Rainer Maria Rilke auf der Bühne des Samstagsbrettl

„Rainer Maria Rilke – präsentiert von Angelika Nistler “

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Angelika Nistler liest beim Samstagsbrettl

Seeon-Seebruck - Danke an Angelika Nistler für den gelungen Auftritt und herzlichen Dank auch an dieses besonders gute Publikum. Super und interessant wars wieder.

Beim 40. Samstagsbrettl der Naturwelt Chiemsee in Esbaum bei Seebruck berichte Angelika Nistler aus dem Leben und Schaffen des Lyrikers Rainer Maria Rilke. Der kleine Vereinsraum der Naturwelt war gut gefüllt. Das Publikum lauschte interessiert. In einer kurzen Pause und nach der Veranstaltung gab es auch den einen oder andern Ratsch.

"Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es wieder wie ein Fest. Und lass dir jeden Tag geschehen, so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele Blüten schenken lässt." (Rainer Maria Rilke). Inspiriert hat Angelika Dolores Nistler vor vielen Jahren der außerordentlich schöne Rilke-Wanderweg in Duino, Italien. Sie beschloß, sich mit dem Dichter tiefer zu beschäftigen.

Die Literatur-Kennerin war nicht zum ersten Mal Gast in der Naturwelt. Schon einige Male war sie auf dem Samstagsbrettl und unterhielt mit bayerischen Autoren, aber auch mit bekannten Schreibern und Denkern, wie beispielsweise mit Erich Kästner. Das Publikum war jedesmall sehr gespannt und so wundert es nicht, dass die Vereinsführung Frau Nistler eingeladen hat, die schmalen Bretter der feinen Kleinkunstbühne des Vereins in Zukunft weiter zu nutzen.

„Rene“, wie Rainer Maria Rilke eigentlich hieß, war zu Lebzeiten ein Reisender. Der Simmel-Schüler wurde 1875 in Prag geboren. Schon in der Schulzeit begann er mit dem Schreiben, aber „erst“ mit 19 Jahren erscheint sein erster Gedichtband "Leben und Lieder". Im weiteren Leben beeinflussen ihn die Philosophen Nietzsche und Schopenhauer. Und natürlich fängt ihn immer wieder die Liebe ein. Nach dem Studium der Philosophie und der Kunstgeschichte wird Rilke 1902 mittellos und bringt sich mit Auftragsarbeiten durch. Anfangs vom 1. Weltkrieg begeistert schrieb er 1914 fünf Kriegsgesänge, wendete sich dann aber voller Kriegs-Abscheu ab und verstummt einige Zeit.

Nach seiner Zeit im Wiener Kriegsarchiv zieht Rilke 1918 für ein Jahr nach München, bevor er sein Leben endgültig in die Schweiz verlegt, wo er 51jährig einer Leukämie erliegt. Sein letztes Werk "Dichtungen des Michelangelo" und viele seiner Briefe wurden erst nach seinem Tod veröffentlicht. Einiges aus der Feder Rilkes wurde zwischenzeitlich auch vertont.

Pressemitteilung Naturwelt Chiemsee - PON

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