400 Jahre Salinenstadt Traunstein - Mit der Ortsheimatpflegerin zum Salzmaier

Traunstein und das Salz - Angelika Nistler lud nach Traunstein ein

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Sepp Knott als Salzmaier Franz Edler von Stubenrauch und die Ortsheimatpfleger Angelika Nistler

Vachendorf - Vachendorfs Ortsheimatpflegerin Angelika Nistler hatte am 24.07. nach Traunstein eingeladen. Dort wartete bereits der Salzmaier "Franz Edler von Stubenrauch" (Sepp Knott) mit Gwand aus dem Jahre 1800 und entführte mit seiner Stadtführung in seine damalige Zeit.

Wer hätte es gewußt. Bis 1912 wurde in Traunstein Salz produziert. Viele prägende Gebäude aus der Zeit der Salinenstadt stehen heute noch und werden auch genutzt. Um 1800 war Traunstein der viertgrößte Handelsplatz Bayerns. Der Salzmaier war damals direkt vom Kurfürsten eingesetzt worden und hatte zusammen mit seinen Beamten die höchste Stellung in der Stadt und der Gemarkung Au. Damals war der Bürgermeister erst an 11. Stelle und hatte Grußpflicht gegenüber dem Salzmaier. Der bekam sogar seine eigene Salzmaier-Stiege zur Au runter und durchbrach dafür sogar die damals noch bestehende Stadtmauer.

Vachendorfs Ortsheimatpflegerin Angelika Nistler hatte am 24.07. nach Traunstein eingeladen. Dort wartete bereits der Salzmaier "Franz Edler von Stubenrauch" (Sepp Knott) mit Gwand aus dem Jahre 1800 und entführte mit seiner Stadtführung in seine damalige Zeit. Spannend und interessant erzählte er von der Saline, der gefährlichen Arbeit und dem beschwerlichen Leben damals. Auch sonst wußte der Salzmaier viel Wissenswertes zu berichten. So berichtete er darüber, dass die zwei Heiligenfiguren neben dem Altar der Salinenkapelle St. Rupert und Maximilian ursprünglich in der Vachendorfer Kirche gestanden haben sollen.

Im neugeschaffenen Salinenpark kam es zum Abschluß der etwa 2-stündigen Salinen-Stadtführung. In einem der alten Arbeiterhäuser gab es eine Ausstellung über die Saline und zwei kurze Filme über die erste Pipeline der Welt zu sehen. Quer durch Wald und Gebirge war die Leitung mit etlichen durchbohrten Fichtenstämmen gebaut worden. Im Salinenpark treibt ein großes Wasserrad eine nachgebaute Pumpe an, wie sie damals das Salz aus Reichenhall nach Traunstein pumpten, auch wenn es eh insgesamt ein Gefälle gibt waren diese Pumpen notwendig.

Viele Vachendorfer und sogar ein Mitglied des Gemeinderats waren der Einladung gefolgt und blieben bis zum Ausklang des Abends auf dem Stadtplatz bei einem sehr guten Salzkrustenbraten oder einer leckeren Forelle.

Franz Edler von Stubenrauch hat gleich nochmal eine Einladung ausgesprochen. Am 10. August kommt der Samerzug (Rösser mit Lastkarren) nach Traunstein und schon am Vormittag gibt es ein reichhaltiges Programm. Ab 11:00 Uhr startet im Salienpark ein abwechslungsreiches Programm. So wird erstmals seit 1912 wieder Salz in Traustein hergestellt. Mit einer Sudpfanne aus Bad Reichenhall wird das alte Handwerk des Salzsiedens gezeigt. Das Salz kann vor Ort gekauft werden. Außerdem werden im Salinenpark Deicheln gebohrt. Jeder der will kann sich am Bohrer probieren, um zu spüren, was es heißt Rohre für eine Soleleitung herzustellen. Um 14:15 Uhr kommen dann die Samer am Wochinger Spitz an. Am Sonntag, 11. August 2019, zieht ab 11:00 Uhr der historische Festzug durch Traunstein. Weitere Informationen findet man mit der Google-Suche: "Traunstein/Salz"

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