, wie es zu Blasenentzündungen kommen kann und wie diese behandelbar sind. Da etwa 6 – 8 % der Frauen nach einer Antibiotika-Therapie eine erneute Blasenentzündung entwickeln, erklärte Dr. Turba, wie man mit einfachen Mitteln, z. B. über die Ernährung, Abhilfe schaffen und vorbeugen kann.

Im weiteren Verlauf des Vortrags ging der Urologe auf die Inkontinenz ein. Seine Skizzen veranschaulichten den Unterschied zwischen den verschiedenen Arten der Blasenschwäche. Je nach Beschwerden spricht man von Drang-, Belastungs- (auch Stressinkontinenz) und Überlaufinkontinenz. Jede Form benötigt ihre eigene Therapie. „Eine falsche Behandlung kann zur Verschlimmerung der Beschwerden führen“, warnte Dr. Turba. Zum Abschluss seines Vortrages ging der Urologe noch auf den PSA-Wert ein, der zur Vorsorge für Prostatakrebs ermittelt werden kann. Grundsätzlich gilt: Je höher der PSA-Wert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Krebs dahinter verbirgt. Ist der Wert verdächtig, kann, um sicher zu gehen, eine Gewebeprobe entnommen werden. Das Abtasten mit den Fingern, wird laut Dr. Turba nicht als Vorsorgeuntersuchung bezeichnet, da es keine konkreten Ergebnisse liefert.

Die Besucher nutzten im Anschluss an den Vortrag die Möglichkeit, Fragen an Dr. Turba zu stellen. So wollte zum Beispiel ein besorgter Zuhörer wissen, ob durch die Entnahme einer Gewebeprobe oder durch eine Testosteron-Therapie ein Tumor ausgelöst werden kann. „Durch eine Biopsie kann kein Tumor ausgelöst werden,“ beruhigte der Urologe. „Und wenn die Testosteron-Therapie im zugelassenen Bereich bleibt, hat man auch da nichts zu befürchten.“ Ein anderer Besucher fragte, ob bei der OP eines Prostatakarzinoms die komplette Prostata entfernt würde und wie es dann mit dem Wasserlassen wäre. Dr. Turba erklärte, dass die Prostata tatsächlich komplett entfernt würde, was allerdings keine Auswirkungen auf die Kontinenz habe. Nur die Potenz würde schlechter. Auf die Frage eines Mannes, warum er nachts oft bis zu sieben Mal auf die Toilette müsse und ob das an der Psyche liegen könnte, gab Dr. Turba die Empfehlung, sich untersuchen zu lassen. Mögliche Ursache wären organische Probleme wie eine vergrößerte Prostata, die sich eventuell mit Medikamenten behandeln ließe. Die Psyche könnte eine kleinere Rolle spielen.

Zum Dank für den interessanten Vortrag überreichte Frau Hummelberger im Namen der Salzachklinik einen Geschenkkorb an Dr. Turba und wünschte den zahlreichen Besuchern einen guten Nachhauseweg.

Salzachklinik Fridolfing

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