FREIE WÄHLER nominieren ihren Bürgermeisterkandidaten

Amtierender Bürgermeister Klaus Ritter tritt erneut zur Bürgermeisterwahl an

+
Konrad Unterstein (links) gratulierte Klaus Ritter zur erneuten Kandidatur

Traunreut - Mit Klaus Ritter, schicken die FREIEN WÄHLER Traunreut erneut den amtierenden Bürgermeister ins Rennen, um den Chefsessel im Traunreuter Rathaus. Dieser äußerte sich unmissverständlich: „Ich will bei der nächsten Wahl wieder Bürgermeister werden.“ Zur Aufstellungsversammlung waren knapp fünfzig Personen zum Dorfwirt nach St.Georgen gekommen, darunter 34 Stimmberechtigte. „Alleine die Tatsache, dass so viele Leute gekommen sind, um der Wahl beizuwohnen, auch diejenigen ohne Stimmrecht, bestärkt uns sehr“, so der Vorsitzende Kai-Holger Seidel, der die Veranstaltung auch moderierte.

Bevor dieser nach der Begrüßung zu den Statuten und Regularien, die eine solche Wahl mit sich bringt, überleitete, dankte der ehemalige langjährige FW Stadtrat Ernst Biermaier dem Stadtoberhaupt für seine gute und engagierte Arbeit, die dieser seit seiner Wahl im Jahr 2014 für die Bürgerinnen und Bürger Traunreuts leiste. Dass diese Meinung unter den Anwesenden geteilt wurde, zeigte der große Applaus nach den Dankesworten.

Im weiteren Verlauf wurden die Rahmenbedingungen der Wahl erörtert und Kreisrat Dr. Lothar Seissiger zum Wahlvorstand gewählt, dessen Aufgabe die ordnungsgemäße Durchführung der geheimen Wahl war. Als Wahlhelfer fungierten Reinhard und Sibille Kunz, die ebenfalls durch die Anwesenden per Akklamation dazu gewählt wurden. Als Dr. Lothar Seissiger das Wahlprozedere eröffnete, fragte er nach Wahlvorschlägen aus der Versammlung. Max Moherndl schlug vor, wieder Klaus Ritter als Bürgermeisterkandidat aufzustellen. Trotz mehrfachen Nachfragens des Wahlvorstehers gab es keine weiteren Vorschläge. Auf den Wahlvorschlag folgte die Vorstellung des Kandidaten. Klaus Ritter war zwar allen Anwesenden bestens bekannt, er nutzte die Gelegenheit trotzdem für ein kurzes Statement zur Landespolitik, einen Abriss seiner Arbeit und erörterte welche Maßnahmen und Projekte er ab 2020 vorantreiben möchte.

Zum Beginn seiner Ausführungen ging Ritter auf die Bedeutung und Auswirkung der Arbeit ein, die in den Ortsverbänden der FREIEN WÄHLER geleistet wurde und deren Auswirkungen auf landespolitische Entscheidungen. So darf sich auch der FW Ortsverband Traunreut durch seine zielstrebige Arbeit die Abschaffung der Straßenausbaubeitragsatzung, die Abschaffung der Studiengebühren und die Entlastung der Eltern bei den Kindergartengebühren auf die Fahnen schreiben, indem er Unterschriften gesammelt, Infostände betrieben und Veranstaltungen organisiert hat. Auf kommunaler Ebene fing Ritter bei der Frühlinger Spitz Straße an. Diese sei in seinen Augen ein spannendes Thema das zwischenzeitlich leider „politisch“ geworden sei. Bereits im Jahr 2017 wollte die Stadt 50.000 Euro zur Planung dieser Straße im Haushalt unterbringen. Leider sei der Stadtrat mit Ausnahme der FREIEN WÄHLER dagegen gewesen. Grund hierfür war, dass man nicht den Druck zum Bau der Ostumgehung nehmen darf indem man die Frühlinger Spitz Straße ausbaut. Selbst als das Thema durch einen Antrag der FW Stadtratsfraktion und durch ein Angebot zum Grundstückstausch seitens der angrenzenden Firma BSH zum wiederholten Mal auf die Tagesordnung des Stadtrats kam, änderte sich das Stimmungsbild nicht. „Das war eine Entscheidung gegen die Bürger“, so der Ritter, der damit sein Unverständnis deutlich zum Ausdruck brachte. Beim Thema ÖPNV betonte Ritter, das dieser zukünftig wesentlich mehr an Bedeutung gewinnen werde. Darum sei es wichtig, hier ein ordentliches Konzept mit Bus Bahn zu haben. Der Zweistundentakt der Bahn, für den er sich sehr stark eingesetzt habe, sei schon einmal ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Selbstverständlich müsse man jetzt aber dran bleiben und versuchen diesen stabil zu halten das eventuell einmal daraus ein Stundentakt werden könnte. Des Weiteren verfolge der Bürgermeister immer noch das Ziel, dass die Stadt Traunreut gemeinsam mit den Städten Trostberg und Traunstein ein Oberzentrum bildet. Um das zu erreichen,sei die interkommunale Zusammenarbeit besonders wichtig. Finanziell hat Traunreut durch florierende Einkommens- und Gewerbesteuereinnahmen einen Spielraum, der es erlaubt einige Großprojekte anzupacken und zu investieren. Selbst nachdem diese dann abgearbeitet sind, hätten wir nach heutigen Stand immer noch sieben Millionen Euro in den Rücklagen, was die Stabilität wiederspiegelt. Das wiederum bräuchten unsere Unternehmen. Kontinuität und Stabilität. Der Stadt stellen sich dadurch klare Aufgaben: Die Stärkung und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Verbesserung der Wohnsituation. Auch hier ist Ritter in den vergangenen Jahren aktiv gewesen und so sind der Bau von insgesamt über 300 Wohneinheiten zum Teil bereits im Gange oder zumindest beschlossen worden. Eine Stärkung der Wirtschaft soll durch den Bau des Munaparks sowie den Ausbau der Kantstraße geschehen. Beide Maßnahmen sind ebenfalls bereits derzeit in der Planung. Ebenso wichtig wie Wohnen und Wirtschaft sei die Bildung der Jugend. So wird gerade mit dem Schneckenhaus an der Kolpingstraße, die zwölfte Kindertagesstätte im Stadtgebiet, gebaut. Des Weiteren wurde die Werner von Siemens Mittelschule saniert und der Weg zum Neubau der Grundschule Nord geebnet. Heuer wird der Ausbau der Straße von Hörpolding nach Haßmoning noch in Angriff genommen ebenso wie die Freibadsanierung, die bereits begonnen wurde. In seinen Ausführungen nannte das Stadtoberhaupt noch einige weitere Projekte, die während seiner Amtszeit erfolgreich abgeschlossen werden konnte. So wurde die Ortschaft Niedling komplett mit Straße, Kanal und Breitband saniert und ausgebaut werden. Hier dankte er allen Beteiligten für die äußerst gute und unkomplizierte Zusammenarbeit. Ein weiterer Meilenstein war die Entschärfung der Kreuzung in St.Georgen. In Hochreit wurde eine Umgehungsstraße für das Heidenhaingelände gebaut und das Strom- und Gasnetz zum Teil übernommen. Somit ist die Strom- und Gasversorgung wieder in kommunaler Hand, wo sie nach Ritters Meinung auch hingehöre. Der Jugendzuschuss wurde von den Sportvereinen für alle Vereine ermöglicht und der sogar erhöht. Diese Neuerung soll eine Wertschätzung an die Ehrenamtlichen und deren Vereinsarbeit sein. Klaus Ritter betonte zum Abschluss noch einmal, dass er sehr gerne die Verantwortung übernehme aber dabei keine One-Man Show abziehen möchte. „Mir ist durchaus bewusst, dass das alles nicht nur allein durch mich geschehen konnte“, so Traunreuts Bürgermeister.

Der nachfolgende Wahlgang brachte folgendes Ergebnis: alle 34 Abstimmungsberechtigten der FREIEN WÄHLER Traunreut stimmten für Klaus Ritter. Der frisch gewählte Bürgermeisterkandidat freute sich enorm über dieses Wahnsinnsergebnis und bedankte sich für das ausgesprochene Vertrauen, während ein nicht aufhören wollender Applaus den Saal erfüllte. Als erster Gratulant zur erneuten Kandidatur war der Fraktionsvorsitzende Konrad Unterstein zur Stelle. Er sagte, dass Klaus Ritter nicht nur der richtige sondern auch ein aufrichtiger Kandidat sei. Ritter stehe für die bürgernahe Politik und setze diese auch in Traunreut um. Unterstein wünschte dem Stadtoberhaupt und frisch gekürten Bürgermeisterkandidaten viel Kraft und Glück und sicherte die volle Unterstützung der Fraktion zu.

Zum Abschluss gab es noch Grußworte vom Fraktionsvorsitzenden der FW/UW Kreistagsfraktion, Manfred Kösterke. Er ging auf die finanzielle Lage des Landkreises ein, die sich seit der letzten Wahl enorm verbessern konnte. Ein Bildungscampus sei für die Ausbildung der Kinder aus unserer Region enorm wichtig. Des Weiteren erklärte er, dass der Zustand der Kliniken wesentlich verbessert werden soll. Der Abend ging in einem feierlichen Rahmen zu Ende.

Pressemitteilung Freie Wähler Traunreut e.V.

Zurück zur Übersicht: Vereine & Behörden

Auch interessant

Kommentare

Hinweis

Inhalte Drittanbieter
Die in diesem Ressort aufgeführten Artikel und Meldungen stammen nicht von der OVB24-Redaktion, sondern von den Vereinen und Behörden aus der Region. Die Inhalte dieser Pressemeldungen spiegeln nicht die Meinung der Redaktion. Die OVB24-Redaktion übernimmt für die Inhalte der Artikel keine Haftung und behält sich vor, Beiträge zu kürzen oder zu löschen, sollten sie gegen den Pressekodex verstoßen.

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT