Vorfreude auf das große Jubiläumsfest im August

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Pietling – Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr

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Der Festausschuss mit Schirmherrn Bürgermeister Johann Schild

Fridolfing - Vorfreude auf das große Fest zum 140-jährigen Jubiläum im August herrschte bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Pietling im Gasthaus Gruber. In zahlreichen Sitzungen befasste sich der Festausschuss im vergangenen Jahr mit den Planungen für das fünftägige Ereignis. Daneben wurde wieder das gewohnt umfangreiche Übungsprogramm absolviert und das theoretische Können bei 32 Einsätzen bewiesen.

Vorfreude auf das große Fest zum 140-jährigen Jubiläum im August herrschte bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Pietling im Gasthaus Gruber. In zahlreichen Sitzungen befasste sich der Festausschuss im vergangenen Jahr mit den Planungen für das fünftägige Ereignis. Daneben wurde wieder das gewohnt umfangreiche Übungsprogramm absolviert und das theoretische Können bei 32 Einsätzen bewiesen. Vor der Versammlung besuchte die Feuerwehr traditionsgemäß den Vorabendgottesdienst in der St.-Martins-Kirche, um ihrer verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Bei der Versammlung beim Gruberwirt erhoben sich die Anwesenden auch für die im letzten Jahr verstorbenen passiven Mitglieder Ludwig Peham, Hans Wambach und Matthias Blankenauer. Vorstand Bernhard Kletzl erinnerte an die kirchlichen und weltlichen Ereignisse, an denen sich die Feuerwehr beteiligt hat, darunter sechs Feuerwehrfeste und die Fahrzeugweihe in Fridolfing. Der Besuch bei den Veranstaltungen der Pietlinger Dorfgemeinschaft gehörte ebenso zum Jahresablauf wie die Gratulation bei Geburtstagsjubilaren sowie Vorstands- und Festausschusssitzungen.

Kommandant Johann Schild stellte in seinem mit Powerpoint-Präsentation und zum Teil mit Musik unterlegten umfangreichen Bericht heraus, dass der Freiwilligen Feuerwehr Pietling derzeit 108 aktive Mitglieder angehören, davon 19 weibliche (91 Aktive, 7 Anwärter und 10 Jugendliche). Das Durchschnittsalter liege bei 32 Jahren. Der Kommandant appellierte in diesem Zusammenhang, dass gerade auch die älteren Aktiven mit ihrer Erfahrung unverzichtbar für die Wehr seien und er und die ganze Vorstandschaft sich freuen würden, wenn sie auch nach dem Jubiläum in der aktiven Truppe bleiben. Schild freute sich, dass letztes Jahr die Jugendlichen Andreas Wörndl, Simon Lenz, Dominik Lechner, Helena Huber, Johannes Dieplinger und Johannes Dandl in den aktiven Dienst übergetreten sind. Ihren aktiven Dienst beendet haben Anna Prodöhl, Stefanie Stadler und Julian Stadler. Die 32 Einsätze im Jahr 2016 verteilten sich auf 5 Brandeinsätze, 5 Fehlalarme, 12 technische Hilfeleistungen und 10 sonstige Tätigkeiten. Der umfangreichste Einsatz war beim Brand der landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Strohhof, aber auch zum Brand im Alten- und Pflegeheim Tittmoning, einem Strohballenbrand und einem Pkw-Brand wurden die Feuerwehrler gerufen. Die technischen Hilfeleistungen verteilten sich auf Einsätze bei Verkehrsunfällen, einen Keller, der unter Wasser stand, Ölspuren oder eine Personenbergung. Für Sicherheit sorgten die aktiven Feuerwehrmänner und –frauen beim Supermoto in Kaltenbrunn und dem Radrennen um den Fridolfinger Straßenpreis.

Auf sage und schreibe 95 Übungen (ohne Jugendgruppe) kamen die Aktiven während des Jahres. Diese verteilten sich auf Übungen der Fachgruppen, Modul- und Monatsübungen, sonstige Übungen, überörtliche Ausbildungsmaßnahmen sowie Sitzungen und Besprechungen. Im Schnitt hat nach Angaben des Kommandanten jeder Aktive an 17,3 Übungen teilgenommen. Sozusagen „Pionierarbeit“ gleistet hat die Wehr 2016 mit ihrem neu eingeführten System der Modulübungen, die in der Praxis bedeuten, dass alle Gruppen dieselben Themen absolvieren und ein Aktiver, der z. B. wegen Schichtdienst eine Übung nicht besuchen kann, problemlos den Termin einen anderen Gruppe wahrnehmen kann. Einsatz- und Gemeinschaftsübungen, zum Teil mit anderen Feuerwehren, ergänzten das Übungsprogramm. Dabei liegt immer ein besonderes Augenmerk auf den Gewerbebetrieben und Bauernhöfen im Einsatzgebiet. Intensiviert wurde auch die Zusammenarbeit mit der Nachbarwehr in Fridolfing. Eine große Atemschutz- und Digitalfunkübung fand im alten Schulhaus in Petting statt, außerdem wurde ein Massentest für den neuen Digitalfunk durchgeführt. Über das theoretische und praktische Feuerwehrwissen hinaus haben 14 Aktive an einer Sonderausbildung „Rettungshelfer“ – zusammen mit der Feuerwehr Fridolfing – teilgenommen. Sie haben dabei ein umfangreiches Erste-Hilfe- und Notfallwissen erworben. Gleich acht Aktive konnten im vergangenen Jahr einen der begehrten Lehrgänge an den Feuerwehrschulen in Geretsried, Regensburg oder Würzburg belegen: Zugführer (Christoph Huber), Verhaltenstraining im Brandhaus in Nürnberg (Sebastian und Susi Huber), Ausbilder (Lisa Prams), Atemschutzgerätewart (Michael Lex und Simon Niederwinkler), Gerätewart (Johannes Lenz) und Grundlagen des ABC-Einsatzes (Sonja Baumgartl). Zu den von zahlreichen Aktiven besuchten Lehrgängen auf Landkreisebene zählten die Bereiche Atemschutz, Technische Hilfeleistung, Truppführer, Training Wärmebildkamera, Tragen von Chemikalienschutzanzügen, Sprechfunk, Maschinist, Rettungshelfer, Brandsimulationsanlage, Absturzsicherung und Truppmann. Die Anwendung und Wartung der Gasmesstechnik sowie die Defi-Rezertifizierung ergänzten das Ausbildungsprogramm. Ihr Können unter Beweis stellten die Feuerwehrmänner und –frauen bei den Leistungsabzeichen: Das Leistungsabzeichen „Löscheinsatz“ wurde 18mal abgelegt: Zehnmal Bronze, zweimal Silber, dreimal Gold, und jeweils einmal Gold-Blau, Gold-Grün und Gold-Rot. Außerdem legten 17 Aktive die erste Stufe (Bronze) des „THL“-Leistungsabzeichens ab. Größte Neuanschaffung neben den Digitalfunkgeräten waren Chemikalienschutzanzüge und sogenannte Dekonwannen sowie ergänzende Gerätschaften zur Einrichtung eines Dekontaminierungsplatzes. Letztere haben sich nach den Worten des Kommandanten beim jüngsten Einsatz in einem örtlichen Industriebetrieb im Einsatz bewährt. Abschließend berichtetete Kommandant Schild noch über weitere Termine und Aufgaben, die er und sein Stellvertreter Christoph Huber wahrgenommen haben. Schild dankte allen, die die Pietlinger Wehr in ihren umfangreichen Aufgaben unterstützt haben. Für das Jubiläumsjahr bat er um Zusammenhalt und gute Zusammenarbeit.

Zu letzten Mal berichtete Jugendwart Josef Pallauf über die zahlreichen Aktivitäten der Jugendgruppen in der Pietlinger Feuerwehr. Er legt sein Amt aus zeitgründen nieder, seine Nachfolgerin wird Lisa Prams. Die neue Jugendwartin wird von Dominik Lechner, Sonja Baumgartl und Chrissi Veitlmeier sowie weiteren Ausbildern unterstützt. Im vergangenen Jahr gehörten 17 Jugendliche in zwei Gruppen zur Feuerwehr. Die sieben älteren Jugendlichen der Gruppe 2 vertieften 2016 ihr Grundlagenwissen und nahmen an einem Truppmann-Lehrgang teil, der an neun Abenden in Tittmoning stattfand. Paula Brüderl konnte dabei das beste und Fabian Fischer das drittbeste Ergebnis erreichen. Heuer steht das erste Leistungsabzeichen auf dem Programm. Die zehn neu aufgenommenen Jugendlichen absolvierten das feuerwehrtechnische Grundprogramm mit Kennenlernen der Gerätschaften und ersten praktischen Übungen. Außerdem nahmen die Jugendlichen an zahlreichen Veranstaltungen teil, die von der Aktion „Sauberes Fridolfing“ über den Kreisjugendfeuerwehrtag und den Wissenstest bis hin zur Aktion „Friedenslicht“ reichten. Eine Hallenbadfahrt, „Indoor-Zeltln“ im Feuerwehrhaus und das Entsorgen der Christbäume ergänzten das Programm.

Nach dem detaillierten Kassenbericht von Vicky Hastreiter und der Entlastung der Vorstandschaft fanden zahlreiche Ehrungen statt. Auf 30 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr können Robert Huber, Bernhard Kletzl, Herbert Mörtl und Günter Maier zurückblicken. Sie wurden von der Feuerwehr geehrt und von der Gemeinde mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Die goldene Ehrennadel für 40 Jahre aktiven Dienst überreichte Bürgermeister Johann Schild an Simon Niederwinkler sen., Franz Lenz und Sebastian Huber sen.. Bereits seit 15 Jahren aktiv bei der Feuerwehr sind Thomas Jäger, Annemarie Knittler, Thomas Knittler, Simon Niederwinkler jun. Und Sabrina Maier, die ebenfalls seitens der Gemeinde geehrt wurden. Auf 30 Jahre passive Mitgliedschaft können zurückblicken Hans Dandl, Herbert Gallinger, Franz Hafner und Josef Maier. Für 40 Jahre treue Mitgliedschaft wurden Georg Huber und Josef Obermaier geehrt. Eine besondere Ehrung gab es auch für den scheidenden Jugendwart Josef Pallauf, der für sein jahrelanges Engagement mit der silbernen Ehrennadel der Pietlinger Feuerwehr ausgezeichnet wurde. Die Kreisbrandinspektion, vertreten durch Kreisbrandmeister Hans Heinrich, zeichnete schließlich Thomas Dandl und Thomas Lebacher für 25 Jahre Dienst mit dem silbernen Feuerwehrkreuz aus. In ihren Grußworten lobten sowohl Bürgermeister Johann Schild als auch Kreisbrandinspektor Hans Heinrich den guten Zusammenhalt in der Wehr, den hohen Ausbildungsstand und die Zusammenarbeit mit der Fridolfinger Nachbarwehr. Der Bürgermeister sagte, die Gemeinde stelle die benötigten Einsatzmittel stets gerne zur Verfügung. Schild und auch Heinrich dankten außerdem dem scheidenden Jugendwart Pallauf für seinen Einsatz um den Feuerwehrnachwuchs und freuten sich auf das bevorstehende Jubelfest. Zum Ende der Versammlung wurde bekanntgegeben, dass die Vorstandschaft Andreas Stadler als weiteren Beisitzer in die Vorstandschaft berufen hat und dass Alois Maier aufgrund seiner über 40-jährigen Mitgliedschaft in Feuerwehr und Vorstandschaft zum Ehrenmitglied ernannt wird. Er bekommt die Auszeichnung beim Jubiläumsabend überreicht. Neben den bereits genannten Ehrengästen nahmen dritte Bürgermeisterin Monika Fuchs, Pfarrer Kaspar Müller und die Ehrenmitglieder Franz Kroier, Adi Maier und Ehrenkommandant Franz Jäger an der Versammlung teil.

Pressemitteilung Feuerwehr Pietling

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