„Weitere Durchpfandung des Alltags ist mehr Schikane als Umweltschutz.“

Sorge um Milchbauern in der Region

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Traunstein - Die vom Bundesrat vorgeschlagene Änderung des Verpackungsgesetzes sieht unter anderem vor, auch auf Milchverpackungen Pfand zu verlangen. Dies stößt bei FDP-Bundestagskandidat Alexander Reich auf Unverständnis:

„Die Milchwirtschaft hat die letzte schwere Krise noch nicht ganz ausgestanden, schon wirft man ihr von politischer Seite wieder Knüppel zwischen die Beine. Laut dem Milchindustrie-Verband würde der Vorschlag würde die Entsorgungskosten für die Milchwirtschaft gegenüber dem jetzigen System verdoppeln“, so Reich, als Konsequenzen daraus folgendes befürchtet:

„Die so steigenden Verbraucherpreise hätten wohl den Effekt, dass vermehrt zu günstigeren Produkten gegriffen wird. Alternativ könnte es auch passieren, dass die Bauern für den Liter Milch wieder weniger Geld bekommen, damit die Firmen die Preise einigermaßen stabil halten können. Beides würde die Milchbauern wieder in prekäre Situationen bringen.“

„Restmilch, die vllt. noch in den Verpackungen enthalten ist, müsste von Gesetzes wegen vom Einzelhandel gesondert entsorgt werden, denn saure Milch schädigt die Bakterienkultur der Kläranlagen, was wiederum die Umwelt schädigt. Diese separate Entsorgung, die der Einzelhandel zu tragen hätte, würde noch zusätzlich auf die Verbraucher umgelegt werden“, so Reich, der abschließend festhält: „Eine solche weitere Durchpfandung des Alltags ist mehr Schikane als Umweltschutz. Weniger staatliche Einmischung und mehr Eigenverantwortung sind angebracht.“

Pressemitteilung FDP, Alexander Reich

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