Neue Spitze bei den Jusos im Landkreis

Annika und Sebastian Kuhlmann neue Doppelspitze

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Der neue Vorstand von links: Johannes Müller, Annika Kuhlmann, Sepp Parzinger, Sebastian Kuhlmann, Anna Scheitzeneder, Lara Treppner

Traunstein - Einen Führungswechsel gibt es bei den Jusos im Landkreis Traunstein. Die neue Doppelspitze bilden die 21-jährige Wirtschafts- und Politikwissenschaftsstudentin Annika Kuhlmann aus Ettendorf/Surberg und ihr drei Jahre jüngerer Bruder Sebastian Kuhlmann, der zurzeit die Abiturklasse des Chiemgau-Gymnasiums in Traunstein besucht. Durch Annika Kuhlmann die auch 1. Vorsitzende des Fördervereins Jugendtreff Traunstein e.V. ist und der Mitgliedschaft von Sebastian Kuhlmann im Jugendparlament des Landkreises, ist die neue Führung der Jusos auch bestens mit den Entscheidungsträgern in der Jugendpolitik vernetzt, und will so die regionalen Themen für die Jugend voranbringen.

Zuvor hatte die aktuelle Doppelspitze um den Bergener Sepp Parzinger und die Engelsbergerin Lara Treppner nicht erneut um den Vorsitz kandidiert. Parzinger, der auch Mitglied im Bergener Gemeinderat ist, wird im März erneut um den Vorsitz der Jusos Oberbayern kandidieren und ist dadurch besonders in Aufgaben auf oberbayerischer und bayerischer Ebene eingebunden. Treppner, übt auch noch weitere Ehrenämter bei der evangelischen Kirche aus. Beide haben sich durch diese zusätzlichen Belastungen dazu entschlossen in Zukunft nicht mehr in der ersten Reihe bei den Landkreis-Jusos stehen zu können. Sie bleiben dem Vorstand aber auch weiterhin in der Stellvertreterposition erhalten. Komplettiert wird der Vorstand durch Anna Scheitzeneder, die als Gemeinderätin in Schnaitsee auch kommunalpolitische Erfahrung in die Vorstandsarbeit einbringen kann und Johannes Müller, der als Mitglied im Traunsteiner Jugendbeirat bestens über die jugendpolitischen Herausforderungen in Traunstein Bescheid weiß. Scheitzeneder und Müller wurden ebenfalls als stellvertetende Vorsitzende gewählt.

Beim zuvor vorgetragenen Rechenschaftsbericht gingen die bisherigen Vorsitzenden Treppner und Parzinger auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr ein. Ein Schwerpunkt im vergangenen Jahr war die Arbeit gegen Rechtsradikalismus im Landkreis Traunstein. So haben rechte Gruppierungen immer wieder Veranstaltungen und Kundgebungen im Landkreis Traunstein und Berchtesgadener Land durchgeführt. Gemeinsam mit Kirchen, Gewerkschaften, Sozialverbänden, Parteien und Jugendverbänden haben auch die Jusos für Vernunft und Menschlichkeit eingestanden. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das Bündnis „Bunt statt braun im Landkreis Traunstein“, das die Jusos vor einigen Jahren mitinitiiert haben und immer wieder Präventionsarbeit durch Ausstellungen und Informationsveranstaltungen leistet. Ebenso in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden wurde im vergangenen Jahr auf Idee der Jusos das „Junge Bündnis für Geflüchtete“ gegründet, in dem junge Menschen für einen besseren Austausch zwischen Geflüchteten und schon immer hier lebenden jungen Menschen zusammenarbeiten.

Als weitere Themen beschäftigten sich die Jusos im vergangenen Jahr für eine bessere Beteiligung der Jugend, für mehr bezahlbaren Wohnraum und einen besseren Personennahverkehr. Diese Themen werden die Jusos auch im kommenden Jahr beschäftigen, erklärten die neuen Vorsitzenden. So wollen sich die Jusos im kommenden Jahr für mehr bezahlbare Wohnungen für junge Leute einsetzen. Dazu erklärte Sepp Parzinger, dass gerade kleine bezahlbare Wohnungen für ein bis zwei Personen im Landkreis fehlen würden und dies in besonderem Maße auch junge Leute treffen würde. Zum öffentlichen Personennahverkehr erklärten Anna Scheitzeneder und Lara Treppner, dass die Nachtbusse am Wochenende eine große Fläche im Landkreis abdecken würden, dort aber durchaus auch noch Optimierungsbedarf bestehen würde. Dies betreffe zum Beispiel Orte welche die Nachtbusse noch nicht anfahren oder fehlende Nachtbusse vor Feiertagen. Ebenso wünschen sie sich eine Handyapp in der alle Verkehrsmittel des ÖPNVs im Landkreis kombiniert werden.

Ein Schwerpunkt bei den Jusos im kommenden Jahr soll auch das Thema Jugendbeteiligung und Platz für die Jugend werden. Hierzu berichtete Sebastian Kuhlmann, dass besonders auch Proberäume für Nachwuchsbands im Landkreis fehlen würden. Johannes Müller und Annika Kuhlmann berichteten von der schwierigen Situation in Traunstein. Hier sei nach dem Bürgerentscheid gegen das Jugendzentrum in der Güterhalle inzwischen leider wohl keine Alternative in Sicht. Ein kostengünstigerer Neubau wie von den Initiatoren des Bürgerbegehrens versprochen, sei aktuell nicht absehbar. Die Jusos vereinbarten, sich zeitnah mit dem Traunsteiner Oberbürgermeister Christian Kegel in der Sache in Verbindung zu setzen um die aktuelle Situation zu besprechen.

Abschließend erklärten die neuen Vorsitzenden, dass die Jusos sich im Sommer natürlich auch am Wahlkampf für die SPD und die Traunsteiner Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler beteiligen werden. Die SPD habe im Bund mit Martin Schulz seit langem wieder die Chance den Kanzler zu stellen und könne so für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen. Dass dies gerade auch im Landkreis viele junge Leute unterstützen, zeigen die über 10 Neueintritte bei den Jusos, die es seit dem Jahresanfang gebe, so die Vorsitzenden weiter.

Pressemitteilung Jusos Traunstein

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