Jean Stodden ist neuer CSU Vorsitzender in Vachendorf. Magdalena Fischer trat nicht mehr an und ist jetzt Stellvertreterin.

Ehrungen und Änderungen in der Vorstandschaft

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vo.li.n.re. Josef Mayer, Jean Stodden, Magdalena Fischer, Markus Kaiser, Walter Ponath

Vachendorf - Beim Schusterwirt in Humhausen traf sich am Mittwoch, 24.04.19, die Vachendorfer CSU zur Jahreshauptversammlung. Zu Gast waren AKU-Vositzender Josef Mayer und Bezirksrätin Annemarie Funke. Zu den Mitgliedern des Ortsverbands hatten sich auch interessierte Bürger gesellt.

Im Mittelpunkt standen die Ehrungen langjähriger Mitglieder für ihre Treue und die Neuwahlen im Ortsverband, die leichte Veränderungen in der Vorstandschaft brachten. Magdalena Fischer trat nicht mehr an. Sie rückte als Stellvertreterin in die zweite Reihe. Als neuer Vorsitzender wurde der 42jährige Familienvater und Wirtschaftsprüfer Jean Stodden gewählt.

In der Versammlung gab es wieder reichlich Diskussionsstoff. Als Vorsitzender des Arbeitskreis Umwelt in Traunstein und Mitglied im Bezirksvorstand konnte Seppi Mayer viel zum Thema "Rettet die Bienen" und ein Treffen mit Initiatoren der "Fridays for Future" Demos berichten. So wurde bekannt, dass mit Landwirtschaftsministerin Kaniber ein Positionspapier erarbeitet wird, in dem auch die Gestaltung von umweltgerechten Privatgärten gefördert werden soll. Auch die Begrünung von Wänden und Dächern wäre ein weiterer Weg, um gegen die Versiegelung von Flächen vorzugehen.

Viel Diskussion gab es auch zum Thema "Abtreibung" und Recht auf Leben. So kritisierte Sepp Fischer, dass täglich 1000 Abtreibungen alleine in Deutschland passieren und meinte, dass gewiß in vielen Fällen die gesetzlichen Ausnahmen überreizt werden. Die CSU solle sich dafür einsetzen, dass der § 218 nicht noch weiter gelockert wird, wie es aus den Reihen der JUSOS gefordert wird. In dem Zusammenhang berichtete Annemarie Funke über das Teilhabegesetz und überzeugte, dass Behinderungen alleine das Leben nicht unwert machen.

Altbürgermeister Alois Hartl sen. brachte die Kiesgrubenpläne bei Wimpasing zur Sprache. Ihm sei unklar, wie der Vachendorfer Rathauschef am 05.04. auf Seite 12 im Traunsteiner Tagblatt so zitiert wird, dass da nicht zu machen sei. Während der Bürgermeister von Grabenstätt Georg Schützinger (Seite 17 am 16.04. im Traunsteiner Tagblatt) in ähnlicher Situation sei und davon spricht, dass die Gemeinde sehr wohl ein Wörtchen mitzureden hat. Immerhin soll die Grube bei Wimpasing 32 m tief werden und das gerade mal 130 m vom nächsten Haus entfernt. Der Kies solle dann bis nach Brodeich gefahren werden, wo er maschinell berbeitet und wieder woanders hintransportiert wird. Für die Schinderhölle wird das eine gewaltige Belastung werden. Der Ortsvorsitzende Jean Stodden meinte dazu, dass es sicherlich Möglichkeiten gäbe. Schließlich soll die neue Grube an eine Gemeindestraße angeschlossen werden. Da könne er sich nur schwerlich vorstellen, dass die Gemeinde da nur zuschauen könne. Und aus dem Diskussionskreis kam der Hinweis, dass die Anschlußstraße an das neue Gewerbegebiet schließlich auch nach Aufforderung durch die Gemeinderäte verhindert werden konnte. Wenn man also nur wolle, dann wäre sicher auch was möglich.

Der aktive Landwirt Alois Hartl jun. berichtete, dass gerade in Bayern die Bauern vielfach deshalb auf der Seite der CSU standen, weil mit dem Kulturprogramm des Freistaates schon vor dem Bürgerbegehren etwa 40 % der landwirtschaftlichen Flächen insektenerhaltend genutzt worden sind. Blühstreifen und viele andere Maßnahmen sind also überhaupt nichts Neues. Dass daraus jetzt Zwang werden soll trifft bei vielen auf Unverständnis. Deshalb sei das Positionspapier der CSU zu begrüßen, damit auch die gesamte Gesellschaft in die Pflicht genommen werden. In der Diskussion kam auch Verwunderung über den erneuten Fehlkauf der Gemeinde in Sachen Winterdienst zur Sprache. Da wurde auch die Frage gestellt, ob denn niemand das Fahrzeug vorher angeschaut hat, das auch beim Starkbierfest im Mittelpunkt stand. Von einem Schildbürgerstreich war da die Rede. Ebenso wie die gefährliche Engstelle am nagelneuen Radlweg in Mühlen, dem sogenannten Schildbürgereck. Diskutiert wurde auch über den Lärmschutz für die Bewohner Vachendorfs. Beim Thema Kommunalwahl will sich der Ortsverband noch ein wenig Zeit lassen.

CSU Vachendorf PON

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